caramalz

andi's lustige abenteuer

Archiv: Juli 2008

RSS Feeds

An diesen schusseligen RSS Feeds muß ich noch orbeidn …

andi

Hope without Dope

Es geht das Gerücht, man würde aus manchen Niederlagen stärker als zuvor wieder hervorgehen.

Wie lange, wie tief, muß man am Boden liegen? Um erstmal zu begreifen, daß hier der Boden erreicht ist, obwohl es sich weich, wattig und warm anfühlt? Um endlich wieder aufzustehen? Daß das nicht ohne ein von oben zugeworfenes rettendes Seil geht, hab ich längst kapiert. Das Seilende seh ich vor der Nase, ich greif danach. Hoffentlich laß ichs nicht los wie so oft. Und: hoffentlich zieht es niemand wieder weg.

Nachtrag: Wie ich zu lesen bekomm, läßt dieser diffuse Eintrag tolle Interpretationsspielräume offen. Wirklich: Braucht niemand zu verstehen was da steht. Manche Eintrage sind fast nur für mich.

Die Aussichten fürs Wochenende

Keine Sorge, Wetterprognosen überlass ich anderen, die verstehen auch nichts mehr davon.

Mein Orthopäde hat mir erlaubt, nächste Woche wieder auf Orbeid zu gehen, erst nur Halbgas: lies vier Stunden. Hab natürlich gefragt Wie is mit Radfahren? Sacht er doch Kein Problem, warum nicht. Da hätt ich glatt nen Luftsprung auf einem Bein vollführen können :-)

Also dann mal los. Wenn das schon erwähnte Wetter nicht völligen Murks veranstaltet, werd ich mal am Wochenende den Tourer aus dem Stall holen. Der hat keine Klickies und ist ja ein gutmütiger Geselle. Und um dem persönlichen Trübsinn etwas aus dem Weg zu gehen, freu ich mich schon mal riesig drauf. Nach fast 800 km Wohnzimmer Radelei wieder frische Luft im Gesicht beim Radeln. Da läßt sich viell sogar der Sonnenbrand vom letzten WE auffrischen ;-) Und wie es aussieht gibts diesmal Betreutes Radfahren … Hach

Noch ne Meldung zum WE: Ich wünsch meinem persönlichen KG Super Wetter und Gutes Gelingen auf dem Mindelheimer Klettersteig. Mook mi keen Ärger, min Jung. Alles Gute und bis nächste Woche!

Ja so sieht das grad aus.

Wieder voll bei der Sache

Stell mich soeben in die Dusche, Wasser Marsch, und die Sicht ist weg. Du meine Güte, hab die Brille noch im Gesicht … War wohl schon unterwegs aufn Zug oder so ;-)

Feierabendrunde Nr. 26

Amtenhausener Tal

Ne wirklich, heute isses wahr geworden! Da ich nächste Woche wieder auf Orbeid muß darf, hab ich meinen persönlichen beruflichen Wiedereinstiegspunkt auf heute Mittag 12.00 Uhr gelegt, weil nämlich: Da findet unsere wöchentliche Pizzarunde mit paar Kollegen im Telesina statt. Sozusagen als soziale Wiedereingliederung. Und danach hatte ich selbstverständlich Feierabend, klar, am Anfang nicht übertreiben mit der vielen Arbeit …

Um das Event würdig zu feiern, bin ich mit dem netten Tourer hingefahren, und die Kollegen wunderten sich, daß ich zwar excellent auf dem Ding zu fahren verstand [hab ich ja im Wohnzimmer geübt bis zum Abwinken] , aber den kurzen Weg bis zum Tisch im Enten-Watschelgang zurücklegen mußte. Naja. Alles auf einmal geht ja nun auch nicht. Laufen auf zwei Beinen ist koordinationsmäßig ungleich komplizierter als aufm Sattel sitzen und kurbeln.

Anschließend weiter über Möhringen, Immendingen ins Amtenhausener Tal. Das ist sehr nett, abgelegen, ruhig. Ein kleiner Fischweiher lädt da ein zum Pause machen. Den langweiligen Weg über Öfingen wollte ich mir verkneifen, daher dasselbe retour. Keine Langeweile. T-Shirt in den Rucksack, und seit zwei Jahren Monaten den ersten richtigen Fahrtwind auf der Haut. Man sowas Geiles. Unbeschreiblich. [64 km]

So. Und jetzt freu ich mich wie ein Baby auf die Radtour morgen :-)

Neustart auf dem Rad ….

Samstag – Hot summer

Wir zwei Halbinvaliden starten unsere Tour am Vormittag bei Super Wetter donauaufwärts ohne zu wissen wohin wir eigentlich fahren wollen; ist uns prinzipiell auch völlig wurscht: Hauptsache wir kriegen reichlich Sommer, Sonne, Luft, Licht, Wärme ab, alles was in der wochenlangen radlfreien Zeit so gefehlt hat. Und von allem gibts heute reichlich. Donauradweg bis Immendingen, Amtenhausener Tal und dann irgendwo durch blühende Wiesen und Weizenfelder Richtung Bad Dürrheim. Jeder weiß ein kleines Stück Wegstrecke [ ich die meisten, is ja meine Hausstrecke ;-) ] aber einige Stücke Weg sind auch mir völlig neu. Lecker Kaffee schlürfen im Waldcafe. Weiter suchen wir gemeinsam ne Wegstrecke irgendwo durch Wiesen und Wald, bis wir wieder vertrautes Gelände vorfinden.

Fortgeschrittener Nachmittag, aufm Heimweg Richtung Tuttlingen drängt sich der Kohldampf in den Vordergrund und, naja, wohin schon: ins Telesina! Klasse. Die vom Doc genehmigten 70 km Radln meiner Begleitung ham wir längst verschlissen, aber wir drücken mal vier Augen zu bei diesem Sommer. Schon während der Tour bin ich fix und fertig wie ein geklopftes Schnitzel, da ich nach zwei Monaten meine erste längere Tour draußen in der Sonne fahre, gottseidank nich alleene. Hach ist das schön. [108 km]

Sonntag – Wet summer

So, nach dem gelungenen Samschtig fahren wir heute mal ab Tuttlingen donauabwärts. Schon in Fridingen in der ersten Pause fängst an zu regnen. Shit? Nein, im Gegenteil. Wir retten uns an den Bahnhof und warten im Trockenen den Schauer ab. Kein Problem, meine Radbetreuung hat soviel Flausen im Kopf [ wie ich auch ] daß keinerlei Langeweile aufkommt. Wir gackern uns echt einen ab über die dusseligen Radler, die bei diesem Sauwetter unterwegs sind. So macht das Laune :-)

Traumhaftes Tropenklima beim Radeln bis Bärental, alles feucht. Ab dort, war ja klar: Regen. Wir schaffen es auf der Straße bis Harras, und dort gibts endlich en Schälschen Heeßen und en Stickschen Sießes :-) Die hat uns einen Käsekuchen mit Aprikosen und Sahne aufgetischt, von dem träum ich noch in einem Jahr. Echt.

Und jetzt: Ab die Post über Wehingen, Gosheim, Spaichingen. Mit nassen Radklamotten isses schnell kühl, vor allem bergab. Dem heißen Samschtig folgte ein nasser Sunntig. Is doch egal, aber sowas von. Wir haben zusammen so einen Spaß am endlich wieder neu erfundenen Radeln gehabt. Hoffentlich bald bald wieder. [77 km]

Nachtrag. Öhm, paar Fotos ? Sind aber nich von mir …

Feierabendrunde Nr. 27

Feierabendrunde?

Ausnahmsweise darf das bisle Rutscherei aufm Tourer heute mal so heißen. Ich geh ja teilzeit vormittags wieder auf Orbeid, und meine Termine am Nachmittag erledige ich natürlich mitm Rad … Was gabs denn alles?

Auf Orbeid: Schnupper mich so langsam rein, noch kein Stress, nach über zwei Monaten wühl ich noch etwas unbeholfen auf meinem PC , im Outlook und im Netzwerk rum, suche wo meine angefangenen Projekte sind und besuch KollegInnen zum Kaffi … Der für mittags geplante Termin für lecker Essen auswärts ist geplatzt. Macht garnix. Geht anderen auch so, wie ich lese ;-)

Nachmittags: Eine Stunde ins Fitness, muß zusehen, daß ich nicht wieder in die Faulenzerei zurückfall, der aufkommende Alltag fängt schon wieder an, in der Freizeit selbstbestimmten Zeit Motivationslücken zu produzieren. Sofort Gegenmaßnahmen ergreifen. Anschließend nette Radltour über Hausen o.V. nach Spaichingen, eine Stunde Training beim Physiotherapeuten, der mir gleich mal neue Termine verpasst und meine Laune mit seiner unschlagbar optimistischen Art wie jedesmal wieder nach vorn bringt. Danke Chris!

Persönliches: Am Abend: Hab ne Verabredung zum Essen, auf die freu ich mich schon seit vormittags, da kam die ins Outlook reingeflattert. Oder kam die von mir? Das doofe Training tagsüber mach ich nur, um Hunger zu kriegen, eigentlich mag ich ja überhaupt keinen Spocht. Wir gehen fahren mitm Rad zum Chinesen und schaufeln bergeweise Leckereien in uns rein. Wo stopft mein Gegenüber das nur alles hin? Klar daß wir einen draufsetzen und einen Riesen Nachtisch ordern. Die Hauptmahlzeit is nur ein Alibi, um sich an diese Honigbananen ranzufuttern ;-) Du meine Güte. Is das wieder klasse heute abend. Hach

Heimfahrt im lauen Sommerwind zwischen Weizen- und Rapsfeldern. Halbmond steht schon am Himmel. Ich jonglier meinen vollen Bauch auf dem Tourer heim und hab anschließend noch gar keine Lust zu pennen. Ich wart auf was. Kanns kaum abwarten. Das gehört aber nich hier rein. [42 km]

Kühler Schauer bei heißem Wetter

Hier gibts nix zu lesen vom angenehmen Duschbaden in der Sommerhitze.

Was dann? Hab soeben mein geliebtes Mountainbike diagnostiziert, von dem ich Anfang Mai abgestiegen und fast ohne Umwege direkt in der Orthopädischen Klinik gelandet bin. Und? Fast nix kaputt, kein Wunder, das Ding ist ja auch weich auf mir gelandet. Lediglich eine der beiden hydraulischen Bremsleitungen ist abgeknickt. Wird umgehend repariert bei meinem local Dealer. Sonst nur ein paar Kratzer am Lenker und das wars dann. Der ominöse platte Vorderreifen, meiner bescheidenen Ansicht nach die Ursache des ganzen Übels, war ruckzuck geflickt. Keinerlei Spuren von Nägeln, Dornen und außerirdischen Manipulationsversuchen. Mit letzterem hab ich am meisten gerechnet.

Dann mal schnell die Räder eingebaut, kurzer Check, aufsitzen und …

… die ersten paar Meter auf dem Ding hab ich echt ein komisches Gefühl im Nacken. Eiskalt. Seh die Kurve auf mich zukommen. Am Lenker noch jede Menge gelber Blütenstaub. Reichlich Erinnerung an einen Frühling, der nicht stattgefunden hat. Schön langsam fahren, der Haxen tut immer noch weh genug.

Nichts passiert, das Radl rollt dahin wo ich möchte, dreht in alle Richtungen und ich bleib aufm Sattel. Ja prima. Prüfung bestanden …

Ich frag mich nicht warum mir sowas passieren mußte. Alles Quatsch, dieses Philosophieren. Ab und zu nur, wie vorhin, schleicht sich die Idee an: Für irgendwas muß es wohl gut gewesen sein. Bin gespannt, ich ahn was.

Feierabendrunde Nr. 28

Ich merks schon. Aufgrund meiner immer noch partiellen Immobilität weicht der Begriff Feierabendrunde doch etwas auf. Macht ja eigentlich nix, Hauptsache ist im Moment, daß mein investierter Trainings-Aufwand schon tags drauf Rendite bringt. Das tut er auch, fast jedesmal wenigstens.

Heut nachmittag hab ich einen drauf gelegt und bin mit zwei Rädern gleichzeitig unterwegs gewesen. Und das mit weniger als zwei benutzbaren Beinen :-) Mein MTB, mit dem ich wieder Freundschaft geschlossen hab, wollte schließlich in die Werkstatt. Habs ans Händchen genommen, meinen Hintern auf den Tourer gesetzt und ab die Post. Ca 12 km bis zum Centurion Shop. Bisle mühsam, wenn Anhalten oder Aufsitzen angesagt war, aber man frau wächst ja mit ihren Aufgaben, und so sind wir drei gut angekommen. Jetzt isses in guten Händen würd ich mal sagen.

Weiter nach Wurmlingen, eine Stunde Fitness Training, der Körper verlangt danach. Anschließend in der wundervollen Sommerlandschaft über Seitingen nach Hausen o.V. Und danach nur noch bergab, Spaichingen unter mir, Dreifaltigkeitsberg vor mir. Schön, daß die Muffe vor schnellen Kurvendurchfahrten schon etwas  nachläßt.

Heimweg in der Abendsonne durch Weizenfelder und teils schon gemähte Rapsäcker. So ein Sommerabend aber auch. Den verpassten Frühling könnt ich glatt vergessen. Nicht nur wegen der Heimfahrt im lauen Sommerwind mit Halbmond am Himmel. Mehr sag ich hier nicht, geht niemand was an. [43 km]

Pendler

Lustiger Radltag voller Termine

Volles Programm heute, schönes Wetter dazu. Klaro, mach ich alles mitm Tourer :-) Freu mich schon morgens drauf, hab wieder mal alles unter Kontrolle …

Morgens um acht nach Tuttlingen beim Doc. Um zehn in Spaichingen Physiotherapie. Um zwölf Tuttlingen Telesina ( is ja Freitag, da is Pizza-Team ) Um halb zwei auf Orbeid, halbtags will ich schon dabei sein. Halb fünf Fitness Studio in Wurmlingen. Ein Mordsgewitter um halb sechs bei uns. Noch lecker Kaffi trinken mit Steffi nachm Training. Und jetzt? War das schon alles?

Ich beeil mich mitm Losfahren, bevor das Gewitter komplett vorbei ist, am Ende krieg ich wieder nix ab von der Sauerei ;-) Aber jetzt schon heimfahren ist doof. Ab nach Spaichingen, zum Eis essen, richtig nett, hach, meine Überraschung scheint geklappt zu haben. Die Sache kann ich abrunden mit einer Heimfahrt im vollen Regen.

Also Losfahren im Regen fällt mir nicht ein, aber unterwegs überrascht werden von diesem warmen Sommerregen macht beinahe schon Spaß. [71 km] …

Nasse Angelegenheit

Schöne Aussichten fürs Wochenende

Endlich Wochenende, was tun? Radfahren, is ja eh klar. Und bei diesen Prognosen kommt auch schon echte Vorfreude auf. Naja, die ham ja meistens unrecht, außer sie sagen Sauwetter voraus. Dann stimmts meistens.

Samstag, 12.07.2008

Kurz vorm Mittag mit dem Tourer los, schon in Tuttlingen Kaffi & Kuchen im Supermarkt. Fängt ja gut an. Aber es wird tatsächlich besser, die Laune lassen wir uns heute schon garnicht durch das bisle Regen vermasseln. Unglaublich was der Hurrikan von gestern abend in Tuttlingen angerichtet hat. Die dicken Pappeln an der Donau sind teilweise wie Streichhölzer abgeknickt, es sieht aus wie im Krieg. Über Mühlheim, Fridingen heute tatsächlich mal auf dem sonst total übervölkerten Donau Radwanderweg bis Beuron. Schön ruhig heute! Weiter bis Sigmaringen und mitm Zug retour? Nö, wir drehen um und landen kurz vor 18 Uhr im Telesina. Höchste Zeit, der Magen hatte schon angefangen, sich selbst zu verdauen. Noch ne halbe Stunde heim, und das Ganze war ein Riesenspaß trotz der versauten Räder und dem bisle Wasser von oben … [95 km]

Sonntag, 13.07.2008

Das Wetter legt noch einen drauf und es seicht bis mittags, was es kann. Um zwei nachmittags, siehe da, fast trocken. Nix wie los. Keine Frage daß es kurz hinter Tuttlingen wieder losregnet. Eilige Flucht ins McDonald, lecker Kaffi trinken. Blankes Entsetzen, wie voll es dort ist, und Unverständnis, was die vielen Leute am arbeitsfreien Sonntagnachmittag alle hierhintreibt; das Sauwetter isses nicht, die kommen tatsächlich alle freiwillig hierher, mitm Auto! Egal, wir flüchten uns das schöne Rabental hoch auf den Witthoh und suchen im Regen- und Nebeldunst die Alpen. Die sind heute leider nicht da. Durch regennassen Wald runter nach Tuttlingen, Telesina, wir kommen! Gemütlich bei Pizza und Vino rosso Motivation für die letzten fast regenfreien Km heimwärts tanken … [61 km]

Menno. War das ein schönes WE :-)

Feierabendrunde Nr. 29

Wiederaufbau Stufe Zwei nach meinem persönlichen Ground Zero.

Heute kein Termin beim Physiotherapeuten, aber ohne Training geht ja gar nicht, denn zurzeit muß ich schließlich nur halbtags orbeiden, um wieder auf die eigenen Füße zu kommen. Ich bin heute mal mutig und mach um zwei am Nachmittag den Renner klar. Der sieht schon ungeduldig aus nach Wochen der Gefangenschaft in der Rolle im Wohnzimmer. Der Renner hat im Gegensatz zum gutmütigen Tourer die etwas schärferen Klickpedale dran … damit will ich heut fahren lernen.

Eine kleine Heubergrunde schwebt mir vor. Der Renner schraubt mich bei fantastischem Feierabendwetter meine Hausstrecke hoch nach Mahlstetten, rollt das schöne Lippachtal runter. An der Donau entlang bis Fridingen. Klappt ja alles wunderbar, daher nehm ich gleich mal den Umweg über den Knopfmacherfels noch mit, von hier wieder runter ins Bäratal, meine Lieblingsabfahrt. Ab hier gehts ja fast geradeaus über Egesheim, Wehingen bis Gosheim. Im saumäßigen Feierabendverkehr nach Spaichingen. Endlich Kaffi trinken :-) Und zum Abschluß noch ein paar schöne km zwischen hohen Maisfeldern bis heim dahin wo ich wohne [74 km].

Und wie war nun die erste schärfere Runde nach 2 1/2 Monaten? Hat doch alles geklappt, oder?

Kondition aufm Rad: Wie’d Sau sait dr Schwob. Null Problem. Der harte Wohnzimmereinsatz hat sich gelohnt.

Persönliches Feeling: Beim Losfahren etwas nervös. Und die ersten Abfahrten runterwärts hätt ich mir vor Angst fast in meine neue Assos-Radhose rein gemacht. Immer die dünnen Reifen vor der Nase. Halten die auch? Oder flieg ich nu wieder aus der erstbesten Kurve … ? Nix is passiert. Alles ok, puuh. Das uncoole Gefühl in der Bauchgegend verflüchtigt sich langsam.

Unterm Strich: Hab meinen Spaß am Radeln nicht verloren, wie ich feststelle. Yuppie! Kein Gedanke an Nie wieder Fahrrad oder son Blödsinn. Aber so ne Femurfraktur will ich nie nie wieder.

Feierabendrunde Nr. 30

Erst lecker und dann nass …

Der Tourer hatte schon lange neue Bremsbeläge nötig. Die hingen auch schon seit geraumer Zeit inner Garage rum und nachmittags bau ich die Dinger endlich mal ein, was aufgrund der Konstruktion dieser altmodischen Cantilever Mittelzugbremsen eine entsetzliche Fummelei darstellt und mir nach einer Stunde mühevollen Justierens auch den einen oder anderen Fluch entlocken konnte. Aber dann isses soweit: Probefahrt nach Spaichingen.

Bei schönstem Wetter fahrn wir nach Tuttlingen ins Telesina [ausnahmsweise …] und lassen uns mit Pizza und Vino verwöhnen. Den Kellner, den sie teilzeit dort angestellt haben, find ich kaum halb so witzig, wie er sich selber. Der is eh Importware ausm Pergola in Spaichingen. Egal, die Senora Maria persönlich zaubert uns auf Anfrage einen italienischen Nachtisch hin, mit dem ich als Stammkunde nicht annähernd gerechnet hätte. Unglaublich was die an Küchenkünsten drauf haben.

Der Rückweg über Hausen o.V. am Karpfen vorbei beschert uns eine heftige Sommerdusche; es kübelt wie aus Eimern. Ich find das garnicht lustig, hab doch erst am Montag in mühevoller Kleinarbeit den Tourer gewaschen. Und außerdem hab ich meine drei Monate Sauwetter schon im Winter hinter mir. Hab ich gedacht. Kommt ja doch immer anders. Wenigstens ist der Spaß nach zehn Minuten vorbei, reicht ja um keinen trockenen Faden mehr zu haben. Macht nix, versuch ich mir einzureden. Is ja warm und nur ein Sommerregen und gibt keinen Grund für irgendeine Art muffeliger Laune heute. Die Ursachen dafür liegen ganz woanders. Die Abfahrt nach Spaichingen ist kalt und nass … ach ne, wo meine sonstige gute Laune für solche Fälle hin ist, weiß ich nicht. Hoffentlich hab ich niemand damit infiziert. [53 km].

Wolken, Pizzeria, Eisdiele & Co.

Mal ein trockenes Wochenende aufm Rad

Der reparierte Haxen schmerzt ausschließlich beim Radeln kein bischen. Das lädierte Knie meiner Begleitung sagt was Ähnliches. Am Wochenende kommt daher schonmal garnichts anderes in Frage als ne Radtour. War ja klar.

Samstag, 19.07.2008

Morgens stellt sich oft nur die Frage: die Donau aufwärts oder abwärts fahren? Wir fahren heute aufwärts, das Wetter is nach der schmuddeligen Woche heut morgen mal richtig schön. In Geisingen erste Pause bei meinem Lieblingstürken mit Weizen & Radler … Wir entscheiden uns für die einsame Strecke hinter Kirchen-Hausen durch den Wald Richtung Hegaublick. Ganz schön anstrengend dort hoch für uns zwei Halbinvaliden. Oben angekommen gibts Ruhe pur zu genießen, hier ist es weit weg vom nächsten Parkplatz oder dergleichen. Die Ruine Stetten wollen wir anschauen und von oben die Aussicht genießen, aber nach einem Kampf durch den Dschungel [fahrrad-tragenderweise] bremst uns ein netter Bauzaun aus mit dem deutschesten aller Schilder davor: Betreten verboten. Und drüberkraxeln wollen wir noch nicht mit je einem heilen Fuß.

Nagut, dann eben Kaffi & Kuchen am Hegaustern, tolle Aussicht auf den Bodensee. Den Hegaublick selbst überlassen wir heut den Moppedfahrern. Auf dem Rückweg runterwärts winkt der Witthoh, dem wir einen Besuch abstatten. Fast keine Alpen zu sehen heute. Runter nach Tuttlingen und komisch, schon wieder ins Telesina. Ich wollt schließlich noch erfahren, wie der Nachtisch hieß. Extra nachgefragt und aufgeschrieben für schoko-bella. Hätt ich mir eh nicht merken können, was Senora Maria da auf italienisch vom Stapel läßt.

Den Rückweg über Hausen o.V. gibts heute mal völlig regenfrei mit Abendsonne vom Feinsten. Richtig schöner Samstach aufm Rad … [94 km]

Sonntag, 20.07.2008

Faulenzerei pur, weils nachts und vormittags richtig satt geregnet hat und noch alles nass ist. Mittags ist dann Wetter zum Losfahren mit herrlichen Wolkengebilden von Modell Föhn über Gewitterpilz bis Schäfchen. Beeindruckend. Ich mag so nen Himmel voller schöner Wolken. Wir schaffens grad mal bis Tuttlingen, wo uns das Crema Gelato in die Quere kommt. Erstmal Riesen Eisbecher schlabbern, danach gemütlich italienischen Cafe schlürfen, Leute anschauen und warten bis das Telesina aufhat. Schon wieder, es ist aber auch so gemütlich & lecker hier. Karte zum Bestellen brauchen wir eh keine mehr.

So und auf dem Rückweg gibts nen kleinen Umweg zum Konzenberg. Da fahr ich seit zig Jahren zum Klettertraining hin, und an der netten Burgruine kenn ich fast jeden Griff auswendig. Und sowieso find ich daß das ein mystisch schönes Plätzchen ist … Nach einer Proberunde Bouldern bin ich völlig überrascht, wie gut das klappt mit dem Haxen. Nur Abspringen darf ich nicht, das wär fatal. Klasse. Geht das also auch schon wieder.

Weiter fahren wir am Hohenkarpfen vorbei, Wunder wie schnell der schöne Nachmittag wieder mal rum ist, über Hausen o.V. runter nach Spaichingen, Abendsonne, Feierabend … [49 km]

Schönes Wochenende :-) Und: wenn nur alles so einfach wär wie Radeln.

Feierabendrunde Nr. 31

No sports

In den letzten paar Tagen wars echt ungewohnt kalt und windig hier; und auch am letzten wunderbaren Radl Wochenende wollten sich die Temperaturen einfach nicht so richtig an mein luftig leichtes Outfit anpassen. Deshalb hatte ich schon gestern das Gefühl, als hätte man mich über ne Kreissäge gezogen und heute hab ich Halsweh. Naja, is das Wetter eben selbst schuld wenn es meine dünnen Klamotten ignoriert. Find ich.

Heute nachmittag isses aber wirklich zu schön, um drinnen hocken zu bleiben. Mit einem Pulli mehr angezogen als sonst im Sommer üblich lenk ich den Tourer Richtung Tuttlingen und überlege, wie ich heute etwas Würze reinbringen kann ohne mich anzustrengen. Die Wurmlinger Steige kommt da wie gerufen, erspar ich mir dadurch doch das talseitige Gegurke durch den Feierabendverkehr. Schön langsam drehen wir da hoch, drüben anstrengungsfrei wieder runter und schon bin ich bei meinem local dealer.

Mein Mountainbike kann ich morgen abholen, fein, da freu ich mich schon drauf! Und weil ich heute Spendierlaune habe, leiste ich mir ne richtig nette kleine Lenkertasche für den Tourer, so eine die frau mit einem Handgriff abnehmen und in die Kneipe mitnehmen kann :-) Hab ich bei jemandem abgeguckt und war jedesmal angetan davon, daß der Fotoapparillo und das Kleinzeug da Platz hat, ohne immer in den großen Hecktaschen rumwühlen zu müssen. Hach

Nach dem Einkaufs Glücksgefühl kurven wir ruckzuck wieder durch die fast reifen Weizenfelder bei herrlichem und etwas kühlem Sommerwetter retour, die hübsche Lenkertasche wird noch montiert, und endlich Feierabend nach diesem Radfahrstress [20 km].

So kann das nächste Wochenende kommen, auf das ich mich übrigens schon wieder wie ein Baby freu …

Feierabendrunde Nr. 32

Die Rückkehr des Mountainbikes

Nach Ausübung meines zeitlich befristeten Halbtagsjobs hab ich am Nachmittag zwei Termine: mein repariertes MTB abholen und Physiotherapie bei Chris.

Für den ersten Termin fahr ich mitm Zug nach Tuttlingen, den Rucksack voller Radklamotten incl. der Klickschuhe. Umziehen, aufsitzen, Michael wünscht noch Alles Gute und dann mal los. Ich fühl mich wie bei meiner ersten Radstunde als Fünfjähriger und so zitter ich mich durch den Feierabendverkehr nach Wurmlingen. So kann das aber nicht weitergehen. Um diese Sch*** Angst ausm Kopf rauszufahren, nehm ich erstmal den Umweg über den Weilheimer Berg. Das schöne Selttal zieht sich schotterpistenweise bis oben, langsam gewöhn ich mich an die Kurbelei, Kondition kein Problem. Danach ein paar Waldwege im Zickzack und anschließend runter. Das is nun überhaupt noch nicht mein Ding, ich brems mich im Schrittempo runter, bloß nicht umkippen. Nagut, ein Anfang is mal gemacht damit. Aber gegen das hier war ja meine erste Rennradrunde Kindergeburtstag. Da ist noch ne Menge Kopftraining nachzuholen … [15 km]

Kleine Runde auf dem Tourer

Und jetzt? Schnell den Tourer aus der Garage und wieder viel zu spät zu meinem Therapeuten, der heute aber auch alles anwendet, was weh tut. So, dann weiß ich wieder was ich zu trainieren hab in den nächsten Tagen. Merkwürdig, daß Radeln & Co. kein Problem sind, nur geradauslaufen kann ich nach fast drei Monaten immer noch nicht was mich auch ganz nett ankotzt

Und jetzt noch zum angenehmen Teil des Abends: Hab ne Verabredung im Fässle, wo wir uns wieder hemmungslos der Schlemmerei hingeben. Chinesisch mag ich sowieso gern, und heute gibts mal für beide Bami-Goreng. Fein, mitten in der Woche ist nix los dort, es ist richtig schön ruhig da. Der Nachtisch besteht wieder aus den unschlagbaren gebackenen Bananen in Honig gerollt mit Vanille-Eis. Anschließend ham wir das Gefühl, für ne Woche nix mehr essen zu wollen, aber dann wär ja wieder Mittwoch, und … :-)

Der Heimweg bringt noch schöne Abendsonne, mir isses viel zu kalt, weil ich mir ne Erkältung eingefangen hab und ich fühl mich unter anderem auch deshalb völlig platt heute. [26 km]

Duftmarken

Neulich im Gschäft morgens. Ich komm rein, mach den PC an. Der Kollege neben mir macht den Lüfter an, obwohl mein Fenster sperrangelweit auf ist, und bläst mir ins Gesicht. Was denn das soll, bitteschön?

Ne, meine Knoblauchfahne muß er nich haben ;-) [die ausm Telesina, vom Abend vorher]

Ich fummel aus meinem Rucksack die Kaugummis raus. Aber die violetten Frauenkaugummis, die so penetrant nach Lavendel muffeln. Rin damit und durchgeatmet. Muß er halt die in Kauf nehmen. Strafe muß sein ;-)

Voll konzentriert

Nach der Radtour. Mach den Rucksack auf, will den Garagenschlüssel rausfummeln, find auch irgendwas, Rucksack wieder zu. Bis ich hinschau und feststell, daß ich mit der Zahnbürste wohl kaum die Tür aufschließen kann …

Feierabendrunde Nr. 33

Mountainbike, die Zweite.

Nach der Siesta will ich noch bisle Angst vorm Mountainbiken abbauen, daher kurbel ich mal nachmittags um fünf auf einer meiner Lieblingsrouten hoch auf den Weilheimer Berg. Klappt prima, etwas tatterig noch, wenn das Vorderrad im weichen Schotter aus der Richtung schwimmt. Oben schon etwas schneller, mach ich rüber auf die Seitinger Sonnenseite und brems mich etwas unsicher runter. Schön, geht doch.

Drüben wieder hoch zum Konzenberg, ein paar Boulderrunden an der einsamen Ruine machen fast schon wieder Spaß. Noch schöner sind die Schnaken heute abend, die ich beim Klettern fast dutzendweise erledigen muß. Herrlich. So ein Sommer.

Zurück nehm ich fast denselben Weg, um möglichst viel von der Feierabendsonne mitzukriegen. Das Bike bergauf schrauben geht prima, und langsam weicht auch das flaue Gefühl aus dem Bauch, wenns auf den Schotterpisten hier oben etwas schneller vorwärts geht. Und bisle Heimatgefühl kommt auch noch auf: Mein alter Bekannter, ein fast zahmer Hase, schaut mir kontrollhalber hinterher, is ja schließlich sein Revier hier.

Und jetzt bin ich froh, losgefahren zu sein, Trotz Halsweh mit Hustenreiz. [Mitten im Sommer, son Quatsch]. Das Vertrauen in die eigene Fahrweise kommt langsam zurück.

Feine Feierabendrunde :-) [27 km].

Ein Brötchen geht um die Welt

Rubrik: Kurz und uninteressant.

Beim diesjährigen Wettbewerb um das uninteressanteste Gesicht konnte sich das Brötchen Konrad mit Abstand vor seinen zahlreichen Mitbewerbern behaupten. Der erste Preis, eine Wanderung um die Welt, geht daher verdientermaßen an diesem Teilnehmer. Wir freuen uns mit Konrad über den ersten Preis und wünschen ihm Alles Gute auf seiner Reise!

Zustandsänderung. Endlich.

Das Krankendasein ist vorbei. Schluß damit!

Das hat mein Orthopäde heute morgen beschlossen. Genaugenommen hab ich das selbst beschlossen, und zwar schon vor einer Woche. Er hat mich meine eigene Situation selbst einschätzen lassen, und daraufhin ich hab noch diese Woche Schonzeit zum Wiederauftrainieren bekommen, was mir auch noch richtig was gebracht hat. Sehr fair und gesprächsbereit, mein Doc.

Um mich beim beruflichen Wiedereinstieg nicht zu überfordern, hab ich jetzt erstmal ne Woche Urlaub :-) Das hat zwar noch einen wesentlichen anderen Grund, aber das gehört hier nich rein. Das Schönste is ja, daß ich mir ausgerechnet jetzt so ne richtige Sommer Erkältung mit Niesen Husten usw. zugelegt hab; die muß ich mir erstmal vom Hals schaffen. Damits mir ja nicht zu wohl wird. Oder wozu sonst?

Was nun? Ich stopf die Hecktaschen von meinem Tourer voll, und selbstverständlich auch meine niedliche neu erstandene Lenkertasche, und mach tatsächlich Urlaub. Aufm Fahrrad natürlich. Das ist das Einzige, was ich fast drei Monate nach Ground Zero wirklich gut kann. Und außerdem geh ich damit den zu erwartenden Beileidsbekundungen jeglicher Art Anfang kommender Woche komplett ausm Weg. [Das muß jetzt niemand verstehen].

Heute zur Einstimmung schon alles lustig mitm Tourer erledigt: Besuch beim Doc, zurück heim, wieder ins Telesina [Freitag is Pizzarunde], nachmittags noch auf Orbeid [39 km].

So, kann losgehen. Beam me up, Scotty!

Kleiner Fahrradurlaub mit großer Aussicht

Leckeres Rumtouren in den Vogesen

Samstag, 26.07.2008

Aufm Rad geht garnix, denn kaum in den Vogesen angekommen, Zimmer gesucht und gefunden, Klamotten sortiert, geht draußen ein Mords Gewitter los, sodaß an Radeln garnicht zu denken ist. Nagut, dann eben Siesta. Und siehe da, abends um sechs läßt sich doch noch eine kleine Runde um den Lac de Kruth machen. Wenigstens ein netter erster Eindruck von der Gegend. [20 km]

Sonntag, 27.07.2008

So, heut gehts aber dann los: Hoch nach le Markstein, weiter zum Grand Ballon. So ein übler Touristentreff dort oben, busweise werden die hochgekarrt, einmal Speisekarte rauf und runtergefuttert, wieder einsteigen und weg. Mitm Rad dagegen ein Riesenspaß wegen der netten Steigungen. Zurück auf der Route des Cretes, bis es eine wunderbare Waldstrecke runtergeht zum Col de Bramont, von dort Serpentinen fahrenderweise nur noch runter zum Lac de Kruth: So eine schöne Einstiegsrunde, aber ehrlich. Und die Höhenunterschiede lassen sich wirklich sehen hier! Gut daß jemand dabei ist, der jeden Höhenmeter buchhalterisch korrekt registriert [66 km, 1051 hm].

Montag, 28.07.2008

Nach dem Frühstück gleich mal los, wieder die Serpentinen hoch zum Col de Bramont, von dort die Waldstrecke hoch an die Route des Cretes und rüber zum Col de la Schlucht. Ja und dieser Col is wirklich die Touristenveralberung schlechthin, dagegen war der Ballon gestern Kindergeburtstag. Die ham hier wirklich jeden Sch**, sogar ne Sommer Rodelbahn, die is so lahm daß sie fast runter schieben müssen. Nix wie weg, der anschließende Höhenweg bis rüber zum le Markstein ist heute die reine Freude, das Wetter macht komplett gute Laune, und die Aussichten rechts uns links die Täler runter sind atemberaubend. Auch der Lac de Kruth läßt sich erspähen und da kommt schon richtig Vorfreude aufs Runterzischen auf. Die 15 km talwärts sausen dann auch fast ohne Pedalieren rechts und links vorbei. Herrlich [68 km, 1080 hm].

Dienstag, 29.07.2008

Heute gibt ne richtige Paß Sammlung. War nicht geplant, ist aber so gekommen. Von Kruth hoch zum Col de Oderen, runter nach Cornimont. Ein furchtbares Kaff, schnell rauf auf den Col de Moinats. Runter nach La Bresse, dann zum Col de Grosse Pierre, Pause mit Kaffi & Blaubeerkuchen. Kurz vor Gerardmer findet sich ein Sträßle fast autofrei, komplett abseits, mit viel Wald, Aussicht, Duft nach Wald, Sommer, Kiefern, Urlaub und Norwegen. Das ist die „Mitte des Urlaubs“ geht mir so durch den Kopf. Für sowas sind wir hergekommen, schöner gehts kaum. Wird aber fast noch besser. Entlang des Lac de Longemer und dann auf den Col des Feignes. Noch ein letztes Stückchen steil, und der Col de Bramont ist unser. Danach ist Feierabend, nur noch bergab bis Kruth, hach war das schön heute. Meine Geburtstagstour :-) Hätte ich mir besser nicht wünschen können. Uneingeschränkte Begeisterung, was meine Mitfahrererin so an Höhenmetern wegdrückt [81 km, 1622 hm].

Mittwoch, 30.07.2008

Leider ist der Vogesenspaß schon rum, heimfahren nachm petit dejeneur. Was bleibt? Erstmal Appetit auf mehr davon! Wird nachgeholt, da sind wir uns einig. Aber der Tag is ja noch nich rum. Kaum wieder zuhaus, die Räder raus und los gehts, den schönen Tag noch nutzen. Nach drei Tagen Bergtreterei gibts heute eine sanfte Runde zum Ausruhen. Col de Konzenberg, Val de Krähenbach, und rüber nach Tuttlingen ins Telesina. Den obligatorischen Gewitterregen warten wir nach der Pizza ab, und dann mit Abensonne über Hausen o.V. heimwärts. [57 km].

Unterm Strich:

So ein Urlaub! Hat super geklappt alles, Danke, war nicht alleine mein Verdienst. Die Vogesen ham doch wirklich Steigungen und Höhenunterschiede, die so richtig Spaß machen. Lang und anstrengend. Kulinarisches: Jeden Abend den Kalorien Vorrat wieder gefüllt mit allen möglichen Schlemmereien, Elsaß hat was zu bieten, keine Frage. Radtechnisch: Mein Tourer schreit nach einer neuen Schaltung, die ausgelutschte SunTour 7-fach knirscht beim Schalten mit den Zähnen und ist echt am Ende. Sprachtechnisch: Die wissen nich wirklich genau, ob sie deutsch oder französischen Sprachursprungs sind, daher immer wieder diese Gematsche aus zweisprachigen Ortsnamen. Zum Schießen. Und die Vogesen? Herrlich. Richtig schön weit hoch und lang wieder runter. Bald und gerne wieder …

Aber vermutlich ist als nächstes ne mutige Schwarzwald Überquerung an der Reihe.

Dia spinnet, dia Schwoba.

Wenn ihnen keiner auf die Schulter klopft, um damit zu dokumentieren, was sie fürn tolles Volk sie sind, dann erfinden die Schwaben eben was Eigenes dazu und klopfen sich selber auf die Schultern. So gibts seit einigen Jahren als Alternative zur Tour de France auch die Tour de Ländle. Für jedermann und jedefrau.

Seit gestern sind wir auch Opfer dieser Tour de Ländle, unfreiwillig, nur für eine Viertelstunde. Und für nie nie wieder, auch nicht aus Versehen, das is jetz schon klar. Tour de Ländle ist erfunden worden für alle Fußkranken und sonstwie Behinderten, die ihr Radl dreimal im Jahr ausm Keller ziehen [Hano, d’Reife aufbumpe muß i jetzet au no?] und sich trotzdem Beklatschen und Feiern lassen wollen wie Lance Armstrong. Klar, für Gepäcktransport und des leibliche Wohl ist gesorgt, bloß nicht überanstrengen.

Dummerweise wollten wir nachm Vogesen Radeln noch ne kleine Runde touren, und siehe da, in Unkenntnis der Lage gradwegs auf der Hauptstrecke der Ländle gelandet. Das Straßenrandpublikum stand bereits in Spaichingen Spalier, mit Hupen und Fahnen und Anfeuerungen. Schlimm schlimm. Aber es kam schlimmer, die standen wirklich in jedem Pupsdorf und ham Fahnen geschwungen und rumgebrüllt und Vorschußlorbeeren ausgeschüttet!

In Wurmlingen ist dann die Flucht geglückt [He, Sie fahret jo falsch dohane …] und endlich war Ruhe aufm Radweg. Nie bin ich mir so bescheuert vorgekommen wie bei dieser Beklatscherei.

Das Rezept funktioniert seit Julius Caesar. Brot und Spiele sind Opium fürs Volk. Mit so nem Unfug hat man die Massen im Griff. Und jede(r) mit dem passenden einfachen Strickmuster will dabei sein. [s’geit au an Orden zom an’d Wand beppe]

Schön, daß es Alternativen gibt. Noch schöner, daß fast alle dem Mainstream nachrennen.

Sommer aufm Heuberg

Steigungen sammeln mitm Rennrad, 31.07.2008

Seit den Vogesen bin ich wieder infiziert vom Berge fahren, daher nutz ich meinen schönen Sommer Urlaubstag zu einer Tour mit dem Renner. Motto heute heißt Pässe fahren. So viele richtige Pässe haben wir ja nicht, aber man kann sie aneinander reihen, und dann kommt in Summe schon was Richtiges raus dabei.

Erstmal los Richtung Norden, Wehingen, Obernheim, Tieringen. Drei Täler weiter hab ich schon drei Steigungen incl. des lustigen Lochenpasses in der Tasche. Unten in Weilstetten schaff ich es wieder nicht, mit angezeigten 65 kmh die Blitzampel zu einem Foto zu bewegen. Ich werd mich mal beschweren müssen bei den Grünen … Weiter in Frommern bin ich froh über eine offene Kneipe; Kaffi & Weizen sind unbedingt notwendig.

Weiter Richtung Ebingen, aber schon in Laufen wieder rauf nach Hossingen. Ganz schön steil hier, und den Rest erledigt die Hitze. Aber so hab ichs ja haben wollen, und jetzt wirds durchgezogen. Meßstetten, Heinstetten; der Heuberg is so weit; herrlich, dazu Sommer und Weizenfelder ohne Ende hier. Der Renner läuft wie ein Uhrwerk. Kaffi und Kuchen in Schwenningen, weiter über Irndorf, Knopfmacherfels, runter nach Fridingen. Der Mut auf zügige Abfahrten kommt langsam wieder, aber bremsen tu ich doch auch mal ganz gerne, wenns zu warm wird unter der Mütze.

Entlang der Donau ist jedesmal was Besonderes, allerdings heut halt ich mich nicht lange auf damit. In Mühlheim bieg ich ab ins Lippachtal hochwärts. Macht immer wieder Spaß, oben muß ich tatsächlich mal Pause einbauen und die Beine strecken. Schon ganz nett anstrengend heute. Find ich.

Der restliche Heimweg dauert noch ne gute Viertelstunde, Hausstrecke am Steinbruch runter, Dürbheim und dann noch bis vor die Garage. Das hat mir heut echt mal gereicht [113 km].

Herrlich, so ein Sommertag :-)

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