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andi's lustige abenteuer

Archiv: Oktober 2008

Kleine schnelle Abendrunde

Das Blaue Radl ist wieder unterwegs

Meine letzten paar Urlaubstage hätten eigentlich im Schwarzwald aufm Mountainbike stattfinden sollen. Blöderweise hats die ganze Nacht und den Vormittage gesudelt draussen, sodaß ich garnicht erst losgefahren bin; stattdessen ist erstmal Werkstatt angesagt.

Am späten Nachmittag isses endlich trocken genug, um noch schnell einen Leckerbissen aufm Rad mitzunehmen. Bei unsicherem Herbstwetter ist das kleine Blaue Rad genau richtig. Ab nach Talheim, Öfingen Immendingen und über Tuttlingen wieder heim. Gut daß ich nen Helm aufm Kopf hab; nach den zwei Wochen mit Gepäck auf dem trägen Tourer kommt mir diese Fuhre doch arg schnell und überaus agil vor, jedes Gefälle wird weggebremst und bei dem Rückenwind heute trau ich mich kaum die großen Gänge ordentlich auszufahren. Dabei fällt mir ein, daß ich das Teil seit meinem großen Crash garnicht mehr gefahren bin.

Feine Abendrunde, und trocken wieder zuhaus :-) [ 52 km]

Letzter Urlaubstag

Noch eine Herbstrunde mit dem Blauen Radl

Donnerstag, 02.10. Morgens um sieben ist blauester Himmel, um acht Regenbogen und um neun graues Sudelwetter. So lieb ich das. Erst viel versprechen und dann nix halten. Also nochmal in die Werkstatt heute. Das Blaue hat schon lang ein paar neue Schalthebel verdient, die es heut auch bekommt. Ich bekomm tatsächlich noch ein Paar Shimano Alivio 8-fach Schalthebel bei meinem Dealer. Reicht völlig aus, und funktioniert einwandfrei, Ergonomie ist auch perfekt zusammen mit den Bremshebeln. Klasse.

Mittags ist es dann trocken, kalt und windig, was heißt: sofort was Warmes anziehen und ab die Post. Erstmal bergauf gegen den Wind auf den Hegaublick, lecker Kaffi trinken. Kein Moppedfahrer weit und breit zu sehen, wo doch sonst hier der Bär los ist, und auch bei mäßigem Wetter immer paar Biker rumstehen. Weiter nach Geisingen, Öfingen, Immendingen [hier zischt es wieder mal so richtig mit Rückenwind], Tuttlingen und heimwärts. Herrlich. Das Blaue läuft wie ne Nähmaschine und dem wechselhaften Wetter wieder eine feine trockene Runde abgeluchst :-) [79 km]

Nachlese Bodensee – Königssee

Paar Gedanken – paar Fotos

– Kalt kalt kalt wars auf der Hinfahrt, hat jedoch nix wirklich Schlimms ausgmacht.
– Die Berge im Allgäu werden nur nach Bedarf aufgstellt und wieder abgebaut.
– Das Voralpenland besteht aus aneinandergereihten Kuhfladerln, von Lindau bis Berchtesgaden.
– Wenns dazu noch regnet, dann fahrst wia durch Hunderte von Misthaufa
– Anschließend schaugst aus wia durch d’Jauchegrubn zoga, unds Radl grad so.
– Am Sunntig obed in Piding im Wirtshaus, do hot d’Musi aufgspuit. Obandig schea :-)
– Der Königssee ist ein norwegischer Fjord, der sich verlaufn hat.
– Das wundervolle bayrische Dunkle Bier fehlt den Schwaben komplett.
– A hoaße Suppn beim koida Wetta bingt Di schnell wiada auf’d Fiaß.
– Den Beckstein aufn Wahlplakaten mit dr Polizei ko i nimmr anschaun.
– I könnt mi glei morga wieda aufs Radl hockn und nochamol losfahra.
– Und so hot des ganze ausgschaut …

Gemütlicher Sonntag …

… auf dem Blauen Radl

Sonntag morgen, super Wetter statt der angekündigten Sudelei, was will ich mehr?

Nix wie raus aus der Bude. Um zehn hol ich meinen Coach in Spaichingen ab, noch keine Ahnung wo wir hin wollen, nur hell muß es sein, und bisle Sonne wollen wir abkriegen bei den morgentlichen 2°C hier am Albrand.

Erstmal an der Donau aufwärts. In Geisingen gibts den ersten Kaffi, ich bekomm mein Hirn kaum aufgetaut. Nächstes Ziel: Waldcafe in Bad Dürrheim. Grad richtig für uns Rentner. Unterwegs jede Menge Fotopausen mit Gelegenheit zum Sonne tanken. Schon fast wie im Winter hier, jedes bisle Wärme wird mitgenommen. Dementsprechend langsam kommen wir im Waldcafe an, wo es endlich wieder Kaffi und Kirschtorte gibt ….

Wir suchen uns einen gemütlichen Weg abseits vom Traffic an Talheim vorbei, unter der A81 hindurch, teils durch den Wald, Richtung Seitingen, am Hohenkarpfen entlang, Hausen o.V. und runter nach Spaichingen. Richtig schöner Sonntag. Noch gemütlich ein Döner bei unserem Lieblingstürken, Feierabend. [103 km]

Hachje. So ein schöner Sonntag :-)

Und sogar paar Fotos sind online.

Feierabendrunde Nr. 43

Der Monsun hat begonnen

Heute will ich feierabends nach Bad Dürrheim, zum Media Markt, ( ich bin doch nicht blöd ), mitm Rad natürlich, is ja nicht weit. Die schwarzen Wolken blend ich aus, ich hab beschlossen, daß es heute trocken bleibt. Das Blaue Rad ist am Start, und zehn Minuten nach der Abfahrt ignoriert jemand meinen Beschluß und läßt es derbe regnen. Mein Dickschädel läßt sich indes heut nicht so schnell erweichen und nach einer Stunde bin ich tropfnass am Ziel. Schnell erledigen, wozu ich gekommen bin, denn die Dämmerung naht und ich hab noch kein Licht am Rad. Nach einer weiteren Stunde steh ich wieder vor der Garage, hat alles geklappt fast wie gewünscht mit Ausnahme des Wetters.

Fazit: Mission erfüllt, zwei Stunden spaßbefreites Vollgasfahren [58 km].

Positiv: Unterwegs verschwend ich keinen einzigen Gedanken mehr an meinen rechten Haxen, der ja nur mit vier Spax angeschraubt ist. Vor zwei Monaten hab ich von schnellen Feierabendrunden nur träumen können; vor vier Monaten dacht ich sowieso, die Welt ist untergegangen. Hachje, alles wieder fast im grünen Bereich :-)

Feierabendrunde Nr. 44

Herbstliche Rennradtour

Nach den Vollbad von gestern kann es heute nur besser werden, und sieh mal an: das tut es sogar!

Um kurz vor fünf checken das Rennrad und ich auf eine meiner Lieblingsrunden über den Heuberg ein. Wetter ist angenehm herbstlich, mit 15°C und etwas bewölkt ist fast schon Wohlfühlwetter heute. Wir fliegen über Böttingen runter nach Wehingen, das Bäratal entlang nach Fridingen und dann parallel zur Donau nach Mühlheim. Läuft ganz schön gut heute, obwohl ich mit mehr Muskelkater von der Vollgastour gestern gerechnet hab.

Noch Appetit auf bisle mehr, das Lippachtal bietet sich da ab Mühlheim an. Geht auch ganz gut da hoch, nur läßt um halb sieben das Tageslicht schon zu wünschen übrig um diese Jahreszeit. Schade schade, das wird noch viel schlimmer, ich genieß die letzten Feierabendrunden bei Licht und schönem Wetter. Der Rest von Mahlstetten bis vor die Garage ist schnell erledigt.

So, das war ne richtig feine und flinke Abendrunde heute :-) [67 km].

Feierabendrunde Nr. 45

Witthoh, Engen, Hegaublick

Die dunkle Hochbewölkung feierabends sieht garnicht gut aus, aber heut nehm ich trotzdem um fünf den Renner und fahr los, an der Donau lang, Möhringen, Hattingen, Witthoh. Umwege und Abkürzungen gibts ab hier jede Menge und ich grübel nach, wie ich es schaff, noch grad im Tageslicht heimzukommen.

Planung fertig, runter nach Biesendorf, im Eilzugtempo nach Engen, das Rennrad macht richtig gute Laune heute, und schön gemach wieder hoch zum Hegaublick. Die Bewölkung sieht eigenartig und bedrohlich aus. Von den Alpen keine Spur zu sehen, dort hängt so dicke Quellbewölkung rum, daß ich mir wünsche, jetzt da nicht aufm Berg beim Wandern zu sein …

Ab jetzt hab ich noch knapp eine Stunde zu fahren, solange is es ja auch noch hell. Vorbei an Mauenheim, Möhringen, an der Donau sind heute reichlich Jogger unterwegs, was isn da wieder los? Die letzten Kilometer laufen prima; heute abend war die Luft irgendwie besonders gut zum schnaufen oder wie soll ich das beschreiben?

Unterm Strich: Sehr angenehme und flinke Abendrunde aufm Rennrad :-) [66 km].

Feierabendrunde Nr. 46

Einmal Heuberg Normalweg bitte …

Freitag nachmittag, schönes Wetter, und rechtzeitig Feierabend, was will ich mehr heute?

Schnell den Renner ausm Stall geholt, und ab die Post. Wohin es geht, laß ich meist erst nach dem Aufsitzen das Radl selbst entscheiden. Diesmal dreht es wie von selbst nach Dürbheim, hoch nach Böttingen und aha, ich seh was kommt: die Heuberg Runde. Klasse. Zeit bis sieben Uhr, da sind kaum noch Varianten mit bisle extra Kilometern drin. Schnell noch mitnehmen was das knappe Tageslicht erlaubt.

Runter nach Wehingen, das schöne Bäratal entlangfliegen, Fridingen. Abendbeleuchtung vom Feinsten. In diesem Herbst ist der Wald sowieso bunt wie selten: von grün über gelb, rot nach braun. Heut mittag haben wir schon gerätselt, weshalb das diesmal so derbe und schöne Herbstfarben sind. Vielleicht, weil alles noch grün und im Saft stand, und weils dann plötzlich mitten im September so kalt war? Schockgefroren?

An der Donau entlang lande ich in Tuttlingen bei meinem Dealer, dem ich heute noch schnell eine Klingel für mein Bike abkaufe, damit hoff ich die ignoranten Fußgänger in den Griff zu bekommen … So und jetz schnell heimwärts, noch richtig hell heute, weil kaum noch Bewölkung zu sehen ist. Ein richtig schöner Abend …

Je, war das wieder mal eine herrliche Runde! :-) [65 km]

Die Aussichten fürs Wochenend …

Morgen und übermorgen …
fahr ich Mountainbike …
im Schwarzwald :-)

Gengenbach 11. und 12. Oktober 2008

Wieder mal Mountainbiken in der Ortenau

Freitag nachmittag schon losfahren? Ne, da is schönes Wetter, da dreh ich lieber ne Runde aufm Renner statt mitzustauen an irgendwelchen Baustellen unterwegs.

Aber am Samstag früh los. Ferien auf den Bauernhof, wie schon oft. Mein Mountainbike hab ich dabei, um neun bin ich vor Ort, Bike wird montiert, und diesmal: Final checks genauer als je zuvor. Von hier aus bin ich Anfang Mai direkt in die Ortho-Klinik durchgestartet. Soll mir heut nich passieren.

Für heut hab ich einen schönen Rundkurs ausgeguckt: Mooskopf, Brandeckturm, rüber zum Hohen Horn. Gehört zu meinen Lieblingsstrecken. Bis Gengenbach auf dem Kinzigdamm, dann langsam und stetig hochdrehen, vorbei am Naturfreundehaus Kornebene bis auf den Mooskopf, zum Lothardenkmal. Da muß ich fast jedesmal hin, unglaubliche Ruhe, keine Leut, Aussicht bis Panama.

Den Pionierweg runter, Weizenbier am Brandeck-Lindle, hoch zum Brandeckturm. Hach, läuft ja supi heute. Dann gibts einen schönen tricky Single-Trail aufs Hohe Horn, der fordert mich ganz. An den heiklen Stellen steig ich ab, meinem reparierten Haxen zuliebe … Runter durch Ohlsbach, Besuch bei Bekannten, und durch Gengenbach retour zu meiner temporären Heimat. Herrlich, so ein schöner Samstag [67 km].

Sonntag morgens nach dem üppigen Bauernfrühstück fährt mein Bike mich hoch auf den Brandenkopf. Pause, und weiter: Kreuzbergsattel, Löcherbergwasen, Pause mit lecker Gulaschsüpple :-) Danach weiter über den Ramsbacher Holzplatz nochmal zum Moosturm. So, die Runde wär vollendet. Heute lass ich mir Zeit, Kaffi & Schoggi an der Kornebene, dann runter sausen bremsen bis Gengenbach, aber meinen Favorit Singletrail nehm ich natürlich noch mit.

Dank der Touristenmassen in Gengenbach zisch ich gleich weiter, über Strohbach gibts noch einen schönen Umweg an der Guttahütte vorbei zu meinem Ferienhof. Freundlicher Empfang, nicht nur ich bin froh, unfallfrei wieder angekommen zu sein. Herrlicher Sonntag [73 km].

Das war wieder ein Mega Wochenende aufm Mountainbike. Und endlich die im Mai angefangene Tour nach über fünf Monaten efolgreich beendet, ohne Direktflug in die Klinik, Angstabbau beendet. Ehrlich, immer diese lästigen Unterbrechungen ;-)

Und hier hab ich paar Bilder von unterwegs!

Feierabendrunde Nr. 47

Donauversickerung

Kurz und knapp ist das bischen Tageslicht abends, um sieben isses Nacht :-(

Schnell einen Vorwand erfunden, weshalb ich grad heute abend noch eben mit dem Rad rausmuß: Einkaufen, is ja klar. Natürlich nicht im nächsten Kaff, sondern dazu kann ich ja nach Immendingen an dem Rest Donau, der noch da ist, entlangfahren. So, das wär erledigt. Was tun mit der übrigen Zeit?

Die Donauversickerung anschaun, da war ich schon ewig nicht mehr. Kurzer Singletrail mit viel Laub drauf und versteckten glitschigen Steinen drunter. Mehr als einmal steig ich ab und nehm das Blaue Rad am Lenker weil ich nicht in die Donau kippen will dem Rad unwohl werden könnte …

Völlig unspektakulär ist, was da vielangepriesen passiert. Die Donau, bis hier noch etwas muffiges abgestandenes Teichwasser, gluckert mittendrin ein wenig unter dem fauligen Laub, und hinterher ist einfach nix übrig von ihr. Ca. zwei km völlig trocken, bis kurz vor Möhringen das schon in Immendingen abgezwackte Wasser wieder hinzukommt. Die Maßnahme hat man erfunden, damit die Tuttlinger Gerbereibetriebe an den ca. 150 Tagen pro Jahr trockener Donau nicht völlig trocken liegen.

Und das hier sagt Wiki dazu.

Gemütliche Abendtour [41 km].
Schade daß man sich schon beeilen muß, um noch bisle Licht abzubekommen …

Feierabendrunde Nr. 48

Mountainbiken auf dem Zundelberg

Die Abende werden schon richtig kurz, nur hab ich noch absolut keine Lust, mich aufs Winterprogramm in der Fitnessbude umzustellen. Und da ich heute viel zu müd für stressigen Feierabendverkehr bin, nutz ich mal wieder die lokalen Resourcen.

Nur paar Minuten auf dem Mountainbike und schon bin ich im dichtesten Wald.
Heute hab ich irgendwie Flaute in den Beinen. Macht nix, ich komm ja zum Entspannen her und nehm jede Gelegenheit zu einer Fotopause wahr. Die Wege sind abschnittweise kaum zu sehen, Laub ohne Ende, ganz neues Fahrgefühl. Und die Laubraschelei unter den Rädern is mal ne komplett andere Geräuschkulisse.

Oben angekommen fahr ich neugierhalber einem kleinen Wanderschild nach und find doch glatt einen völlig neuen Single Trail! Wildschweinspuren überall, nur jetzt sollen die bitte bleiben wo sie sind, leg keinen Wert auf ne Begegnung. Hier oben ists unglaublich ruhig. Abends verirrt sich fast niemand hier hoch. Ich bau mir ein paar Umständlichkeiten in meine Runde ein, und zisch brems kurz vor der Dämmerung heimwärts.

Resumee: Richtig gemütlich heute :-) [25 km]

Und sieh mal an, da war noch Zeit für ein paar Fotos.

Feierabendrunde Nr. 49

Kleine Runde am Heuberg

Heut isses mal richtig frisch im Vergleich zu den letzten paar Tagen, und dazu noch trocken und richtig schöne Wolken schwirren da am Nachmittagshimmel rum, die schlappen 8°C sieht man dem Wetter kaum an. Feierabends zappel ich wegen des zunehmend abnehmenden Tageslichts nicht lange rum; um halb fünf den Renner geschnappt und mal sehen wo das Teil heute hinwill. Auf den Heuberg, das bergauf fahren macht warm, fein.

In Bubsheim will ich runter ins Bäratal, aber ein tatsächlich freundlicher Polizeibeamter schickt mich zurück, dort in der Abfahrt sei eine Mords Öllache aufer Straße. Do wellet Sie sicher et durefahre. Ne, auf keinen Fall, Danke für den Hinweis. Dann eben über Königsheim, Renquishausen nach Kolbingen. Die Kolbinger Steige runter nach Mühlheim ist mit der Abendbeleuchtung sicher das Sahnestückchen in dieser Tour.

Ab Mühlheim is ja alles ebene Strecke; in Tuttlingen ist wieder mal Katastophenzustand, was den Feierabendverkehr angeht, aber da hab ich ja nur wenig Aufenthalt. Noch paar km bis zur Garage und fertig die Angelegenheit für heute [52 km].

Das war wieder mal sowas von klasse heute :-) Hach.

Ortenau 18. und 19. Oktober 2008

Nochmal das freundliche Herbstwetter ausgenutzt

Samstag, 18.10.2008
Morgens in aller Frühe nach Gengenbach, wieder das Mountainbike ausfahren. Freu mich schon richtig. In Gengenbach herrscht allerdings wie üblich das völlige Samstagmorgen Chaos. Nix wie raus hier, erstmal durch die leuchtenden Weinberge von Ohlsbach aufs Hohe Horn. Die Aussicht hier oben macht richtig Spaß, das halbe Rheintal is noch nebelbedeckt. Den folgenden Singletrail zum Fritscheneck vergeig ich leider, heute morgen hab ich tatterige Knie und wenig Gefühl fürs Radl. Naja, lieber paarmal zuviel als einmal zuwenig absteigen und schieben. Hab ich im Mai gelernt. Nachm Päusle am Brandeck-Lindle drängt sich der Pionierweg bis zum Mooskopf auf. Von dort einen Trail nach Gengenbach runter, und gemütlich weiter durch Strohbach hinterm Rauhen Kasten zurück in meine befristete Heimat. Herrlicher Sonnentag aufm Rad mit reichlich Pausen [64 km].

Sonntag, 19.10.2008
Heut morgen isses richtig frisch aufm Rad, daher erstmal ordentlich bergauf fahren. Wie schon oft bin ich eineinhalb Sunden später über Entersbach und die Nillhöfe auf dem Brandenkopf, Kälte ist erstmal vergessen. Heut nehm ich mal wieder meine große Runde, aber komplett anders als vor einer Woche, nur die Knotenpunkte sind jedesmal dieselben. Klasse Gegend, immer wieder. Am Naturfreundehaus Kornebene hatte ich zwar Kaffetrinken im Sinn, aber das Sonntagnachmittagpublikum ist mir doch ne Spur zuviel. In aller Ruhe weiter übers Brandeck-Lindle, Reichenbach und durch Gengenbach an die Kinzig. Am Sportheim Schwaibach gibts diesmal meinen Abschieds-Kaffi mit einem sagenhaften Käsekuchen. So eine schöne Sonntagstour! [78 km]

Das war wieder ein herrliches Wochenende aufm Mountainbike :-) Zeitweise bisle zitterig aufm Rad, dann wieder mutig. Und ständig mißtrauisch, ob das Rad tut, was ich will. Ständig Reifen kontrollieren, keine ungebremsten Abfahrten. Naja, wird schon gut sein so.

Auch die heutige Heimfahrt im Auto bleibt mir noch sicher eine Weile im Gedächtnis. Nach all den selbstverantworteten unfallfreien Kilometern hab ich auch diesesmal wieder das übliche Sonntagsabend Kamikazefahren zwischen motorisierten zweiradfahrenden Organspendern und vierradfahrenden Lemmingen überlebt. Willkommen zurück im deutschen Alltag.

So und hier hab ich noch paar Fotos gemacht.

Feierabendrunde Nr. 50

Schnell und und hell auf den Heuberg

Je knapper die Zeit feierabends wird bis zum Dunkelwerden, desto mehr muß ich Gas geben, um noch bisle Frischluft mitzunehmen. Die Philosophie geht selten auf, weil meistens feierabends die Müdigkeit zuschlägt. Heute klappt das mal. Am Mittag hab ich noch geglaubt, nach dem schönen MTB Wochenende etwas müde Beine zu haben, allerdings soll morgen das Wetter schlecht sein. So verschieb ich eben die müden Beine auf morgen. Bei kühlem und schönem Wetter dreh ich um halb fünf den Renner auf den Heuberg hoch.

Da war ja noch ne Strecke offen von letzter Woche, die war wegen Öllache geschlossen. Heute nicht, und so geht es über Böttingen, Bubsheim nach Egesheim runter. Dort klink ich in meine Bäratalstrecke ein, es läuft wirklich ungewöhnlich gut, der Renner läuft wie ein Uhrwerk und es macht so richtig Laune, ihm dabei zu helfen. Deshalb gönn ich mir den Umweg über den Knopfmacherfelsen, da oben scheint nämlich noch die Sonne. Runter nach Fridingen und im Gegenlicht an der Donau entlang nach Tuttlingen, wo der abendliche Feierabendverkehr noch tobt. Ruckzuck weiter uber Wurmlingen heimwärts.

Schon um halb sieben wieder vor der Garage, so schnell war ich selten :-)
Fetzige Runde war das heute abend! [62 km]

Nachtrag: Mein heutiger Ohrwurm beim Radfahren ………….

Ma sott ma wieder …

Büro-Alltag:

Die Sonne zwängt sich mit ein paar Strahlen durch die fast verschlossenen Rollos.
Ich werd schon ganz kribbelig.

Kollege: Mann is des schee heit do dusse. Da sott ma Urlaub han. Da sott ma frei nemme und uffd Terasse hocke. Oder ma sott en Spaziergang mache.

Andi: Jaja is schon ok….

Halb vier. Nix wie raus, bei dem scheene Wedder.
Keine Ahnung wohin, aber irgendeine Tour zwischen Alb und Bodensee läßt sich sicher reißen heute.

Kollege: Was isch au des? Machschd en halbe Dag Gleitzeit???

Armes Deutschland. Arme Schwaben. Nix begriffen?

50 Feierabendrunden.

Nur 50 Feierabendrunden bis hier?

Plädoyer für eine bewußtere Nutzung der Zeit.

Nicht erst seit Anfang Januar dreh ich bei jedem Sonnen- und Dreckswetter meine Feierabendrunden aufm Fahrrad.

In diesen Jahr waren das also gesamt 297 Tage. Leider war ich in diesem Jahr ca. zwei Monate d.h. 60 Tage unfreiwillig offline. Damit bleiben noch 237 Tage. Diese enthalten noch ca 32 Wochenenden. damit sind 64 Tage weg. Übrig sind 171 Tage. Wenn ich noch meinen Urlaub mit 25 genommen Arbeitstagen wegnehm (die WE sind ja schon weg), hab ich 146 Tage übrig. Da hätte ich was draus machen können. Und was war?

Ob die Rechnung paar Tage hin oder her stimmt is völlig egal. Von ca. 150 Arbeitstagen hab ich nur 50 zum Radeln genutzt? Das tut weh. Herrje nochmal. Wobei ich doch von meiner Arbeitseinstellung ein Freizeitnehmer und kein Workoholic bin. Hats etwa dauernd geregnet und ich hatte keine Lust rauszufahren? Geschneit etwa? Krank gewesen? Oder noch viel schlimmer: auf Geschäftsreise? Oder Wichtiges zu erledigen gehabt? Was hab ich denn die ganze Zeit getrieben? War das alles?

Ich glaub, die wenigsten stellen sich solche Fragen. Ergebnis siehe vorheriger Artikel. Ich versuch, jeden Tag irgendwas mitzunehmen, was ich ein Ereignis nennen kann. Dann ist nicht jeder Tag wie der vorherige, wochenlang, monatelang, jahrelang. Ist garnicht einfach, wenn man einem Job nachgehen muß, um die Kohle fürs ÜberLeben zu verdienen. Da versuch ich den Unterschied reinzukriegen. Leben statt Überleben. Arbeiten um zu leben statt leben um zu arbeiten. Heute machen, was andere sich für morgen oder später vornehmen. Leicht gesagt, was …?

Carpe diem.

kurze nächte

abends ruckzuck eingeschlafen wie immer, noch eben freuen auf ne gut durchpennte nacht und weg. zwei oder drei oder vier uhr, auf die uhr schauen, is die nacht etwa schon rum, was is jetz wieder los? die nacht is noch lange nich rum, aber der schlaf. die müdigkeit is schwer und zäh und kämpft mit der nervösigen wachheit, die ich tagsüber nötiger hätte als jetzt, ich lieg mittendrin und seh die beiden gegeneinander ringen. vergebliche versuche, das heimkino im kopf abzuschalten, in dem reichlich filmausschnitte vorbeifliegen, die ich nich bestellt hab und in denen ich mich manchmal selber seh. was tun? keine chance zum jetzt wieder einschlafen, steh mal auf und guck ausm offenen fenster bis es zu kalt wird. die warterei auf die nötige bettschwere kann anstrengend sein. im kopf läuft der zähler bedrohlich rückwärts für die stunden und minuten die noch bleiben bis der wecker losgeht. diese rückwärts zählerei gibt mir meistens den rest. manchmal gewinnt die müdigkeit und mit bisle halblebigem rumdösen gelingt es, mir selbst etwas schlaf vorzutäuschen. und dann morgens um halb sechs, wenn wieder eine weitere runde in der täglichen tretmühle losgehen muß, kommt erst die rechnung für die nicht geschlafenen stunden, und ich merk mit schweren augendeckeln, das war wieder richtig teuer, die preise steigen ja überall. aber auch diese sauerei ist steigerungsfähig, machmal fang ich mir ein abo ein, dann geht das eine zwei oder vier wochen lang so. oder länger.

we are not amused.

Feierabendrunde Nr. 51

Letzte sonnige Abendrunde?

Diese Woche war so richtig anstrengend, und von Montag bis Freitag hab ich sicher jeden Tag eine Stunde mehr Müdigkeit vor mir hergeschoben. Trotzdem [oder vielleicht grad deshalb] will ich heut bei dem blaubehimmelten Märchenwetter unbedingt noch ne schnelle Runde hinkriegen. Dafür ist der Renner genau das richtige Werkzeug.

Das Unschöne dran ist, daß ich schon seit einiger Zeit feierabends gegen die Uhr fahren muß, zurzeit ist nämlich um halb sieben Zapfenstreich für OhneLichtFahrer wie mich. Na gut, ne kleine Helmlampe und son Rücklicht zum an den Rucksack klemmen hab ich schon dabei, nur ohne die geringste Lust, diese schon einzusetzen zu müssen.

Richtung Westen ist am wenigsten Wald, da isses also am hellsten. So fahr ich über Talheim, Öfingen Oberbaldingen nach Geisingen. Und weil ich heut unerwarteterweise richtig schnell bin, noch auf den Hegaublick. Kaffi gibts heut wegen der knappen Zeit keinen, hab eh schon den Bürotag mit reichlich davon hinter mir. Mauenheim, Möhringen fliegen in der Abendsonne vorbei. Noch schnell durch Möhringen und das Krähenbachtal mit reichlich kühler Schattenlage, dann vorbei am Konzenberg heimwärts.

Das war mal wieder so richtig klasse heut abend :-)
Und mir der gesammelten Müdigkeit im Gepäck bin ich heut abend auch richtig ausser Puste. [68 km].

Und nächste Woche? Du meine Güte, die stellen ja wieder die Uhr um. Vorbei die schönen Feierabendrunden, denen ich schon ne Weile im Voraus hinterhergetrauert hab. Schade, daß die Uhr in die falsche Richtung umgestellt wird. Dann is ja nachmittags schon nachts. Ich für meinen Teil wünsch mir im Winter zwei Stunden Sommerzeit …

Das Loslassen vom schönen Sommerwetter mit den langen Abenden und vom Herbst mit der goldenen Abendbeleuchtung is so lästig. Ist der Zustand mit kalten nassen dunklen nebligen Feierabenden erstmal da, wird frau auch damit fertig. Na klar doch.

Baar und Heubergtour am 25. und 26. Oktober 2008

Der schöne Herbst gibt nochmal Gas

Samstag, 25.10.2008

Morgens noch nass und etwas frisch, aber kaum kommt die Sonne über den Dreifaltigkeitsberg, wirds schon furchtbar warm ganz erträglich draußen. Nix wie raus, Radtour machen. Das Kleine Blaue ist am Start, weil es in allen Situationen, Straße oder Gelände, immer fahrbar ist.

Wir fahren erstmal nach Bad Dürrheim ins Waldcafe, lecker Kaffee schlürfen und Schwarzwälder Kirsch mampfen. Dann gehts irgendwo zwischen den Dörfern durch die Baar Richtung Pfohren, Neudingen nach Geisingen. Immer wieder gibts Gelegenheiten für Fotopausen, hachje, ist das schön heute. Verfahren tun wir uns selbstverständlich auch, dann wirds Radl eben getragen.

Weiter über Immendingen, Tuttlingen. Die Donau, vor ein paar Tagen noch trocken wie ein Handtuch, hat wieder Wasser. Ganz merkwürdig – plötzlich ist wieder reichlich drin, obwohl es nicht grad üppig geregnet hat. Zum Feierabend noch über Hausen o.V. nach Spaichingen, Döner futtern und gut ist für heute [85 km].

Sonntag, 26.10.2008

Dasselbe Schauspiel mit dem morgentlichen Nebel wie gestern zeigt sich heute, nur heut morgen isser etwas zäher. Scheint nur so, denn kaum losgefahren, ist schon ein paar Meter hinter Spaichingen blauester Himmel ist. Wir nehmen die Rentnerstrecke alte Bahnstrecke hoch nach Gosheim. Da ist es wirklich immer wieder wunderschön hochzufahren. Und ein super Einstieg in eine Heubergrunde. Wehingen, Egesheim. Unbeschreibliches Herbstwetter. Und hier, sieh an, Neuland für mich: die Waldstrecke nach Bubsheim hoch. Hinter der Hochebene bei Böttingen hoppeln die Räder das Schäfertal runter und in der Lippachmühle gibts Kaffee und Radler.

Ab jetzt wirds spaßig: der Wanderweg entlang des Lippachs ist sehr abwechslungsreich, stellenweise ist Absteigen und Tragen angesagt. Ein Riesenspaß find ich. Und jetzt? Wieder bergauf durch das völlig einsame Stettener Tal hoch zum Kraftstein bei Mahlstetten. Menno das ist so schön hier.

An hier wegen der fortgeschrittenen Uhrzeit Richtung Heimat. Vorbei an der Aggenhausener Kapelle zum Birental, das ist schön lang und am Ende steil und führt direkt zur Kneipe auf dem Dreifaltigkeitsberg. Wir genießen beim Feierabend-Radler die Alpensicht, die abendliche Beleuchtung sieht abenteuerlich aus. So, noch runterbremsen bis Spaichingen und fertig [67 km].

Menno. Das war ein herrliches Wochenende :-) Vielleicht das letzte seiner Art in diesem Jahr…

Bilder gibts hier!

Abendliche Leserunde

Aufm Fahrrad Buch lesen nebenher hab ich noch nie versucht.

Die Generation nach mir kann zwar fahrrad autofahrenderweise SMS lesen & schreiben, aber ich wär vermutlich nichmal imstande das Händi ausm Rucksack raus zu fummeln, ohne im nächsten Straßengraben zu landen.

Aus diesem Grund les ich nur abends, die paar Minuten zwischen Hinlegen und Einschlafen. Buch aufklappen, lesen, bis die Nase paarmal zwischen den Seiten verklemmt ist. Dann das wenige Restbewußtsein nutzen, um das Buch wegzulegen und …… Chhrrrr. Auf diese Weise komm ich mit der Konsumierung eines Buches ziemlich lange aus.

Momentan is wieder mal eins meiner Neo-Klassiker an der Reihe:

Jon Krakauer
In eisige Höhen
Das Drama am Mount Everest
.

Jon Krakauer beschreibt detailliert und eindrucksvoll seine eigenen Erlebnisse als Teilnehmer bei einer Besteigung des Mount Everest 1996, und wie durch die Kommerzialisierung des Höhenbergsteigens zahlungskräftige und bergunfähige Touristen mitsamt ihren Führern ums Leben kommen. Der Bericht ist nicht sensationslastig und bildzeitungsmäßig, sondern sehr persönlich und emotional geschrieben. Die Tatsachen kommen trotzdem sehr nüchtern rüber. Sehr lesenswert.

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