caramalz

andi's lustige abenteuer

Archiv: Dezember 2008

kälte

wieder mal isses kein problem mit den winterlichen temperaturen an die ich mich wie immer schnell gewoehnt hab. schlimmer ist die kaelte die sich nicht am thermometer ablesen laesst und die nicht in celsius angegeben wird. seit jahren nimmt die zu und ich hab keine ahnung wie weit die skala nach unten reicht. die ist da zu spueren wo handschuhe muetze und gluehwein nicht hinkommen. kein ende in sicht. im gegenteil.

WordPress 2.6.5

Herrje! Schon wieder son Update. Irgendwelche Security Löcher soll das nun wieder stopfen. Hab keine Ahnung, wie die Installation nach Anleitung funktioniert, hab ich noch nie gemacht. Installation „zu Fuß“ fand ich einfacher. Und vor allem: durchschaubarer. Welche Dateien da ausgetauscht werden gegen andere, und wo müssen noch eigene Anpassungen nachgebessert werden in irgendwelchen PHP Scrripten. Ergebnis: tut immer noch perfekt, dieses WordPress.

Kopfspülung

Kleine Ausfahrt mit dem kleinen blauen Radl.

Dem Trübsinn und dem Schädelweh entkommen heißt heute das Motto.

Der am Wochenende verregnete Schnee eignet sich nicht mehr so richtig zum Schi fahren, und radeln war ich auch schon lang nicht mehr. Keine Frage also, was heut dran ist. Das blaue Radl.

Weit fahren kommt nicht in Frage, ne anständige Kaffeepause ist dagegen obligatorisch. Waldcafe in Bad Dürrheim ist daher das Ziel meiner Wahl. Bei warmen 2° sind die Radwege sogar teilweise schneefrei. Die Mittagssonne sorgt sogar für ein gewisses Wohlbefinden und kann damit die Laune doch etwas aufpäppeln. Die Kondition läßt etwas zu wünschen übrig, fahren geht prima bis auf einige schneebedeckte Passagen, wo ich die Klickpedalen ausklinke und auch tatsächlich unfreiwillig absteig. Rad biegt rechts oder links ab, Fahrer will gradaus weiter. Klar daß das nicht klappen kann.

Dann erstmal gemütlich Kaffi schlürfen im Waldcafe. Den Rückweg will ich schneller erledigen und fahr nur Straße. Bis auf paar Fotopausen klappt das ja auch prima. Nur isses mir heute ungewohnt kalt. Unterwegs bei sowas Langweiligen wie Radfahren gibts immer viel Zeit zum Philosophieren.

Aufm Hinweg waren es ja immerhin 2°, jetzt retour sinds nur noch 1° also halb so warm. Meine Radklamotten sind aber nicht doppelt so dick geworden bei der halben Temperatur und so schlotter ich mir richtig einen ab. Warum muß auch diese blöde Temperatur auf die Hälfte sinken?

Es kann ja noch viel schlimmer kommen. Nur noch ein Grad weniger und die Temperatur ist garnicht mehr vorhanden. Wo bleibt die dann? Klima ist gut, Wetter ist prima aber keine Temperatur? Au weia. Es kommt wirklich noch schlimmer. Die Temperatur geht dann tatsächlich rückwärts. Es kann in der Tat kälter werden als gar keine Temperatur! Minus irgendwieviel Grad. Eine für mich deutlich fühlbare Schallmauer. Das ist dann aber nicht mehr abnehmende Wärme sondern zunehmende Kälte. Wie ist das möglich? Ungelöste Rätsel der Gegenwart. Werden wir je erfahren, wie das ausgeht? Vermutlich nicht. Und die Großen in der Politik machen sich angesichts solcher Ungereimtheiten der Natur tatsächlich Gedanken wo die Finanzkrise das Geld verschwinden läßt. Die ham vielleicht Sorgen!

Allein der Gedanke an diese Scheißkälte nicht mehr vorhandene Temperatur lässt mich unterwegs frieren. Bin wohl doch kein Wintertyp. Unterm Strich: Schöne Winterausfahrt mit viel Sonne und gefühltem Erkältungsanflug, was für mich doch ungewohnt ist [61 km].

Je, die Fotos hätt ich fast vergessen ;-)

Ülzöy Öllefül.

Lözüyä Öllebratz fäll Äxlybüß. Ützlebrätz lüßemöy Öktibuy!

Dieses nöie Plügin söll ängeblich diese döitschen Umständlichkeitslaute in Doppellaute ändörn.

Und es scheint zu klappen. Die Redaktion bedankt sich bei Michael Renzmann und Ilona!

Jetzt auch das noch.

Neben den dauerhaften Symptomen von Mutismus, erlernter Hilflosigkeit und Schizophrenie in Verbindung mit einer chronischen Sozialphobie trägt der Autor nun [schon wieder] eine Virusgrippe mit sich herum. Es ist wäre zum Haare ausraufen, aber auch das geht ja schon lang nicht mehr.

Wenigstens hatte mein Doc Erbarmen und mir einen gelben Schein ausgestellt.
Zeit zum Erholen. Dabei wollte ich mit Grippe frühestens im Februar anfangen.

Es kommt immer schlimmer …

… als frau denkt. Die denkt oft eigentlich überhaupt nichts.

Ich stell ja ungern meine eigene manchmal unschlagbare Blödheit zur Schau, aber sieh mal an, ich hab ja noch mehr gute Eigenschaften. Zum Beispiel Schizophrenie. Die kommt mir in solchen Fällen wie heute wie gerufen. Dann bin ichs nich immer selber gewesen.

Da stand nämlich neulich so ein Typ mit nem roten Auto am Waldrand und hat sich offensichtlich in der Nachmittagssonne gelangweilt oder irgendwas ausgeheckt und nebenbei Weihnachtsdekoration in seinem Auto aufgehängt. So einer is ja eh nich ganz sauber. Find ich.
Nebenbei hatter seine alten Wandergaloschen aufm Autodach zum Sonnen hingestellt [damit der Mief entweichen kann?]. Hab schon geahnt was dann passiert. Fährt der weg, und nach 200m fliegen die vergessenen Schuhe vom Dach in den Straßengraben. Der Trottel merkt aber auch garnix. Kommt er nach ner halben Stunde zurück und sucht den Straßenrand nach seinen verfaulten Wanderschlappen ab; diese hatte indes sicher schon die im sauberen Ländle patrouillierende Straßensauberkeitskolonne entfernt.
Do kennt jo jeder komme und sei aldes Zeig ablade, wisset se ….

Dieser Kerl ist aber auch wirklich zu blöd.

Naja. Weg waren die Dinger. Zwar schon lange alt genug gewesen für die Tonne, aber immer noch ans Herz oder sagen wir mal an die Füße gewachsen. Das Problem kenn ich selber zu gut.

Also dann mal mit nem dicken Hals .. echter Schadenfreude über soviel Blöd .. Vorfreude auf ein Paar neuer Gehhilfen durch den gemütlichen Tuttlinger Feierabendverkehr gewühlt, rein in den Sportladen, neue Leichtwanderschuhe ausgesucht. Herrlich. Leider hielt die Freude nur bis anner Kasse, der Geldbeutel räkelte sich nämlich gelangweilt zuhause im annern Rucksack. *Gnagnagna*

Also nochmal durchn Feierabendverkehr, Kohle holen, wieder durchn Feierabendverkehr. Und endlich: die neuen Schlappen sind ich meine eigenen. Schließlich kann ich den Winter nich völlig mit offenen Birkenstock überbrücken, und nächstes Barfußlaufen dauert noch mindestens fünf Monate.

Wer weiß was ich aus dieser Lektion lernen soll? Altes loslassen. Neues hat auch seinen Reiz und seine Vorteile. Vermutlich mehr als mir bewußt ist. In meinem verschmorten Hirn.

früh morgens

beim aufwachen

grad in dem moment wenn die dünne zudecke aus schlaf sich verflüchtigt und sich das wiederkehrende bewußtsein in den vordergrund schleicht. dann sind die augen noch zu aber im kopf fängt man schon an zu sehen. da tauchen dann plötzlich tatsachen von der kindheit bis gestern aus dem nebel auf, die in diesem moment noch völlig unverschleiert zu erkennen sind ohne das ganze verschönernde und ablenkende dressing aus gedanken, das sich tagsüber drüber ausbreitet oder das man sich selbst drumherum strickt wie zur entschuldigung wie das alles je hat passieren können. die tatsachen stehen herum wie schwarze gegenstände und blicken einen dunkel und kalt an. in diesen momenten offenbart sich wieder die ungeschminkte wahrheit, die tagsüber inmitten des verwirrenden gedankengewühls keine chance dazu hat. statt erholt aufzuwachen macht sich angst breit und es ist sowas wie eine kalte hand hinten am hals spürbar

dann ist das aufwachen schlimm

Schifoan Nr. 4

Besser gehts nicht.

Die ganze Woche hats hier geschneit, und jetz ham wir den Salat. Überall liegt das kalte weiße Zeug rum. In der Gegend, wo ich wohn, ist es Brauch, aus diesem Notstand eine Tugend zu machen. Da ich schon lang hier wohn, beherrsch ich das auch ganz gut.

Am Mittag mit dem flinken Corsa hoch an den Dürbheimer Steinbruch, Langlaufski im Gepäck. Dort ist die erste erreichbare Loipe, eine von vielen, alle landschaftlich absolut super. Perfekt gespurt, schöner fester Schnee, und bei minus ein Grad isses auch schön warm. Heute hab ich meine neuen Bretterln dabei. Das sind nur Schuppenski, das reicht mir gut, ich brauch keine Wachs-Ski, ich bin ja auch immerhin kein Fachmann, der das so richtig kann, sondern nur ein sportlicher Spazierenfahrer. Nur Skaten tät ich zu gerne noch lernen; momentan hab ich nur etwas Muffe, den erst frisch angewachsenen Haxen unterwegs wieder zu verlieren.

Ich gönn mir eine herrliche Runde vom Parkplatz weg im Uhrzeigersinn, wieder zurück und nochmal wieder hin. Auch im Wald wäre es perfekt zum Loipen, aber heute brauch ich das viele Licht und die freie Sicht auf der Hochebene um den Hirnbühl, um den Kopf freizubekommen und durchzuleuchten. Was dann auch trefflich gelingt. Nach reichlich einer Stunde ist die Sache erledigt, fertig für heute. Nach der grad überstandenen Grippe ist das reichlich genug.

So ein herrlicher Nachmittag :-) .

Die üblichen Schneebilder sehn ja alle gleich aus, aber ein paar konnt ich mir nicht verkneifen.
Heute sah das so und so und so aus dort oben.

Schifoan Nr. 5

Drei schnelle und einsame Runden auf den Langlaufski um den Hirnbuehl im teilweise dichten Schneetreiben vertreiben den Bodennebel wenigstens etwas aus dem Kopf und drehen den Gute-Laune Regler ein deutliches Stück in den grünen Bereich, während sich unten im Tal die Leut autoschlangenbildend in panischer Langsamkeit und schleichender Hektik durch den Feierabendverkehr in Richtung Weihnachtsrummeleinkauf bewegen.

WordPress 2.7

So eine Geburt aber auch.

In meinem Job ärger ich mich ja regelmäßig über den allgegenwärtigen Software Upgrade Aktionismus. Ständig neue Versionen, danach dauernd neue Maintenance-Releases, und sogar diese noch dauernd unterbrochen vom Maintenance-Packs. So schnell kann niemand installieren, wie neue Versionen rauskommen und natürlich die dazugehörige Flickschusterei in Form von Hotfixes und Patches hinterher hagelt. Gäbe es hier auch nur eine Spur von sowas wie Produkthaftung für diese Murkserei – die Großen im Softwarebereich wären allesamt pleite.

WordPress macht da leider auch keine Ausnahme. Dafür isses allerdings komplett umsonst, kann also niemand meckern. Die Version 2.7 begrüßte mich nach der Installation mit einem tollen weißen Bildschirm. Und dann? Wo anfangen mit der Fehlersuche? Erstmal garnicht, weil mir sowas auf die Nerven geht. Wenigstens war meine Mysql-Datenbank noch in Ordnung und so ließ sich das ganze Gedöns einfach auf 2.6.5 zurückschalten.

Das Thema war schon in mehreren Foren bekannt, Lösungen dazu auch. Eine Neuinstallation von 2.7 mit vorsichtigem Einbau der eigenen Anpassungen hat dann funktioniert. Na also, warum nicht gleich? Trotzdem: WordPress ist genial.

Und wie üblich: Danke in diese Richtung.

Schifoan Nr. 6

Schlechtwetterspaß

Die Schneeverhältnisse sind unverändert saugut hier. Zwar regnet es draußen schon am Morgen leicht bei Null Grad, aber der Heuberg liegt ja mal fast dreihundert Meter höher und dort oben krümelt das bisserl Regen schon längst als Schnee runter.

Keine Frage was heute ganz oben auf dem Programm steht: Schi fahren!

Mittlerweile hab ich mich in die völlig radfreie Saison eingefügt und mit den neuen Bretterln, die im Vergleich zu meinen alten Latten kaum Gewicht haben, macht die Sache so richtig Laune. Der Schnee is zwar etwas zu frisch in der Spur und rutscht nicht übermäßig gut, aber was solls? Die Landschaft drumherum und der Frischluftfaktor sind entscheidend.

Das Wetter gibt immer die Stimmung vor. Bei Sonnenschein und blauem Himmel isses ne komplett andere Situation als bei bedecktem Himmel oder Schneefall, oder bei sowas wie heute. Die Szenerie heute hätte jedem Gruselkrimi eine passende Kulisse abgeliefert.

Zur Abwechslung dreh ich nach der Hirnbühlrunde runter ins Birental, am Ende hoch ans Klippeneck, wo es sommers einen Segelflugplatz zu sehen gibt. Nicht so heute, im dichten Nebel war die Grenze zwischen oben und unten nicht mehr zu sehen. Ein Mordsgaudi. Die gleiche Strecke retour, weil auf direktem Weg zurück hätt ich wieder mal alles selber spuren dürfen.

Super Tour mit vergleichsweise wenig Aussicht ;-)

Schifoan Nr. 7

Dicke nasse Schneeflocken

Im Gegensatz zu gestern regnets ja heute deutlich mehr, was heißt oben aufm Heuberg schneits wahrscheinlich deutlich mehr als hier unten. Um vor dem nächsten Tauwetter noch was vom Schnee abzubekommen, laß ich mich mittags vom kleinen Corsa zur Böttinger Loipe hochbeamen.

Zum Einstieg erstmal wie gestern zum Klippeneck, wo sich heute tatsächlich der Flugplatz durch den Nebel erkennen läßt. Ich häng eine Runde dran und rutsch Richtung Gosheim weiter. Zurück gehts an Böttingen vorbei, und hier wirds ungemütlich, weil der Westwind mir die fetten Schneeflocken auf die Brille bläst. War die Sicht vorher schon nicht besonders, ist sie jetzt fast ganz weg und ich bin froh, nach der Hochebene dort oben den rettenden Wald zu erreichen.

Von dort aus isses nicht weit ins Birental und bei leichtem Schneefall schieb ich mich das Tal runterwärts. Die Schneemengen sind beachtlich, kein bischen Boden guckt raus, nur ist das Zeugs heute ziemlich nass und dementsprechend unrutschig. Der dicke Neuschnee in der Spur legt noch eins drauf und bremst zusätzlich. Aber so wollt ichs ja haben, sportlich und viel Sauerstoffdurchsatz. Beides ist heute drin, nur schnelles Fahren kann ich mir abschminken. Noch eine Steigung Richtung Parkplatz am Steinbruch, und das meiste ist erledigt.

Das hat wieder mal Spaß gemacht heute. Und weil die Runde schön lang und außerdem das Vorwärtskommen zäh war, bin ich auch mal richtig ausser Puste.

Rezept Nr. 4

Chilli-Bohnen

Morgen gibts Chilli con Carne, da freu ich mich jetz schon drauf, aber ohne den Magen drauf vorzubereiten geht das schonmal garnicht. Und da ich nach dem Besuch in der Fitness Bude heute was Deftiges vertragen kann, gibts heute Rote Bohnen mit Chilli. Schön scharf.

Eine große Zwiebel schälen und klein schneiden, in Olivenöl anbraten bis sie schön glasig ist. Drei bis vier Tomaten blanchieren, schälen oder gleich welche aus der Dose verwenden und zu den Zwiebeln tun, mit 1 EL Gemüsebrühe würzen. Eine Dose rote Kidney Bohnen gut abtropfen lassen und hinein damit zu den Tomaten. Reichlich Paprika hinzufügen, das fördert den Geschmack und die rote Farbe. Das Ganze mit gemahlenem Chillipulver vorsichtig(!) schärfen und langsam einköcheln. Ein Schuß Weißwein macht die Sache noch aromatischer.

So darf das vor sich hinköcheln, gelegentlich umrühren und die Tomaten zerkleinern, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Schön eintopfmäßig eben. Und gegen Schluß gibts einen nicht zu kleinen Schuß Sahne dazu. Das macht die Angelegenheit noch etwas sämiger und dickflüssiger. Und das Gefühl „Bohnen a la creme“ entsteht :-)

Das Ganze passt hervorragend in mein sonstiges Ernährungskonzept. Komplett vitaminfrei, dafür reich an Schokolade, Bier und Kaffee. Aber ich bin ja noch jung und arbeite dran.

Macht fünfzehn Euronen bitte.

Sehr geehrter Herr Cara Malz,

Ihnen wird vorgeworfen folgende Verkehrswidrigkeit begangen zu haben: am (Tattag) um (Tatzeit) in (Tatort) als Führer des PKW blabla mit dem Kennzeichen XY-123: Sie überschritten die zulässige Höchstgeschwindigkeit innerhalb geschlossener Ortschaften um 8 km/h. Zulässige Geschwindigkeit: 50 km/h. Festgestellte Geschwindigkeit (nach Toleranzabzug): 58 km/h. §3 Abs. 3, §49 StVO; §24 StVG; 11.3.1 BKat.

Die ham ja echt nen Vogel. Also mein Auto is ja nicht das Neueste und sicher nicht das Schnellste, aber sooo langsam bin ich sicher noch nie durch ne Ortschaft gebrettert geschlichen. Die müssen dringend ihre Meßgeräte eichen lassen. Dann hätten diese armen Wegelagerer jetzt sicher mehr Weihnachtsgeld als 15€ von mir. Is doch wahr.

Schnelle Runde auf dem blauen Rad

Es gefällt ja nicht jedem, daß der diesmal sogar richtig schöne Schnee schon wieder fast komplett weggeregnet ist; ich mach mir das allerdings heute mittag zunutze für eine langerwartete Ausfahrt.

Tuttlingen, donauaufwärts nach Geisingen, Baldingen, Tuningen. Den Umweg zum Waldcafe spar ich mir heute, hab genug vom Radeln in dem Matsch, der mich da erwarten würde. Seitingen, Wurmlingen und noch kurz bis heim. Fertig. So eine flotte Runde hab ich schon lang nicht mehr gefahren und bin auch so richtig geschafft.

Super Nachmittagsrunde :-) [68 km].

Es weihnachtet sehr.

Und überhaupt is mir heute nachmittag unterwegs jede Menge durch den Kopf gegangen. Warum denn dieser ganze Schnee schon wieder fast weg ist. Wegen diesem bösen Klimawandel natürlich. Und wer ist dafür verantwortlich? Diese Radfahrer zum Beispiel.

Während sich jeder Besitzer eines PKW heute, zwei Tage vor dem Beginn des heiligen Christfestes, damit beschäftigt, sein spritsparendes und ebenso emissionsarmes Fahrzeug in die momentan überall dahinschleichenden Fahrzeugkolonnen einzureihen und Energie zu sparen, um somit aktiv an der Abwendung des drohenden Untergang unseres Klimas beteiligt zu sein, bewegen sich diese Radfahrer fernab von jeglichem Trubel und – es ist kaum zu glauben- dampfen und schwitzen vor sich hin, die kecke Rotznase vorneweg. Kein Wunder also, daß sich die Atmosphäre aufheizt. Dazu noch die Sauerstoffmengen, die diese subversiven Elemente umsetzten. Die hinterherziehende CO2 Fahne ist schon fast strafbar.

Abgesehen von diesen unverantwortlichen Umweltverhalten entziehen sich diese Freizeitradler noch zusätzlich jeder sozialen und volkswirtschaftlichen Verantwortung. In jeder Stadt drängeln sich die Menschenmassen erst an Parkplätzen, dann in den Fußgängerzonen und anschließend an Supermarktkassen, um der kranken Wirtschaft auf die Füße zu helfen. Überall frierende und hungernde notleidende Menschen, die nicht müde werden, ihre letzte Habe und noch das halbierte Weihnachtsgeld an Tankstellen und in Media-Märkten wieder in den neuen Aufschwung zu investieren.

Ich bin gespannt, wie lange dieses egozentrische, umwelt- und gemeinschaftsschädigende Verhalten von den paar wenigen Freizeitsportlern noch geduldet wird.

Wintersonne auf dem blauen Rad

Beuron

Heute löst sich gegen Mittag der zähe Nebel auf und, kaum zu glauben, die Sonne kommt zum Vorschein. Nix wie raus also aufs Radl statt wie geplant den staubigen Keller zu entrümpeln.

Ich hab ja gestern gut auf die Tube gedrückt, sodaß ich hinterher richtig platt war, das soll mir jedoch heute nicht wieder passieren. Ich such mir also ne flache Strecke raus, Beuron ist mein Ziel. Nagut, ein Berg ist dazwischen. Den Radweg erklär ich heute schlammhalber für geschlossen. Tuttlingen, Nendingen, Fridingen fliegen vorbei. Die Donau ist schön voll und rollt gemütlich ich ihren Bett rum und versucht, in jeder Kurve nach außen abzuhauen. Dafür allerdings reicht der Wasserstand noch nicht. Überhaupt. So ein Fluß hats gut, kann sich den ganzen Tag im Bett rumwälzen. Aber tauschen möcht ich wohl doch nicht wirklich.

20081223_beuron_1.jpg In Fridingen flugs die Straße hoch zum Knopfmacherfelsen kurbeln, heute gibts mal keinen Kaffi für mich dort, weiter die Serpentinen runter. An der fotogensten Stelle muß ich doch kurz anhalten. Das Tal sieht immer wieder klasse aus. Atemberaubende Felsenkulisse und mittendrin das Kloster. Wie abgeschlossen die Welt da unten, Gondolin fällt mir ein dazu. Leider gibts nicht, wie in Gondolin, einen verborgenen Zugang, denn jeden Sonntag wälzen sich endlose Autoschlangen da hinunter, in den Naturpark Obere Donau. Eine Lachnummer.

20081223_beuron_2.jpg 20081223_beuron_3.jpg Unten in Beuron ist heute aber auch garnichts los, ich schau mir noch kurz das vor einigen Jahren kreierte Haus der Natur an, wo sie uns die neuesten Lügen über den derzeit praktizierten Naturschutz präsentieren, der in erster Linie darin besteht, die Kletterer aus dem Däle mit pseudowissenschaftlichen amtlichen Begründungen raus zu ekeln. Mit Erfolg. Nicht nur die jüngere Kletterergeneration läßt sich in die endlosen Verhandlungen und nutzlosen Scheindiskussionen hineinziehen, statt in der damit verschwendeten Zeit einfach klettern zu gehen. So kann man die Leut beschäftigen und von ihrem beabsichtigten Tun fernhalten. Nicht schlecht, die Methode.

Ich dreh um, um dieselbe Strecke retour zu fahren; weiter nach Hausen und über den Heuberg zurück erscheint mir doch zu mutig für die knappe Zeit. In Mühlheim schlürf ich einen Kaffee, schau mir den Einkaufstrubel und das Gezanke um die Parklücken an und futter nebenbei die schlechteste Nussecke, die ich je in den Mund bekommen hab. Danach wirds schon fast kalt, schnell die letzten Kilometer über Tuttlingen heimwärts.

So eine schöne Ausfahrt wieder [67 km]. Einfach klasse :-)

Rezept Nr. 5

Was mir am PC nebenher so alles einfällt, ne wirklich. Beim Essen les ich ja fast immer Kochbücher, ohne jemals eines der Rezepte in die Tat umgesetzt zu haben. Die sind mir fast alle zu fleischlastig. Ich bin kein Vegetarier, aber von Grund auf ein faules Subjekt. Daher fällts mir im Traum nicht ein, tagsüber an irgendeiner Fleischtheke anzustehen, um abends endlich so ein geschmortes und geschmacksfreies Etwas hinunterschlingen zu dürfen. Fleisch hat nämlich nur den Geschmack. den man ihm dranwürzt. Sonst schmeckts nach garnichts. Schon bemerkt?

Noch mehr? Auf dem Weg zur Arbeit geh ich jeden Morgen an ner Metzgerei vorbei. Montags um sechs Uhr in der Früh stehen dort kleine Wagen rum, und die rosafarbenen Insassen, darauf wartend, daß sie an der Reihe sind, schaun mich durch die Bretter merkwürdig fragend und unangenehm an. Ich weich dem Blick aus. Komisches Gefühl im Bauch. Die haben Menschenaugen, und sind im Übrigen garnicht so saudumm, wie ihre Besitzer von ihnen glauben. Die wissen genau. wo es jetzt hingeht. Kann man in den Augen ablesen. In dem Moment hab ich keinen Appetit mehr auf Schnitzel oder was auch immer da hinter der Metzgertheke rumliegt.

Sorry, das gehörte wohl nicht zum Rezept, aber …. war mir wichtig.

Rote Kidney’s mit Thunfisch

Ca. vier EL Olivenöl, etwas Essig, einen reichlichen TL Gemüsebrühe verrühren. Einen EL Senf, etwas gemahlenen Paprika und einen TL gemahlenen Koriander dazu. Ein Schuß Wein kann die Sache geschmacklich deutlich nach vorn bewegen, muß jede(r) selbst entscheiden. Eine Zwiebel feinschneiden, rein damit. Eine Dose rote Kidney Bohnen gut abtropfen lassen. Dasselbe mit einer Dose Thunfisch. Beide Inhalte in die Soße hinein, gut umwenden, wenn möglich etwas ziehen lassen. Fertig damit.

[Na, Chris, is das ernährungsphysiologisch akzeptabel?]

Morgens um halb sechs

Heute am Heiligen Abend, in aller Frühe um sechs, machen sich tatsächlich schon die ersten wackeren Schwaben Bürger bereit Zum letzten Gefecht vor dem Fest der Liebe. Viel Zeit bleibt nicht mehr, denn der Handelshof macht nämlich um sieben auf, und die Parkplätze sind rar.

Schnell noch eine Gans zwei Gänse, schön fett [aus Polen, die sind billiger], und für übermorgen noch zwölf Schnitzel, wir sind mit dem Besuch von Onkel Richard zwar nur vier Personen, aber man weiß ja nie, und übermorgen ist auch noch ein Tag. Und herrje, Nachtisch hätten wir fast vergessen. Mist, das Mövenpick mit Heidelbeer hat ausgerechnet der Nachbar im Einkaufswagen, fünf Pakete, so eine Unverschämtheit, soviel zu nehmen, andere wollen schließlich auch noch was! Ham wir was vergessen? Am Zweiten sind wir ja bei Tante Elfriede eingeladen, aber abends? Falls Besuch kommt, schnell noch zwei vier Flaschen Kirschwasser, und was ist das, da hat sich einer vorgedrängelt! Frechheit, stell Dich gfälligst hinte an, wie sich des gehört! Jo mei, het des Leit heit! Kennet dia et amme andre Dag zom ikaufe fahre? Kreuzsapperment! Der dohane, mit dem volle Wage, des isch grad der Seckl, der ihs het welle de Parkplatz klaue! Dem han i aber ebbs verzellet! Do kennt ja jeder …..

Gottseidank, am Samstag, überübermorgen, dann kann man ja endlich wieder zum Einkaufen fahren, is ja schließlich Wochenende, und ma sott ja ebbs habe für am Sunntig uff de Disch.

Also zumindest ich hab Weihnachten als Kind anders kennengelernt als es heutzutage zelebriert wird. Danke an meine Eltern. Daß sie mir sowas wie da oben erspart haben. Vielleicht bin ich aus dem Grund heute Totalverweigerer geworden.

Liebe Grüße ins Bloggerland
wünscht
Cara Malz

Weihnachtstour 2008

Hegaublick

Fast die ganze Nacht hat so ein blöder scharfer Ostwind am Fenster rumgeklappert, hab kaum ein Auge zum Schlafen zugekriegt. Das Gute am Schlechten: bei Ostwind ist hier meist schönes Wetter! Das trifft auch heute zu.

Ich nutz den blauesten Himmel zu einer flinken Weihnachtsfahrt mit den blauen Rad. Die Strassen sind sowieso alle schneefrei. Einzig der minus 2°C kalte scharfe Ostwind ist etwas hinderlich, aber der läßt sich möglicherweise strategisch günstig einsetzen für den Rückweg. Bei der Kälte ist das unbedingt notwendig, sich solche Überlegungen zu machen, denn verschwitzt und schon etwas müde den Windkanal -lies: die Täler hier- gegen die Richtung zu durchfahren, ist nicht lustig.

So fahr ich durchs Krähenbachtal, Möhringen, an der Donau aufwärts bis kurz vor Geisingen und dort hoch zum Hegaublick. Schöne Aussicht, allerdings die Alpen verstecken sich doch etwas im Dunst. Die Kneipe am Hegaublick ist ja ein weit bekannter Motorrad Treffpunkt. Heute schlürft sogar ein Harleyfahrer seinen Cowboy Kaffee für harte Männer hier oben, hätt ich nicht erwartet.

Ich hab nix anderes zu tun, als schnell Richtung Heimat zu kurbeln, kurz paar Fotopausen, in denen ich mir dir Finger anfriere, keine Lust auf Kaffeetrinken unterwegs heute. Da von Hegaublick fast alles bergab geht, isses auch richtig saukalt aufm Rad. Wollt ich ja so haben. Und den Ostwind kann ich tatsächlich wie geplant zum Surfen für die letzten Kilometer nutzen.

Schöne Tour, und gut, daß ich nicht wie üblich die Handschuh vergessen hatte [60 km].

Ich glaub immer mehr, daß ich nicht irgendwo hinfahre, sondern ständig auf der Flucht bin. Total bescheuert.

NextGEN Gallery

Mein neues Plugin für dies Blog hier heißt NextGEN Gallery und begeistert mich komplett. So ein nettes Spielzeug aber auch. Fotos in den Beitrag reinbasteln is ne feine Sache, oder auch ganze Fotogalerie damit aufbauen is sogar für mich nachvollziehbar und umsetzbar mit dem üblichen Nachhilfeunterricht bei Ilona ….

Das gibts alles völlig für lau dank dem Fleiß von Alex Rabe.

Frostige Heubergrunde

Heute morgen hab ich beschlossen, den Tag nicht schon wieder in dieser dreckigen Kälte aufm Rad zu verbringen und ich brauch tatsächlich bis mittags um eins, um diese absurde Idee von nem gemütlichen Samstag in der warmen Stube über Bord zu werfen.

20081227_Fridingen-1.jpg Dann wirds aber schon höchste Zeit, denn ab halb fünf wirds ja wieder dunkel hier. Um zwei gehts los, wie im Winter üblich ist das blaue Radl am Start. Leider ist heute kein Klimawandel und daher ist es heute nur halb so warm [oder doppelt so kalt] wie gestern. Bei minus 4° lass ich mich über Tuttlingen, Nendingen nach Fridingen fahren. Dort entschließ ich mich schnell für eine Heuberg Variante.

Auf den Straßen is nicht viel los, so fahr ich über Bäratal nach Egesheim und von hier hoch nach Bubsheim. Geht ganz gut, der kalte Nordostwind traut sich nicht in die engen Täler und so komm ich sogar einigermaßen warm hoch. Dafür ist der Rückweg über Böttingen umso kälter, und die Dürbheimer Steige runterzischen macht heute schon gar keinen Spaß mehr, aber paar Minuten später bin ich in der heißen Dusche.

Wieder mal ne herrliche Samstagstour erledigt [60 km] :-)

Und nochwas, Jogger waren da unterwegs! Was denen so einfällt, bei der Kälte joggen. Tz.

Kunst auf dem Heuberg

20081227_Tomate.jpg Inmitten der winterlichen Kälte, auf grauem Asphalt, zwischen Straßensalz von heute früh, schwarzen schmutzigen Schneeresten von letzter Woche und braunen Blätterresten vom vergangenen Herbst, lag Sie, unübersehbar, unerwarteter als ein Strahl warmer Sonne in einem nächtlichen Gewitter, einsamer als der erste Astronaut auf dem Mond, nicht mehr ganz so attraktiv wie ihre jüngeren Schwestern im Aldi-Regal, dafür aber in dieser Umgebung wie die Verkörperung eines ganzen Sommers.

Frostige Hegaurunde

Aachquelle

Der Tag fängt heute schon irgendwie schlecht an; das Gute daran ist, ich hab alle Möglichkeiten offen, was Besseres draus zu machen. Daher beschließ ich, heute mal ne Radtour zu machen. Hat fast immer geholfen.

Draußen ist es trocken, Nordostwind, Himmel wolkenbedeckt, Straßen salzbedeckt, minus 4°C wie gestern. Ideale Bedingungen also, könnte ja alles viel schlimmer sein.

20081228_Engen.jpg Mit dem blauen Radl erstmal über Tuttlingen hoch nach Liptingen, Glashütte, runter nach Eigeltingen. Unterwegs is es nicht nur subjektiv richtig frisch, der Wind hilft dabei, kein richtiges Wohlfühl Gefühl aufkommen zu lassen. Weiter nach Aach. Hier gibts den Aachtopf zu besichtigen. Das ist eine Quelle, die aus dem karstigen schwäbischen Kalkboden rauskommt, und das Kuriose dran ist, das ist dasselbe Wasser, was 15 km weiter weg in der Donauversickerung verschwindet. Das Ganze ist so unspektakulär, daß sich nicht mal ein Foto mit den auf dem Quellteich sich zankenden Enten lohnt.

20081228_Hegaublick.jpg Ich fahr hoch nach Engen, und von dort, noch lange keine Lust auf Feierabend, weiter hoch zum Hegaublick. Schon wieder, jaja. Aber heute gibts da mal richtig lecker Kaffi und Kuchen. Herrje, die ham aber auch leckere Sachen in der Kuchentheke rumstehen, da kann ich nicht widerstehen, und ich glaube, das backen die alles selber.

Für den weiten und schnellen Runterweg vom Hegaublick is ja klar, daß ich mir so richtig die Backen abfrier, macht nix, sind nur noch 25 km bis zur heißen Dusche, ohne Fotopausen. In Möhringen is irgendeine Veranstaltung, wo sich Autofahrer um die Parkplätze zanken, ich amüsier mich wieder mal köstlich. Der restliche Heimweg ist ebene Strecke und nach ner halben Stunde hab ich meinen Radsonntag erledigt [76 km].

Bewertung: Schöne Sonntagsrunde, erst bedeckt, dann sonnig, viel zu kalt, und mal ganz ehrlich: das war echt wieder so ein neurotisches Kilometer Abspulen. Aber genauso ehrlich: wieder einen Riesenspaß gehabt dabei :-)

Frostige Baar-Runde

Fürstenberg

Die früh morgens vorhandenen [oder besser: nicht vorhandenen] minus 8°C lassen keinen Gedanken aufkommen, draußen was zu unternehmen. Schade, Wetter is doch zu schön.

Mittags ist es viermal so warm, also nur minus 2°C und los gehts mit dem Blauen Rad. Daß ich heute zum Fürstenberg fahr, weiß ich jetzt noch nicht. Ist meistens so, daß unterwegs entschieden wird, wo es lang geht. Erstmal Richtung Bad Dürrheim, Waldcafe wär ne gute Idee, die ich unterwegs über Bord kippe, denn der Biergarten draußen is sicher geschlossen, und reinsitzen ist mir zu gemütlich.

So zisch ich weiter bei blauestem Himmel und Sonnenschein über Sunthausen, Pfohren, Sumpfohren hoch zum Fürstenberg. Dort hoch ist heute auch fast die einzige Steigung, ansonsten fast alles, hmm, ich nenns mal Flachland. Dort oben sind, kaum zu glauben, Gleitschirmflieger unterwegs. Also an irgendeine Thermik glaub ich nicht, höchstens daran, daß die sich in den drei Minuten Bergabflug die Finger anfrieren.

Die Windrichtung läßt sich irgendwie schlecht orten heute, irgendwie Südosten, das mach ich mit natürlich für den Rückweg ab Blumberg zunutze. Von dort aus fliegen die Kilometer nur so unter den Rädern weg, Sonne im Rücken, aber warm, naja, isses doch nich so richtig.

An der Donauversickerung verschwindet die Sonne hinterm Berg, schnell noch Abendfoto machen, und ich wundere mich beim Rumgucken, wie es die Maulwürfe schaffen, ihre Hügel aus dem gefrorenen Boden rauszudrücken. Aber Maulwürfe sind ja eh vom andern Stern, diese eigentümlichen Viecher.

Noch eine halbe Stunde bis zur heißen Dusche, heute dringend notwendig. Da fällt mir auf: weder Kaffee- noch Kuchenpause gemacht heute; konnte nicht loslassen von dem herrlichen Winterwetter. Nee, wirklich, gemütlich is auch bei mir was anderes, aber das alles hier ist zehnmal schöner als bei plus 5°C im Regen rumgurken [90 km].

Und so :-) sah das unterwegs aus heute:

Silvestertour 2008

Ende gut, alles gut?

Heute mittag am 31.12.2008 übersteigt mein Frischluftbedarf deutlich die Abneigung gegen die Kälte, und um eins dreh ich mit dem Blauen Radl los, donauaufwärts. Salz-Sauerei auf den Straßen, Radwege sind ok, ich schaffs bis kurz hinter Geisingen und dort, ich trau meinen Augen kaum: Fängts an zu regnen.

Das kann ja lustig werden, aber wie lustig, lern ich erst auf den kommenden 30km heimwärts kennen. Erst friert der Regen, der sich nicht scheut, immer stärker zu werden, auf der Straße an, danach auf der Brille und in den Klamotten, die ruckzuck durchweicht sind, und anschließend friert der hinzukommende Schneematsch die Schaltung vom Radl auf nur einen fahrbaren Gang fest. Großartig.

Und jetzt? Erstmal die Klickies ausklinken, ich hab begründete Muffe vorm Hinfliegen mitm Rad, und dann mal loskurbeln, immer schön auf Drehzahl bleiben sonst wirds kalt. Oben auf den Strassen fährt ein Tatütata Auto nach dem anderen mit Blaulicht raus. Hat wohl kein Autofahrer begriffen daß da Eisregen unterwegs ist. Nach ner reichlichen Stunde mit viel Rumgeschlidder, aber ohne viel zu sehen, mit oder ohne Brille, ist auch dieser Spaß vorbei und ich rette mich in die heiße Dusche [59 km].

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