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andi's lustige abenteuer

Archiv: September 2010

Petersfelsen

Wandernachmittag  in Beuron

Heute nachmittag ist mal wieder Wandern an der Reihe. Eine Tour um Beuron herum mit paar Schmankerln drin soll es werden.

Erstmal auf den Petersfelsen, der Hausberg oberhalb Beurons, mit einem imposanten grossen Gipfelkreuz obendrauf. Den Weg hab ich vergessen, aber nach einer knappen Stunde im Wald mit ein paar Klettereinlagen bin ich am Gipfel. Nette Aussicht, die ich schon lange nicht mehr hatte von hier. Der Rückweg in den Wald ist auch nicht zu verachten, steil und etwas rutschig.

Weiter zur Burg Wildenstein, da ist eine Jugendherberge drin und heute schon einiges los dort. Tolles Burg Ambiente mit viel Aussicht. Der Wanderweg runter zur Donau durch ein enges Tobeltal ist klein, fein, steil und macht viel Spaß, Felsen wo man hinsieht. Vor allem der mächtige Bandstein gegenüber ist beeindruckend. Auf der anderen Donauseite gehts hoch auf den Rauhen Stein und, oh Wunder, das Wanderheim bei Irndorf ist geöffnet und hat sogar mein Lieblingsbier parat!

Der Rückweg nach Beuron dauert noch eine gemütliche Stunde, zunächst durch Hirschtal runter und dann auf einem schönen einspurigen Wegerl an der Placibus Kapelle vorbei bis an die Donau.

Das hat sich mal wieder richtig gelohnt heute, so eine schöne Tour!

Im Donautal

Die König Ludwig Dunkel Tour

Am Samstag um zehn Uhr steh ich in meinen Wanderschuhen am Minigolf in Hausen im Donautal. Das Ziel ist Neumühle, ein paar Kilometer donauabwärts gibts nämlich das Bayrische Urbier, mitten im Schwabenland!  Das Dunkle will aber erstmal verdient sein.

Mein Weg führt heute direkt unter den Hausener Zinnen entlang, mit kurzem Ausflug auf die Wagenburg und wieder runter unter dem Adlerfelsen vorbei. Da gibt es zwar den Jägerpfad, aber um den Felsen näher zu kommen, muß man einige steile Ausflüge in Kauf nehmen. Oben auf den zwischengelagerten Felsbändern ist es dafür abenteuerlich und einsam. Weiter über die Lenzenfelsen und runter nach Neumühle, endlich das König Ludwig Dunkel auf dem Tisch, nicht zu glauben, wieviel Glück kann man haben?

Weiter gehts hoch zu den Falkenwänden, wo ich sogar bekannte Kletterer treffe. Mein Ziel auf den Vorbau der Ruine Falkenstein zu klettern lass ich fallen weils mir auf den letzten paar Metern zu heikel wird, sandig und bröseliger Fels, nee Danke. Dafür gönn ich mir den Weg auf den Schaufelsen mit viel Aussicht, und noch ein Besuch am Traumfelsen ist drin heute. Unten in Neidingen nehm ich den Umweg hochwärts durch ein enges Tal und oben im Wald gibts Gemsen zu sehen, heute ist aber auch alles dabei. Noch ein Besuch auf dem Stuhlfelsen, danach runter nach Hausen und das reicht auch für heute. Gehzeit acht Stunden.

Bewertung: lange und interessante Tour mit teils neuen Wegen, steilen Einlagen und ganz nettem Abenteuerfaktor!

Gutenstein

Donautal – die Fortsetzung

Um zehn Uhr Sonntag morgens steh ich wieder mal unter dem Schaufelsen im Donautal; nach Gutenstein soll es gehen heute und zurück über paar neue Wege die ich noch nicht kenne. Durch die vielen Jahre mit der Kletterbrille im Gesicht sind die vielen kleinen Wanderwege etwas zu kurz gekommen.

Nach einer halben Stunde ist die Ruine Falkenstein erreicht, klasse. Durch den Steinbruch in Thiergarten weiter, auf den Bröllerfelsen hoch und dann Aussicht geniessen auf der Rabenwand, das ist der Renommierfels für die Elite hier, glatt, senkrecht, scheinbar grifflos. In Gutenstein angekommen ist Mittag, Zeit für eine Bierpause und reichlich Gelegenheit, die Freizeitindustrie im Däle in Form von aggressiver Bootsverleiherei an voluminöse Freizeitkapitäne zu bewundern. Die kommen mit großen Autos hergefahren und machen wenigstens Umsatz hier, an den paar mageren Kletterern ist nix verdient.

Hinter Gutenstein irgendwo im Wald gelingt es mir tatsächlich den oberen Eingang vom Raintal zu finden, es geht lange, einsam und zuletzt abenteuerlich zwischen Felsen hindurch runterwärts bis wenige Meter vor Neumühle, wo es trotz gefühlter Hunderttausend Motorrad- und Radfahrer klappt, der Bedienung ein König Ludwig Dunkel abzukaufen.

Weiter hoch an die Falkenwände, ich bekomme eine freundliche Einladung zum klettern und darf tatsächlich einen meiner Liebingsrisse toprope klettern, schwitzend und barfuß mit viel Prickeln in den Füßen eine feine Sache, klar doch! Dann, weils noch früh am Nachmittag ist, weiter zum Schaufelsen und mit schwäbischer Unterhaltung nach Neidingen runter.

Herrlicher Tag mit sieben Stunden Gehzeit. Damit war das Wochenende, diesmal komplett im Donautal, wieder ein Volltreffer!

Neidingen

Wieder im Donautal, 10.09.2010

Freitagnachmittagswanderung von Hausen im Tal, hoch an die Alte Hausner Wand, danach bisle an den Felswänden entlang bis auf die Wagenburg. Wieder runter, dem Jägerpfad folgend und dann ein kleines Seitental runter über die Donau nach Neidingen. Drüben wieder hoch und retour bis auf den Stuhlfelsen, wo ein paar Kletterer grad ankommen. Schöne Runde, so eben mal am Freitag!

Allgäu September 2010

Ein richtig toller Wanderurlaub im Allgäu wars diesmal, das Regenzeugs hat man ja hier immer im Rucksack dabei, aber wirklich kaum zu glauben, wir ham das nicht einmal gebraucht. Dann mal los, kurzer tabellarischer Abriss.

Samstag, 11.09.2010 – Söllereck
Die hierzulande übliche derzeitige Viehscheid nervt, überall Strassen gesperrt. Wir laufen von Oberstdorf zum Freibergsee, hoch an die Söllereck Bergstation ins Schönblick und wieder runter. Im Cafe Waldruh gibts den langersehnten Kaffee inclusive Torte nach Art des Hauses. Feine Eingehtour, 7 Std.

Sonntag, 12.09.2010 – Rauhhorn
Am Rauhhorn Das Rauhhorn ist an der Reihe. Aufstieg von Hinterstein über die Willersalpe bis auf den Sattel, kleine Klettereinlage an Drahtseilen gesichert zum Gipfel. Weiter dann vorbei am Kugelhorn zum Schrecksee, wie im Bilderbuch, so grün. Langer Abstieg und Pause im Konstanzer Haus. Super Wetter, super Tour, Gehzeit 7 Std.

Montag, 13.09.2010 – Regentag
Ok, doch ein Regentag. Spazierengehen und Einkaufen in Oberstdorf.

Dienstag, 14.09.2010 – Schattenberg
Über den Wallraffweg nach Oberstdorf und hinter den großen Rutschbahnen auf einem kleinen und feinen Steiglein zuletzt steil durch Schrofen und Föhren bis auf den Schattenberg. Ein Weiterweg bis zum Seeköpfle müsste doch möglich sein, fragen wir uns? Rückweg über den Jägersberg und Fischen. Gehzeit ca 9 Std.

Mittwoch, 15.09.2010 – Aggenstein
Nach dem Aggenstein Start in Pfronten Weißbach, in Zickzack unter der Schwebebahn hindurch, wo uns aus den Kabinen die Touristen traurig und neidisch beäugeln, wir sind schließlich im Freien und zu Fuß unterwegs! Oben an der Bergstation bläst ein Sturm, daß wir fast die Wanderstöcke verlieren, aber im steilen Zickzackweg an der Aggensteinflanke ist das nicht mehr der Fall und wir kommen im schönsten Wetter am Gipfel an. Auf dem Runterweg gibts ein Bier in der Kissinger Hütte (Pfrontner Haus) und dann gibts den herrlichen und steilen Abstieg durch die Reichenbachklamm. Danach noch lecker Kaffee u Kuchen in Pfronten, russische Bedienung (Svetlana Petrowskaja?) Gehzeit ca. 6 Std.

Donnerstag, 16.09.2010 – Wannenkopf
Auf dem Wannenkopf In Obermaiselstein laufen wir auf den Wannenkopf, trübes Wetter, aber trocken. Ganz eigenartiger Berg, oben siehts aus wie in Schweden, mit Moor und Nebel. Der Runterweg auf den Asphaltstrecken nervt und geht in die Kniee. Gehzeit 4 Std.

Freitag, 17.09.2010 – Pause.
Nordic Walken an der Iller bis ins Mc Cafe und zurück über den Wallraffweg. 3 1/2 Stunden frische Luft, na prima.

Samstag, 18.09.2010 – Großer Daumen
Am Grossen Daumen Start in Hinterstein, schon wieder Viehscheid. Wir laufen Richtung Engeratsgunder See bis zum Türle, Sicht hier oben 50m. Weiter erst auf grasigem Rücken, später Kletterei steil durch irgendwelche Felsen, bis ein Gipfelkreuz sagt: Hier ist der Große Daumen, zweitausendzweihundertnochwas Meter, Sichtweite 50 Meter, fast schade. Auf dem Runterweg freuen wir uns über die vielen Wegmarkierungen; hier im Koblat könnte man sich endlos verlaufen. Noch zwei Stunden bis an Giebelhaus, von dort nehmen wir den Bus bis Hinterstein. 8 Stunden, abenteuerlich.

Sonntag, 19.09.2010 – Stuiben
Am Stuiben Von der Gunzesrieder Säge hoch zum Bärenkopf, auf den Steineberg (lustiges Leitersteigen) und dann schöne Höhenwanderung, immer auf oder neben dem Grat, teilweise mit Drahtseileinlagen bis auf den Stuiben. Schönes Wetter, gute Laune, lecker Kaffee und Kuchen zum Abschluss, klasse. 5 Stunden.

Montag, 20.09.2010 – Großer und Kleiner Daumen.
Daumen Nordwest Anstieg Auf dem Kleinen Daumen Der Engeratsgundsee So, jetzt nochmal das Ganze. Wir laufen ins Retterschwangtal, dann steil hoch über die Haseneck Alpen und danach den abenteuerlichen Weg durch die Daumen Nordwestseite entlang drahtseilgesicherten Wegen auf die Daumenscharte. Etwas Kletterei bis zum Kleinen Daumen, dann zurück über den Großen Daumen, heute sehen wir, was wir vorgestern verpasst haben, die Aussicht ist unfassbar! Nochmal Laufbichelsee, Engeratsgunder See, Giebelhaus und fertig. Absolute Top Runde heute! 8 Std Gehzeit.

Dienstag, 21.09.2010 – Güntlespitze
Start in Baad, wo sich Massen von Touristen auf den Weg zum Widderstein machen, ist ja auch wirklich ein toller Berg. Wir gehen allerdings in die Gegenrichtung, völlig ruhig ist es am Starzeljoch, auf dem Starzel und anschließend auf der steilen und grasigen Güntlespitze. Der Weiterweg ist unerwartet keck, der Gratweg wird immer schmaler und zuletzt reichlich heikel, denn es geht auf dem grasigen Rücken, der so breit ist wie eben zwei Wanderschuhe, rechts und links ziemlich tief runter. Wir finden den Runterweg zur Bärgüntlehütte, schön Pause machen mit Schmalzbrot und Bier. Überraschende Tour mit viel Ruhe, sieben Std. Gehzeit.

Mittwoch, 22.09.2010 – Nebelhorn
Start über die beiden Gaisalpseen, ab Gaisfuß nehmen wir die leichte und tolle Kletterei über den Gundkopf bei absolutem Traum Bergwetter unter die Füße. Auf dem Nebelhorn ist der Bär los, es geht ja eine Schwebebahn hier hoch. Den Weiterweg über das Seeköpfle zum Schattenberg trauen wir uns nicht recht, daher wieder über den Gleitweg ins Oytal runter und mit dem Roller bis Oberstdorf. Da wir noch in Fischen unsere Lieblingskneipe besuchen, wird es ein langer Wandertag heute. Gehzeit ca. 9 Stunden. So ein Tag!

Donnerstag, 23.09.2010 – Ruhetag
An der jungen Iller Ausruhen is dran, geht nicht anders, trotz des immer noch gigantischen Bergwetters. Spazierenwandern nach Fischen und barfüßig in der jungen Iller rumpatschen, ich hol mir einen feinen Sonnenbrand zum Herbstanfang, herrlich.

Freitag, 24.09.2010 – Hirschberg
Start in Bad Hindelang auf den Hirschberg. Dauert keine zwei Stunden bis oben, das Wetter ist immer noch klasse, kaum zu glauben. Oben ausgiebig ausruhen, den Spieser schenken wir uns und nehmen stattdessen den abenteuerlichen und steilen Abstieg durch den Hirschbachtobel, so schön aber auch! In Hindelang nochmal ausgiebig Kaffee trinken, wer weiß wie lang das noch geht. Richtig schöne kleine Tour zum Auslaufen, 5 Stunden.

Samstag, 25.09.2010 – Sauwetter
Seit Freitag abend Sauwetter an einem Stück. Oberhalb 1600 Metern liegt Neuschnee, kein Gedanke an eine Wandertour. Mc Cafe mit Kaffee trinken und Schokoladenkuchen futtern ist das Tagesprogramm, außerdem gönn ich mir eine neue Wintermütze im World Of Outdoor in Sonthofen.

Meine Güte, das war so klasse diesmal. Guter Wirkungsgrad, wenn man bedenkt das im schönen Allgäu die meisten geplanten Touren eher buchstäblich ins Wasser fallen, warum sonst ist hier alles soo grün?

Massenhaft schöne Bilder gibts hier bei Ilona.

Stiegelesfels

Zurück im Donautal, 26.09.2010

Die entnervende Heimgurkerei aus dem Wanderurlaub im Sonntagsverkehr wollte ich hinter mich bringen. Kleine Tour zu Fuß ab Fridingen der Donau entlang zum Stiegelesfels, auf derselben Seite weiter bis zum Jägerhaus, dann hoch an den Knopfmacherfelsen, wo es -immer noch draußen auf der Terasse- lecker Kaffee mit frischem Zwetschgenkuchen und Sahne gibt. Zwei Stunden Entspannungsrunde, puh.

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