caramalz

andi's lustige abenteuer

Archiv: Dezember 2010

Lippachtal

Heute nachmittag auf dem Plan: die Lippachmühle.
Bei Renquishausen Von dort aus gibts nämlich reichlich Möglichkeiten zum Wandern, für jeden Geschmack ist was dabei, gemütliche Wege oder unwegsam, steil oder flach. Ich nehm wie üblich eine Mischung aus allem unter die Füße. Aus dem engen Tal gehts zuerst mal hoch bis auf die Ebene hinter Renquishausen. Überall gibts schönsten verschneiten Wald mit blauem Himmel zu bewundern, es könnt nicht besser sein. Im Winter sieht ja alles reichlich anders aus als sonst und obwohl ich hier schon einige Male mit dem MTB unterwegs war, muss ich mich ordentlich umgucken nach dem richtigen Weg. Im Lippachtal Ein völlig neues kleines Seitental führt runter an die Lippach, der muntere Bach lässt sich auch von etlichen Minusgraden nicht die Laune am Plätschern verderben. Noch eine halbe Stunde am Ufer entlang durch dicken lockeren Schnee und dann ist Feierabend. Bewertung: Schöne Frischluftrunde nach der öden Bürohockerei.

Schwäbische Alb

Winter am Plettenberg

Dotternhausen Wir besuchen heute den Plettenberg bei Dotternhausen am westlichen Rand der Schwäbischen Alb. Der ist an die 1000m hoch und dort gibts deshalb auch genügend tiefen Schnee, um die neuen Schneeschuhe auszuprobieren. Das hatte ich zwar gestern schon mal probiert, leider hat mich das Ergebnis nur äußerst mäßig überzeugt. Die Latscherei mit den Riesenschlappen war einfach nur lästig. Also noch ein Versuch.

Es geht zuerst über weite Wiesen, dann durch dichten Wald und zuletzt ordentlich steil im Zickzack bis an den Plettenberg Steinbruch hoch. Oben Aussicht geniessen und gleich weiter, weil es schon bei dem leichten Wind ganz nett kalt wird. Wir haben eine feine Runde hinterm Plettenberg duch den Wald bis rüber auf den Schafberg ausgesucht. Dort oben ist die Einsamkeit im Schnee fast vollkommen. Aussicht mit blauem Himmel und tiefer Schnee mit großen Tannen drin, das ganze kitschige Postkartenpanorama ist hier oben Wirklichkeit.

Den Rückweg nehmen wir wieder über den Plettenberg, um den steilen Abstieg nach Dotternhausen mit den Schneeschuhen auszuprobieren. Diese Dinger sind auf wenig Schnee oder geraden Waldwegen unterfordert und hängen wie lästige Gewichte an den Füßen. Wenns dagegen richtig steiles verschneites Gelände hochgeht, gibts kein Rutschen oder Wackeln, einfach hochlaufen und fertig. Und runter gehts genauso einfach, weil die Unterseite mit Steigeisen bespickt ist. Einfach unglaublich, wie das hält. Insgesamt macht die neuartige Fortbewegung viel Spaß, wenn richtig dicke Schnee unter den Füßen liegt, dann können die Teile ihre Wirkung entfalten, sonst nicht.

Bewertung: Einigermaßen anstrengende Tour wegen der ungewohnte Latscherei mit den neuen Gehbehinderungswerkzeugen an den Füßen mit viel Spaß an der kalten und klaren Winterluft [Fünf Stunden].

Hegaublick

Kirchen-Hausen und A81

Start ist heute mal in Kirchen-Hausen direkt an der A81. Wir wollen zum Hegaublick laufen, das ist eine feine Kneipe mit Alpensicht und sowieso ist mal wieder eine Tour im Hegau an der Reihe. Die Schneeschuhe wollen noch etwas eingelaufen werden, allerdings liegt hier leider nicht soviel Schnee wie auf der Alb, sodaß ich mir im Wald das nervende Gelumpe schon bald von den Füßen entferne und auf den Rucksack schnalle. Endlich wieder richtig Gehen!

Am Hegaublick ist der nette Kiosk offen, wir sind die einzigen Stehgäste und nehmen einen leckeren Kaffee. Drinnen in der Gaststube ist der Bär los, hier kann man nämlich fein und teuer speisen. Die vornehme Klientel reist zu eben diesem Zweck mit sauberen und unbezahlt elegant aussehenden Automobilen an. Schön, daß die auch noch diesen Kiosk für die Motorradfahrer betreiben, von denen heute keiner zu sehen ist.

Am Hegaublick Für den Rückweg nehmen wir die andere Seite der Autobahn, erst am Stettener Schloss vorbei [ist eh nur eine Ruine] und danach wieder mit den Schneeschuhen geradeaus über weiße Äcker, das geht sogar ganz gut hier oben. Es wird erst windig, danach fängts an zu schneien, noch eben vorbei an der Ruine Sunthausen und nach einer weiteren Stunde sind wir am Auto.

Schöne Sonntagsnachmittagstour mit etwas ungemütlichem Wetter [ca fünf Std. Gehzeit].

Risiberg

Eine feine Schneewanderung über das Butterwegle hoch auf den Risiberg, nach Dürbheim runter (Sportladen, was einkaufen) und wieder hoch zum Risiberg. Dann ein Besuch an der ehemaligen Burg Walterstein (is eh nur Stein übrig, kein bisle Walter oder Burg) und von hier aus steil runter ins Ursental. Wieder hoch zum Edelknabfelsen, weiter zur Wurmlinger Nonnenhöhle und dann auf dem kürzesten Weg heimwärts, wird langsam dunkel.
Noch mehr? Unterwegs nur ein paar Hasen- oder Rehspuren auf den [kaum sichtbaren] Wegen, viel mühsame Latscherei in altem und neuem Schnee, ein paar verwackelte Fotos wegen der Halbdämmerung und vor allem: viel Spaß in der einsamen Winterlandschaft [vier Std.].

Wurmlingen

Heute mal auf dem Plan: Erst mit der freundlichen Eisenbahn fahren und dann zurücklaufen. Daß es wieder mal eine Schneewanderung wird, braucht kaum erwähnt zu werden. Wir fahren also erstmal bis Wurmlingen mit dem Dreier-Ringzug.

Nonnenhöhle Ab hier: Hochlaufen durch den Wald auf kleinem Zickzack Weg, Besuch an der Nonnenhöhle und am Bettelmannskeller [Höhle], wo es richtig schöne von der Decke runterhängende Eiszapfen zu besichtigen gibt. Der Weiterweg ist einfach zu finden, dafür anstrengend, lang und zäh bei dem Schnee: immer nur dem roten Dreieck folgen. Und auch heute wieder: unterwegs ist fast kein Mensch anzutreffen, seltsam. Über Risiberg, vorbei am Dürbheimer Steinbruch zum Dreifaltigkeitsberg. Unterwegs ist es stellenweise richtig windig, im Wald dagagen fast warm. Wir finden einen Weg irgendwo runter und unten in Spaichingen angekommen wirken die Winterklamotten incl. Handschuhe, Stöcke etc. merkwürdig overdressed.

Schöne Samstagsrunde mit endlich wieder viel frischer Luft im Gesicht nach der scheinbar endlosen Bürowoche [Gehzeit ca vier Stunden].

Klippeneck

Am Albrand

Heute ist wieder autofreies Wandern angesagt, aber nur eine kleine Tour weil die letzten beiden Tage noch in den Beinen zu spüren sind. Ziel ist das Klippeneck, direkt am Südrand der Schwäbischen Alb und das Beste: direkt an der Haustür geht die Tour schon los.

Hier unten im Tal auf knapp 700m ist noch reichlich Matsch und Schmuddelei auf den Wegen, aber das ändert sich bald. Beim Denkinger Schützenhaus [heute frisch auf den Namen Schießbude getauft] gehts direkt steil in den Wald hoch und oberhalb 900m ist wieder schönste und unberührte Winterwunderlandschaft. Wir finden sogar einen neuen Aufstieg, der führt zwar nicht direkt ans Klippeneck, bietet aber eine nette Variante und kommt direkt an der Albkante bei knapp 1000m raus. Hier oben ist nichts los, es ist wirklich ein reiner und weißer Wintertraum! Dafür ist die Aussicht bestenfalls 50m im Nebel.

Für den Runterweg: wieder mal was Neues entdeckt, ein kleiner Weg, ausgeschildert als Katzensteige [keine einzige Katze zu sehen hier], der führt duch den Wald hinunter scheinbar kreuz und quer runterwärts, wir ham natürlich wie üblich den Weg paarmal verloren und wieder gefunden, Neutouren sind unsere Spezialität. Unten noch über dünn verschneite Wiesen und dann ist Feierabendnachmittag.

Kleine und feine Tour; dem unvermeidlichen Winter wieder die beste Seite abgewonnen heute
[Gehzeit ca drei Std.].

Bulzinger Wald

Kleine Schneeschuhrunde

Albsüdrand Es hat ja nun reichlich frischen Schnee hier, sodaß am Nachmittag nach dem üblichen Gehwegfreischaufeln noch eine nette Runde mit den Schneeschuhen drin ist. Nur ein paar Minuten zu Fuß in den Bulzinger Wald hoch und kein Mensch oder Auto ist mehr zu hören, absolute Stille hier oben. Diese auf normalen Waldwegen etwas gehbehindernden Schneeschuhe entfalten ihre Qualitäten wohl erst wenn man mit den Dingern steile Schneehänge hochgeht; es ist kaum zu glauben, einfach hochlaufen. Den gleichen Hang runterwärts dagegen machen die sich dann doch gerne etwas selbstständig, vor allem im weichen Tiefschnee gerät die Latscherei etwas außer Kontrolle. Wander- oder Skistöcke sind obligatorisch wenn man die Dinger an den Füßen hat.
Und wie wars? Schöne Nachmittagsrunde mit besonders viel Ruhe hier oben zum Abschalten.

Weilheimer Berg

Kirmitzhalde

Spaichingen Heute gehts wieder mal mit den Schneeschuhen los, es bleibt ja sowieso nix anderes übrig. Wir nehmen die freundliche Eisenbahn bis nach Wurmlingen und dann geht es erstmal zu Fuß bis ans Selttal. Hier zweigt ein schmaler Weg durch ein enges Tal ab bis oben auf den Weilheimer Berg. Der Schnee könnte nicht dicker liegen, die Ruhe ist vollkommen und gelegentlich guckt die Sonne raus, aber meistens ists bewölkt und etwas trübe Stimmung hier oben im Wald. Oberhalb von Seitingen gibts einen kleinen Single Trail an der Kirmitzhalde [das ist die steile Westseite des Weilheimer Bergs] vorbei mit viel Aussicht in die Baar und auf den Hohenkarpfen. Oben nehmen wir den Weg direkt zur Zundelbergsteige, weiter nach Hausen o.V. und dann die Direttissima über die Wiesen runter nach Spaichingen.

Das waren wieder mal vier Stunden Winterwandern vom Feinsten!

Leider war ich gesundheitlich von der vorangegangenen Bürohockerwoche etwas angeschlagen, weil wir immer wieder Kollegen haben, die sich selbst halbkrank in heldenhafter Selbstaufopferung auf die Arbeit schleppen und sich nicht scheuen, alle anderen arbeitswilligen Anwesenden mit den neuesten Erkältungsviren zu versorgen, auch wenn sie vor lauter Husten beinahe die eigene Tastatur vollkotzen.

Klippeneck

Schon wieder zum Klippeneck.

Auf dem Michelfeld Auf dem Michelfeld Bei der Saukälte drinbleiben wär das Beste. Morgens statt aufstehn nochmal umdrehen und weiter schlafen bis es draussen endlich warm wird, in dieser Gegend könnte das schon Anfang April sein, also grad mal noch gute drei Monate Winter hier, lächerlich. Trotzdem gibts heut eine kleine Tour zu Fuß aufs Klippeneck und wieder runter.

Das schöne Wetter tut wenigstens den Augen gut. Gehzeit drei 1/2 Std.

Aulfingen

Kurze Nachmittagsrunde

Im Hegau bei Kirchen-Hausen Viel Schnee, viel freie Landschaft und nicht mehr ganz so kalt, das war die kleine Runde heute Mittag in der Nähe von Kirchen-Hausen, was für mich noch zum Hegau zählt, auch wenn die Baar nicht weit weg ist. Ein paar bekannte Wege, dazu ein Stückchen unwegsames Gelände, was im tiefen Schnee aber sowieso egal ist und knapp zwei Stunden Frischluft, naja, bei dem Winter muß man hier um jede nette Stunde draußen mühsam feilschen wie auf dem Basar.

Ruine Altfridingen

Über der Donau

Das scheinbar trübe und ungemütliche Winterwetter mit bedecktem Himmel lädt heute zwar nicht grad zum Rausgehen ein, macht aber wie üblich nichts, eine kleine Runde ist immer drin.

Wir starten in Mühlheim direkt unten an der Donau und gehn geradewegs den kleinen Zickzack Pfad zum Glitzernden Kreuz hoch, was heute mangels Sonnenschein kaum glitzert. Wenige Minuten weiter steht mitten im Wald die große Ruine der Maria Hilf Kirche, ein eindrucksvolles Gebäude, auch weils so unerwartet am Weg auftaucht. Es lohnt sich, hier eine Weile mit Rumgucken zu verbringen, die Ruine ist teils renoviert mit schönem Dach und offensichtlich frischem roten Antrich.

Anschließend gibts heute noch einen Besuch auf der Ruine Altfridingen. Hier ist bis auf ein paar winzige Mauerreste nichts mehr vom Gebäude zu sehen. Der Rückweg führt immer schön an der Kante entlang, hoch über der Donau mit schöner Aussicht auf die gegenüber liegenden Felsen und ins Hintelestal.

Feine kleine Tour, außer drei Gemsen auf der Ruine Altfridingen niemand unterwegs.

Von Beuron zum Wildenstein

Zwischen Trollen und Orcs

Heute gehts mal wieder ins Donautal, das ist ein Ziel, was so gut wie nie langweilig wird. Die Landschaft hat zu jeder Jahreszeit ihre eigenen Reize. Es hat etwa null Grad, sodaß der immer noch dick liegende Schnee gut begehbar ist.

Start ist unten am Beuroner Kloster, vorbei am Bahnhof, danach hoch zum Petersfelsen mit Besuch der Höhle dort oben, die mit einer steilen Treppe erreichbar ist und eine beachtliche Größe aufweist. Weiter gehts vorbei am Zuckerhut (einer der Beuroner Felsriesen) und über die Donau zur Mauruskapelle.

Eine kleines Seitental führt aufwärts Richtung Burg Wildenstein, wird zu einer engen Schlucht und endet an einer Höhle, wo heute in der Wintereinsamkeit zwischen den langen Eiszapfen reichlich Geister, Gnome und Orcs auf Besucher warten. Die ebenfalls anwesenden Trolle sind dank des Tageslichts alle versteinert, die übrigen Gruselfiguren können mir nichts anhaben. Der Weiterweg zur Burg Wildenstein ist steil und etwas rutschig und oben angekommen ist der Spuk vorbei.

Der Weiterweg ist einfach, ein Wanderweg, heute unberührt und immer noch dick verschneit, führt etwas umständlich zum Petersfels bei Beuron. Der Besuch auf ein paar Aussichtsfelsen zeigt meistens Beuron im Nebel. Nach einer weiteren halben Stunde ist Beuron erreicht, wobei ich unterwegs noch einen kleinen Geocache in irgendeiner Felsspalte finden kann.

Anmerkungen: Vier Sterne Wandertour; gute drei Abenteuerpunkte dank neu entdeckter Höhlen und den Begegnungen mit manchen Höhlentrollen und anderen Talwächtern, die den meisten Normalwanderern verborgen bleiben. Außerdem noch getroffen: eine Gemse (die dort auf steilen Felsen rumspringen, wo sich selbst der nasse Schnee kaum halten kann) und eine erfrierende und halbverhungerte Blaumeise. [12.5km, 550hm, 4:05h]

Oberhohenberg

Die Nebeltour

Der Hochberg ist der Nachbar des Lemberg, beide sind gut 1000m hoch und dort gibts schöne Strecken zum Laufen. Bei gutem Wetter hat man hier vom Albrand top Aussicht nach Südwesten zum Schwarzwald rüber. Nicht so heute, am Lemberg Parkplatz ist die Sicht noch halbwegs brauchbar, was sich aber während des rutschigen Aufstiegs zum Lembergturm mit jedem Höhenmeter verschlechtert.

Am Hochberg Drüben gehts wieder runter bis auf einen Bergsattel, dann wieder hoch, weiter an der Steilkante entlang bis zum Oberhohenberg, wo es früher eine große Burg gegeben haben soll. Der Rückweg führt westlich um den Berg herum und nach ca. zwei Stunden ist der Spaß vorbei.

Bewertung: Reichlich kühle frische Waldluft, ansonsten eine üble Latscherei auf dem dicken angetauten und wieder leicht überfrorenen Schnee mit wenig Aussicht. [6.7km, 340hm, 2:10h]

Donautal

Vom Schaufels nach Thiergarten

Heute am Silvesternachmittag ist ja die letzte Gelegenheit zum Rausgehen in diesem Jahr; zur Feier des Tages hab ich noch einen weißen Fleck auf der Landkarte gesucht und gefunden: wir wollen ins Kohltal bei Stetten am kalten Markt.

Vogelhaus amtlich erfasst Start ist am Schaufels Parkplatz, es geht erstmal unwegsam durch den dicken Schnee auf den Schaufelsen hoch. Der Weiterweg hinter der Schutzhütte runter ins Kohltal lässt sich indes nicht einfach so finden und so stolpern wir halt irgendeinen Hang runter, der zwar nicht richtig, aber immerhin am wenigsten falsch erscheint. Nach einiger Sucherei finden wir den Weg wieder; zu besichtigen gibts unten die Klarahöhle, wo dicke lustige Eiszapfen aus dem Boden hochwachsen.

Schwarzes Loch Das Kohltal selbst führt fast bis Thiergarten runter und wirkt mit den Felsen rechts und links völlig abgeschieden. Unten in Thiergarten wechseln wir die Donauseite und laufen auf dem Radweg bis Neumühle. Von hier aus ist es noch eine gute halbe Stunde an den Falkenwänden vorbei bis zum Ausgangspunkt.

Würdiger Jahresabschluß, teilweise Neuland mit etwas Abenteuerfaktor und viel frischer kalter Winterluft. Unterwegs angetroffen: niemand, nicht mal eine Gemse oder einen motorsägenden Schwaben.[11.8km, 405hm, 3:45h]

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