Kategorie: Bergwandern
Auf dem Plettenberg
Von Dotternhausen zum Schafberg
Die Samstagstour ist nicht lang heute, das angedrohte Sauwetter machts möglich. Wir laufen von Dotternhausen auf den Plettenberg hoch, kurze Pause mit besonders viel Aussicht Richtung Westen, dazu reichlich kalter Wind. Der gigantische Steinbruch hier oben ist nicht besonders schön, aber immer wieder beeindruckend groß. Die Seilbahn ist noch in Betrieb und fördert eine Lore nach der anderen nach unten ins Zementwerk. Der Wanderweg führt dauernd in Zickzacklinie unter der Seilbahn hindurch.
Wir laufen weiter zum Schafberg, das ist die nächste größere Erhebung. Ausgiebige Pause mit Bier Futter aus dem Rucksack, gemütliches Bänkle im Windschatten. Kein Mensch scheint unterwegs zu sein, nur weit unten auf dem Golfplatz rollt ein Autole die angestrengten Spochtler über den Rasen von einem Loch zum nächsten. Harte Sache, so ein Golfmatch. Wir machen uns auf den Rückweg, nochmal über den Plettenberg und den steilen Abstieg wieder runter, der ist einfach schön. Regnen tuts immer noch nicht, auch wenns ziemlich düster aussieht.
Nette Tour, viel Frischluft, schön einsam und viel Matsch unter den Schuhen.
Beuron
Die Felsenrunde
Kleine Freitagstour in Beuron an der Donau gibts heute. Erstmal an der Klostermetzgerei was Leckeres in den Rucksack reinkaufen [die geräucherten Pfefferbeisser sind der Hit], dann Aufstieg durch den Wald Richtung Petersfelsen. Am südlichen Rand gibts eine Rinne, duch die man leicht hochklettern kann. Oben angekommen gehts auf dem Wanderweg weiter zum Altstadtfelsen mit viel Aussicht, Abstieg, um den Zuckerhut herum und nochmal an der Nordseite des Petersfelsen hochwärts. Von hier aus endlich auf dem ganz normalen Wanderweg wieder runter. Gemütliches Schuhewaschen in der Donau, Feierabend.
Wetter: trocken, bewölkt, jämmerliche Fotobeleuchtung und nicht kalt, aber unten im Ort tragen die Leut Daunenjacken spazieren.
Im Donautal
Kleine Ostermontagstour
Ausgangspunkt für eine kleine Runde im Donautal ist heute mal Neidingen, eine Brücke über die Donau führt direkt an den vielumworbenen Radweg, der ist aber gesperrt wegen irgendeinem Felssturz. Der Jägerpfad führt direkt unter den Felsen entlang zu besagtem Felssturz, sieh an, tatsächlich ein paar dicke Brocken runtergefallen, was hier eigentlich keine Seltenheit ist. Verwunderlich ist eher, wieviel Fels immer noch oben steht oder besser gesagt, hängt.
Vorbei an den Hausener Zinnen, Aufstieg zwischen den Kletterfelsen hindurch und weiter oben entlang zur Wagenburg, wo es nette Aussicht auf Hausen im Tal gibt. Abstieg im übernächsten Seitental wieder direkt an die Donau, Schuhe waschen, fertig.
Nette kleine Runde um den Frischluftbedarf zu stillen. Das Sauwetter hat sich doch wirklich zurückgehalten, kaum Regen oder Schnee unterwegs.
Ostern im Schwarzwald
An der Linachtalsperre
Heute ist ja Ostersonntag, viel Zeit zum Wandern. Die Überraschung kommt gleich morgens, es hat wieder mal Neuschnee hier.
Wir fahren in den Schwarzwald und starten zu einer Runde zum Linachstausee. Zwischen Vöhrenbach und Furtwangen schlängelt sich ein freundlich ausgeschilderter Wanderweg [gelbe Raute, aber die ist hier überall] irgendwo bis auf einen Höhenzug, an der Linachmühle runter und auf der anderen Talseite wieder hoch zum Adlerkreuz, Pause mit Würschtle ausm Rucksack, fein!
Von hier aus geht es ziemlich direkt durch reichlich Alt- und Neuschnee runter an den Linach Stausee. Netter See, seltsamerweise bin ich noch vor wenigen Jahren unten am Seegrund direkt am Abfluss spazieren gewesen. Die Staumauer wurde vor einigen Jahren wieder aufgepäppelt und der See wieder angestaut. Schöner Anblick, nur das Vorher-Nachher Erlebnis bleibt im Kopf. Der See wirkt dunkel, schwarz und unheimlich tief.
Auf der anderen Seite des Sees führt der Weg hoch zum Fohrenbühl und schon sind wir wieder auf dem Rückweg runterwärts.
Unterm Strich schöne Tour, fast kein Mensch zu sehen unterwegs. Ok, Osterwetter stellt man sich vielleicht anders vor, allerdings der Ortszuschlag hier in der Gegend macht es möglich, Ostersonntag im Schnee rum zu stapfen.
Im Schwarzwald
Gauchachtal
Heute gibts eine Tour an der Gauchach, das ist ein Seitental zur Wutachschlucht. Die Gauchach ham wir schon lange nicht mehr besucht. Vormittags ist es komplett einsam hier unten, das Wetter macht mit und bleibt trocken, allerdings ist der Weg wie immer bekanntermaßen lehmig und stellenweise ziemlich rutschig.
Am Ziel, dem Alten Posthaus kurz unterhalb der grossen Talbrücke bei Döggingen, gibts ein lecker Gipfelbier. Der escht kölsche Köbes hat seine freundliche Kneipe anscheinend immer geöffnet und strahlt wie bei jedem Besuch gute Laune pur aus.
Für den Rückweg hatten wir einen Aufstieg durch das Engetal geplant, der fällt heute leider aus. Das enge Seitental sieht aus wie nach einem Taifun, Baumstämme kreuz und quer. Am Naturfreundehaus Burgmühle gibts noch einen Kaffi, danach isses nicht mehr weit bis zum Startplatz. Schuhwaschplatz de luxe unter der Brücke, Feierabend.
Schöner Samstag, nicht zu weit oder zu steil.
Gemütliche Reha Wandertour aus gegebenem Anlass.
Auf der Alb
Jungingen
Ja, diese Runde hatten wir schon. Gestern waren wir grad gegenüber am Raichberg, das war also einladend, heute hier im nächsten Tal weiterzumachen. Mit Aussicht auf Burg Hohenzollern von fast überall sozusagen. Wetter macht ja mit, kalt, überaus sonnig und bisle Wind. Allerdings, die derzeit seltsame Sonneneinstrahlung verleitet momentan enorm zu der völlig falschen Annahme, es sei warm.
Start ist heute in Schlatt oben am kleinen Kirchle, erst warmlaufen bis hoch an den Albrand, weiter Richtung Ringingen, aber kurz davor runter durch die herrlichen Bärlauchplantagen bis zum Bürgle oberhalb von Jungingen. Ausgiebige Pause mit Rucksackverpflegung und vor allem: Sonne und Wärme tanken. Oben an der Albkante wars nämlich richtig saukalt.
Jungingen selbst ist schnell durchquert, dann endlich wieder langsam und lange bergauf bis zum Himberg. Ab hier wieder mal Albkantenwanderung pur an steilem Hang entlang; den Weiterweg bis zum Hangenden Stein sparen wir uns, sondern nehmen einen Höhenzug rechts ab, der nach einigen Kilometern wieder nach Schlatt runterführt.
Bewertung: Fast fünf Sterne. Bisle fehlt noch aber das hat andere Gründe wo die Tour nichts dafür kann.
Am Raichberg
Samstagstour am Albrand
Eine Wanderung auf der Alb, das wärs heute, hatten wir ja schon lange nicht mehr, schon eine ganze Woche ist die letzte her.
Wir starten in Thanheim bei Bisingen, laufen hoch zum Heiligenberg [unterwegs noch einen Geocache gefunden] und am Albrand zum Zeller Horn, wo es immer nette Aussicht auf die Burg Hohenzollern gibt. Abstieg nordseitig durch dicht bärlauchbewachsene Hänge, dann wieder hoch zum Backofenfels und zum Hangenden Stein. Der Hangende Stein ist, größer als man vermutet, ein breites Band an Wald und Landschaft, durch einen tiefen Graben vom Rest der Alb getrennt, der aufs Runterfallen wartet. Hält zwar schon zig Jahre, aber irgendwann fliegt der ganze Hang ins Tal runter. Gruselig.
Lecker Kaffitrinken in der Sonne am Wanderheim Nägeleshaus, dann weiter durchs Buchtal runter zum Parkplatz Stich und gleich wieder hoch an den Albrand zum Heiligenberg. Damit ist die Runde ja komplett. Abstieg nach Thanheim, Feierabend.
Der als sauwettermäßig angekündigte Samstag hat sich als mit utopisch schönem Wetter gezeigt, sonnig, blaubehimmelt, windig, frisch.
Top Runde wieder mal.
Im Bäratal
Kurze Wandertour am Nachmittag im Bäratal gibts heute, aus bestimmten Gründen ist heute beim Gehen nur der Schongang eingeschaltet.
In Bäratal am Fußballplatz geht es hoch, ein wenig umständlich hin und her durch den Wald bis auf die Hochebene. Hier gibts unterwegs ein paar abgelegene Felsen zu besuchen, außer etlichen Wildschweinspuren ist kaum was von Zivilisation zu sehen. Weiter dann bis Gnadenweiler, Besuch an dieser ominösen Maria-irgendwas Kapelle und schließlich ein kleines und feines Seitental hinter dem Rabenfels wieder runter.
Auf der Alb
Kornbühl und Farrenberg
Gleich morgens früh fahren wir nach Schlatt bei Hechingen. Wir wollen auf den Kornbühl zur Salmendinger Kapelle hoch. Dazu muss man erstmal die hier recht steile Albkante hochlaufen, macht Riesenspaß, langsam und stetig hochwärts schrauben und der Motor ist schön auf Drehzahl. So könnte es stundenlang weitergehen, tut es aber nicht, denn auf ca. 900m geht es auf ebener Strecke weiter. Der Kornbühl, ein freistehender Hügel, ist nach einer halben Stunde erreicht, oben gibts eine Pause in der Sonne mit reichlich Aussicht. Guter Anfang für heute.
Ein steiler Weg führt runter, vorbei an einem toll ausgeschilderten Wasserfall, der aber keiner ist, nach Talheim. Hier haben wir das Ende der Welt erreicht, wie es aussieht. Weiter geht es dann, endlich wieder aufwärts auf den Farrenberg, ein fast richtig schöner beinahe freistehender Tafelberg mit einem Flugplatz obendrauf, wo ab und zu ein kleiner Motorflieger loszischt. Oben gibts Aussicht nach Mössingen und Tübingen; an der Westkante führt ein Weg runter zum Mössinger Bergrutsch und von dort wieder hoch auf den Hirschberg. Von hier aus immer oben an der Albkante entlang, Kurzbesuch am Dreifürstenstein und weiter bis es wieder direkt nach Schlatt runtergeht.
Seltsamerweise gibts kaum was für aufs Foto, vereinzelt traut sich ein Leberblümchen oder Huflattich ans Licht, sonst ist noch alles graubraun. Im Wald ist es mangels Laub angenehm hell und völlig trocken, nur einzig der Bärlauch hat die Frühlingssituation erkannt und gibt Vollgas. Da kann man echt nicht widerstehen, ab und zu muss man sich hier den Mund vollstopfen mit dem herrlichen frischen Zeug.
Top Frühlingsrunde, selbst im Sommer ist es selten so schön wie heute.