So hieß der Brocken wo wir uns heute abend ausgetobt haben. Der Garmischer Turm ist ein Fels rechts der Zinnen oberhalb von Hausen im Tal. Fünf oder sechs kurze Klettertouren, höchstens eine halbe Seillänge, mit bisle Vorstieg und reichlich Toprope haben ausgereicht, um dicke Arme zu kriegen und ein zufriedenes Gesicht mit heimzunehmen. Nach langer Zeit wieder mal ein netter Kletterabend!
Klettern stand seit über einem halben Jahr nicht mehr auf dem Programm. Den letzten sonnigen Abend in dieser schönen Woche gings mal wieder an den Schreyfels. Beim Einstieg wars noch etwas weich in den Knieen aber das hatte sich nach ein paar Seillängen wieder. Merkwürdig dünne Schleierwolken am sonst blauen Himmel und dazu ein warmer Wind sorgten für etwas eigenartige Stimmung, zumal es im Däle wochentags auch noch völlig ruhig und einsam ist. Und endlich wieder mal barfuß zum Einstieg laufen und ohne T-Shirt nur mit Gurt und Kletterschlappen unterwegs.
Feiner Abend mit Appetit auf mehr.
Heute am Sonntag hab ich wieder Neukunden am Seil. Die führt man am besten erstmal den Stuhlfelsen hoch, da ist es nicht so schwierig, die Kommunikation ist einfacher und außerdem scheint da schon morgens und weiter den ganzen Tag die Sonne in die schöne Südwand rein. Das ist gut so, weil es morgens grad mal 10°C hatte.
Wir klettern nochmal den Normalweg und den Irisweg, das sind komplette Touren von unten bis oben ans Gipfelkreuz mit anschließendem Runterlaufen. Danach ist Pause im Minigolf. Für die nächste Runde gehts hoch an die Hausener, es gibt für jeden die erste Seillänge der Alten Hausener Wand. Zum Nachtisch gönnen wir uns noch eine Seillänge der Kaltfront und fertig für heute.
Noch ein super sonniger Sonntag im Däle. Heute mal mit ungewohntem Wind, der die Sache noch angenehmer gemacht hat weil man sonst an den Felsen bei diesem schönen Wetter fast gegrillt wird.
Erst an den Stuhlfels, den Irisweg, das sind zwei Seillängen bis obenhin und schön gemütliche Kletterei mit klasse Aussicht über Hausen. Nachm Kaffi im Minigolf nochmal hoch an die Hausener gelaufen und dort erst die Verlobungskante geklettert, die ich nach Jahren immer noch bisle unangenehm fand. Danach an den Eichkatzelkamin. Kamin stimmt nicht ganz, es passt keine Klettertechnik so richtig und deshalb bleibt es eine Hochwurschtelei an abgespeckten Griffen.
Bei nicht ganz eindeutigem Wetter machen wir uns mittags an den Stuhlfels Normalweg. Der ist überwiegend nicht schwierig, und zum Üben und die Landschaft bisle genießen isses genau das Richtige. Klappt alles wunderbar, paar andere Seilschaften sind noch unterwegs, aber wir kommen prima aneinander vorbei. Ich fühl mich langsam wieder richtig wohl mit den Kletterschlappen an den Füßen und auch der ganze Bewegungsablauf und die Koordination sind schon wieder ganz harmonisch. Klasse!
Beim Einstieg in die zweite Tour fängts herzhaft an zu regnen und da das überhaupt keinen Spaß macht, gibts nur eins: Abmarsch in die nächste Kneipe und erstmal gemütlich Kaffi trinken.
Spät am Nachmittag ist noch Nordic Walken an der Reihe, um den Tag nicht so halbfertig liegen zu lassen. Geht ja gar nicht. Bei schöner Nachmittagsbeleuchtung durch den Spaichinger Wald, macht richtig Freude den Sommer mitzunehmen, und gleichzeitig sind schon wieder reichlich Felder abgeerntet und man sieht nur noch Stoppeln. Soo spät im Jahr schon wieder?
Heute am Samstach ist wieder Klettern angesagt, zum Üben und Dazulernen. Ich versuch nach längerer Auszeit wieder bisle Routine reinzubekommen, klappt auch prima in den Touren heute und fühlt sich auch schon nicht mehr ganz so fremd an wie letzten Mittwoch am Schreyfelsen.
Erstmal nach Gutenstein an den Aussichtsfelsen und den Niklasweg hoch. Sonnig ohne Ende, Aussicht ins Däle ist klasse und besonders hier kann man den abenteuerlichsten Ausweich- und Bremsmanövern unten auf der Straße zugucken; ich hab mich schon oft gewundert wie wenig da passiert. Da fühl ich mich gleich viel sicherer hier oben. 70 Meter über dem Boden endet die Tour und geht ganz gemütlich über einen Wanderweg am schönen Schmeiental entlang wieder runter.
Nach der obligtorischen Kaffepause in der Mühle Gutenstein fahren wir nach Hausen im Tal und laufen an die Hausener Zinnen hoch. An der Hausener Wand eiern wir uns den Freiburger Weg hoch. Die Abseilpiste hier mag ich überhaupt nicht. Dann ist noch die erste Seillänge der Alten Hausner Wand an der Reihe, wo ich mich so langsam wieder richtig wohlfühle. Hach.
Dann noch Radler schlürfen unten im Minigolf und fertig für heute. Meine Begleitung hat sauber und tough mitgemacht, Hut ab, ehrlich!
Das ganze Klettererdasein an so nem schönen Samstach hat sowieso ein eigenes Flair, das man kaum beschreiben kann. Klettern in der Sonne, im Schatten, Aussicht ins Donautal genießen von hier, oben schwitzen, unten sitzen, trinken, Schwätzle halten mit den anderen Kletterern. Man kann sich oben austoben bis die Finger aufgehen, und anschließend einfach in die nächste Kneipe gehn und Kaffee trinken. Und wenns nicht reicht, geht man an den nächsten Felsen und turnt weiter.
Jetz war ich nachm Urlaub mal ein paar Tage schreibfaul, nur abreißen lassen möcht ich das nicht unbedingt. Nachtragen is ja schon blöd, wenn die Eindrücke schon paar Tage abgestanden sind. Prinzipiell möcht ich nur nachvollziehen können, was ich mit meiner Zeit angefangen hab.
Montag: Die schei* kaputte Klospülung reparieren. Absolut nicht meine Lieblingsbeschäftigung aber unumgänglich.
Dienstag: Nordic Walken mit meinen neuen Schlappen. Die sind richtig klasse. Mußte mir mal wieder was Schönes gönnen. Diese Asics rennen fast von selber los. Eine schöne lange Runde durch den Möhringer Wald. Ohne T-Shirt, da schwitzt es sich schöner!
Mittwoch: Klettern im Donautal. Seit 1 1/2 Jahren zum ersten mal wieder den Klettergurt und das Seil angezogen und die schöne und leichte Tour am Schreyfelsen hoch mit blauem Himmel und warmem Sommerwind. Hach.
Donnerstag: (das is ja heute) Mit dem Mountainbike raus und an die Ruine Konzenberg gefahren zum die Kletterfinger mal wieder etwas langziehen. So ein herrlicher Sommerabend da draußen. Durch reife Getreidefelder und schön umständlich am Waldrand zurückfahren und die Abendsonne mitnehmen. Soviel wie möglich. Denn so wie ich hier am Schreiben bin, saut und gewittert es draußen schon wieder rum, tz. [25km, 252hm].
Und wo sind jetzt die Bilder ausm Allgäu von letzter Woche? Hier gehts lang. Dagegen sind meine eh langweilig. War so richtig klasse da.
Tagsüber hatte ich paar Sachen zu erledigen und weils Wetter ok war hab ich natürlich alles mit dem freundlichen Tourenrad gemacht. Wie auch sonst? Abends noch schnell mit dem Mountainbike an den Konzenberg fahren und ein paar kleine Kletterrunden rund um die Ruine mussten aber doch noch sein. Sowas praktisches aber auch, diese Ruine. Da kann man klettern üben bis die Finger nicht mehr wollen und das ohne runterzufallen. Außerdem ist das ein besonderer Platz, wo keine Hektik oder Lärm hindringen. Nur ab und zu ein neugieriges Eichhörnchen oder eine Amsel raschelt im Laub rum. Das ist grad so herrlich in der Abendsonne zwischen den mannshohen Maisfeldern und den goldenen Weizen- und Gerstefeldern hindurch zu fahren! [22km, 179hm]
Und was tun jetzt mit dem schönen Wetter und dem angetäuschten Frühling?
Nach der Fahrradfummelei in der Garage heut morgen will ich mal wieder an die Luft raus. Bietet sich doch an: Klettern an meiner Lieblingsruine. Der Konzenberg ist nur ein paar Kilometer weg von zuhaus und eignet sich hervorragend, um die müden Finger aufs Klettern vorzubereiten. Die Ruine liegt im Wald, Aufstieg im Schnee. Was ich vergessen hatte: Die Ruine ist oben flach und bei dem Sonnenwetter taut der ganze Schnee oben ab und trieft deftig die großen Steinblöcke herunter. Macht aber nix, im Gegenteil, so kommt beim Bouldern an den Buckelquadern im schneebedeckten Waldboden und runtertriefendem Tauwasser richtiges Nordwandfeeling auf.
Naja, was tut man nicht alles,um die Winterlaune zu vertreiben