Jetz war ich nachm Urlaub mal ein paar Tage schreibfaul, nur abreißen lassen möcht ich das nicht unbedingt. Nachtragen is ja schon blöd, wenn die Eindrücke schon paar Tage abgestanden sind. Prinzipiell möcht ich nur nachvollziehen können, was ich mit meiner Zeit angefangen hab.
Montag: Die schei* kaputte Klospülung reparieren. Absolut nicht meine Lieblingsbeschäftigung aber unumgänglich.
Dienstag: Nordic Walken mit meinen neuen Schlappen. Die sind richtig klasse. Mußte mir mal wieder was Schönes gönnen. Diese Asics rennen fast von selber los. Eine schöne lange Runde durch den Möhringer Wald. Ohne T-Shirt, da schwitzt es sich schöner!
Mittwoch: Klettern im Donautal. Seit 1 1/2 Jahren zum ersten mal wieder den Klettergurt und das Seil angezogen und die schöne und leichte Tour am Schreyfelsen hoch mit blauem Himmel und warmem Sommerwind. Hach.
Donnerstag: (das is ja heute) Mit dem Mountainbike raus und an die Ruine Konzenberg gefahren zum die Kletterfinger mal wieder etwas langziehen. So ein herrlicher Sommerabend da draußen. Durch reife Getreidefelder und schön umständlich am Waldrand zurückfahren und die Abendsonne mitnehmen. Soviel wie möglich. Denn so wie ich hier am Schreiben bin, saut und gewittert es draußen schon wieder rum, tz. [25km, 252hm].
Und wo sind jetzt die Bilder ausm Allgäu von letzter Woche? Hier gehts lang. Dagegen sind meine eh langweilig. War so richtig klasse da.
Tagsüber hatte ich paar Sachen zu erledigen und weils Wetter ok war hab ich natürlich alles mit dem freundlichen Tourenrad gemacht. Wie auch sonst? Abends noch schnell mit dem Mountainbike an den Konzenberg fahren und ein paar kleine Kletterrunden rund um die Ruine mussten aber doch noch sein. Sowas praktisches aber auch, diese Ruine. Da kann man klettern üben bis die Finger nicht mehr wollen und das ohne runterzufallen. Außerdem ist das ein besonderer Platz, wo keine Hektik oder Lärm hindringen. Nur ab und zu ein neugieriges Eichhörnchen oder eine Amsel raschelt im Laub rum. Das ist grad so herrlich in der Abendsonne zwischen den mannshohen Maisfeldern und den goldenen Weizen- und Gerstefeldern hindurch zu fahren! [22km, 179hm]
Und was tun jetzt mit dem schönen Wetter und dem angetäuschten Frühling?
Nach der Fahrradfummelei in der Garage heut morgen will ich mal wieder an die Luft raus. Bietet sich doch an: Klettern an meiner Lieblingsruine. Der Konzenberg ist nur ein paar Kilometer weg von zuhaus und eignet sich hervorragend, um die müden Finger aufs Klettern vorzubereiten. Die Ruine liegt im Wald, Aufstieg im Schnee. Was ich vergessen hatte: Die Ruine ist oben flach und bei dem Sonnenwetter taut der ganze Schnee oben ab und trieft deftig die großen Steinblöcke herunter. Macht aber nix, im Gegenteil, so kommt beim Bouldern an den Buckelquadern im schneebedeckten Waldboden und runtertriefendem Tauwasser richtiges Nordwandfeeling auf.
Naja, was tut man nicht alles,um die Winterlaune zu vertreiben
Weil das mit den Kategorien so gut klappt, gleich noch eine. Die Kletterseite.
Da im vorletzten und letzten Jahr kletterunfallmäßig in meiner direkten Nähe zuviel passiert ist, könnte es sein, die Kategorie bleibt traurig und leer. Aber mal sehen, ist ja erst Februar und vielleicht raff ich mich wieder mehr auf.
Heute war ich also mal wieder im Däle. Der liebe Kollege M. wollte klettern lernen und hatte mich dazu schon vor ein paar Tagen telefonisch angeheuert. Ich hab mich richtig gefreut über die Einladung, mein angestaubtes Kletterzeug in den Rucksack gestopft und heute mittag dann ab die Post ins Donautal. Hat auch wirklich Spaß gemacht, mal wieder am Fels rumzuturnen, Wetter war ja hinreißend gut, etwas kalt, aber ne sonnige Südwand war bald gefunden. Da ich im letzten Jahr nun fast überhaupt nicht klettern war, bin ich mit bisle weichen Knieen ein paar Standardtouren hoch geeiert ohne runterzufliegen. Die ganze Angelegenheit war überraschend friedlich. Kein Erdbeben, kein Steinschlag, kein ausbrechender Standhaken hat uns unfreiwillig in die unten still dahinfließende Donau befördert. So konnte ich wenigstens ein kleines bisle Vertrauen zurückgewinnen. Dem Kollegen M. hat es wohl gut gefallen, war er doch bisher nur auf dem Baugerüst mehr als fünf Meter vom Boden entfernt. Aber merkwürdig, wie weit weg die Kletterei gerückt ist, wie vorsichtig ich geworden bin. Klettern war doch fast mein einzig attraktiver Lebensinhalt noch vor zwei Jahren. Bin gespannt ob das wieder gut wird.