Asylant
Manchmal wird die Luft an einem Ort zu dünn zum Atmen obwohl man keinen Meter an Höhe gestiegen ist. Zeit zum Überdenken wo das hier sein kann. Fernes und unerreichbares Land.
andi’s lustige abenteuer
Manchmal wird die Luft an einem Ort zu dünn zum Atmen obwohl man keinen Meter an Höhe gestiegen ist. Zeit zum Überdenken wo das hier sein kann. Fernes und unerreichbares Land.
Das wird nich numeriert hier, das beschränk ich auf Einzelfälle!
Ich gehör zeitlich gesehen in die Bevölkerungsgruppe, denen man in jungen Jahren aus kleinen Löchern in den Zähnen große gebohrt hat, damit die Riesen-Amalgamfüllungen reinpassen, und denen man danach statt der übernächsten Füllung die Zähne einfach rausgezogen hat.
Trotz dieser fast 20-jährigen Dauermißhandlung durch nicht stattgefundene elterliche Zahnpflegeerziehung in Verbindung mit den damals üblichen zahnärztlichen Massakern gibts einige überlebende Ruinen in meiner Beißleiste. Diese werden von mir auch täglich mit vehementen Bemühungen unter Benutzung aller erhältlichen Hilfsmittel, angefangen von Zahnseide, Interdentalbürsten und natürlich zwölfmal siebenmal mindestens zweimal täglichem agressiven Schrubbeln am Dahinsterben gehindert. Mit tatsächlich vorhandenem Langzeiterfolg!
Jetzt ist dann aber doch was Größeres fällig, weil ein Stück Backenzahn abgebrochen ist; der letzte Rest einer Grundmauer, die diese riesige Blechfüllung halten konnte, ist weg. Und der Nachbar, eine Krone mit stattlichen 25 Jahren, ist auch fällig.
So hat der Zahni mir heute zwei Stunden im Mund rumgemacht, für ihn Routine, für mich Stress pur. Kann mir einer erzählen was er will, das strengt an wie nix anderes, wenn der Doc zwei Stunden im Schädel rumbohrt.
Gibt unterm Strich zwei nagelneue Kronen im Backenzahnbereich [6 und 7]. Und weil die Kasse so üppig genau nach Vorschrift bezuschußt, wird das wieder mal so richtig teuer; kann ich zwei oder drei Monate auf Orbeid gehen und wieder nix auf die Kante kriegen 
Und momentan läßt die Wirkung der Spritze nach. Weia. Zur allgemeinen Beruhigung und sowieso prophylaktisch nehm ich jetzt mal nen Rotwein ein.
und immer wieder das hier vor Augen.
Der Winter ist ausnahmsweise nicht schuld. Kein Ausweg in Sicht.
Hätte mir vor Jahren jemand gesagt, ich würde noch in diesem Leben dort ankommen, wo ich heut bin, ich hätt ihn verständnislos angeguckt und angefangen, zu überlegen, was zu tun wäre, um daran vorbeizukommen. Dabei war das Überlegen damals schon kostenlos und hätte mich kein bischen Einbuße, selbst bei dem knappen BAFöG, gekostet. Hinterher weiß man es immer besser, dann nämlich, wenn es zu spät ist.
beim aufwachen
grad in dem moment wenn die dünne zudecke aus schlaf sich verflüchtigt und sich das wiederkehrende bewußtsein in den vordergrund schleicht. dann sind die augen noch zu aber im kopf fängt man schon an zu sehen. da tauchen dann plötzlich tatsachen von der kindheit bis gestern aus dem nebel auf, die in diesem moment noch völlig unverschleiert zu erkennen sind ohne das ganze verschönernde und ablenkende dressing aus gedanken, das sich tagsüber drüber ausbreitet oder das man sich selbst drumherum strickt wie zur entschuldigung wie das alles je hat passieren können. die tatsachen stehen herum wie schwarze gegenstände und blicken einen dunkel und kalt an. in diesen momenten offenbart sich wieder die ungeschminkte wahrheit, die tagsüber inmitten des verwirrenden gedankengewühls keine chance dazu hat. statt erholt aufzuwachen macht sich angst breit und es ist sowas wie eine kalte hand hinten am hals spürbar
dann ist das aufwachen schlimm
… als frau denkt. Die denkt oft eigentlich überhaupt nichts.
Ich stell ja ungern meine eigene manchmal unschlagbare Blödheit zur Schau, aber sieh mal an, ich hab ja noch mehr gute Eigenschaften. Zum Beispiel Schizophrenie. Die kommt mir in solchen Fällen wie heute wie gerufen. Dann bin ichs nich immer selber gewesen.
Da stand nämlich neulich so ein Typ mit nem roten Auto am Waldrand und hat sich offensichtlich in der Nachmittagssonne gelangweilt oder irgendwas ausgeheckt und nebenbei Weihnachtsdekoration in seinem Auto aufgehängt. So einer is ja eh nich ganz sauber. Find ich.
Nebenbei hatter seine alten Wandergaloschen aufm Autodach zum Sonnen hingestellt [damit der Mief entweichen kann?]. Hab schon geahnt was dann passiert. Fährt der weg, und nach 200m fliegen die vergessenen Schuhe vom Dach in den Straßengraben. Der Trottel merkt aber auch garnix. Kommt er nach ner halben Stunde zurück und sucht den Straßenrand nach seinen verfaulten Wanderschlappen ab; diese hatte indes sicher schon die im sauberen Ländle patrouillierende Straßensauberkeitskolonne entfernt.
Do kennt jo jeder komme und sei aldes Zeig ablade, wisset se ….
Dieser Kerl ist aber auch wirklich zu blöd.
Naja. Weg waren die Dinger. Zwar schon lange alt genug gewesen für die Tonne, aber immer noch ans Herz oder sagen wir mal an die Füße gewachsen. Das Problem kenn ich selber zu gut.
Also dann mal mit nem dicken Hals .. echter Schadenfreude über soviel Blöd .. Vorfreude auf ein Paar neuer Gehhilfen durch den gemütlichen Tuttlinger Feierabendverkehr gewühlt, rein in den Sportladen, neue Leichtwanderschuhe ausgesucht. Herrlich. Leider hielt die Freude nur bis anner Kasse, der Geldbeutel räkelte sich nämlich gelangweilt zuhause im annern Rucksack. *Gnagnagna*
Also nochmal durchn Feierabendverkehr, Kohle holen, wieder durchn Feierabendverkehr. Und endlich: die neuen Schlappen sind ich meine eigenen. Schließlich kann ich den Winter nich völlig mit offenen Birkenstock überbrücken, und nächstes Barfußlaufen dauert noch mindestens fünf Monate.
Wer weiß was ich aus dieser Lektion lernen soll? Altes loslassen. Neues hat auch seinen Reiz und seine Vorteile. Vermutlich mehr als mir bewußt ist. In meinem verschmorten Hirn.
Neben den dauerhaften Symptomen von Mutismus, erlernter Hilflosigkeit und Schizophrenie in Verbindung mit einer chronischen Sozialphobie trägt der Autor nun [schon wieder] eine Virusgrippe mit sich herum. Es ist wäre zum Haare ausraufen, aber auch das geht ja schon lang nicht mehr.
Wenigstens hatte mein Doc Erbarmen und mir einen gelben Schein ausgestellt.
Zeit zum Erholen. Dabei wollte ich mit Grippe frühestens im Februar anfangen.
wieder mal isses kein problem mit den winterlichen temperaturen an die ich mich wie immer schnell gewoehnt hab. schlimmer ist die kaelte die sich nicht am thermometer ablesen laesst und die nicht in celsius angegeben wird. seit jahren nimmt die zu und ich hab keine ahnung wie weit die skala nach unten reicht. die ist da zu spueren wo handschuhe muetze und gluehwein nicht hinkommen. kein ende in sicht. im gegenteil.
Alle zwei Jahre wieder, kurz vorm Winter, muß ich mit meinem Ferrari-roten Corsa zur Prüfung. Dekra oder Tüv heißt die Prüfingskommission, kann ich mir aussuchen. Da wollen sie nämlich nachschauen, ob das kleine rote Auto noch den ständig steigenden Anforderungen im heutigen Verkehrsgewühl gewachsen ist und natürlich ob es die Fahrerin sicher ans Ziel bringen kann keine ernstzunehmende Gefahr für die richtigen großen und wichtigen Autos darstellt, die im Übrigen auch mit demselbem Sprit fahren, nur manche mit dreimal soviel.
Auch diese Runde hat das freundliche Töff ohne große Hindernisse hinter sich gebracht. Für die netten Prüfer beim TÜV durfte natürlich ein wenigstens kleines Erfolgserlebnis nicht fehlen. So ist der Schalter für die Warnblinkanlage nur noch bedingt verkehrstauglich, wird er doch tatsächlich nur durch ein Stückchen reingeklemmtes Papier in seiner Position gehalten und so daran gehindert, dauernd warnzublinken. Tztz, is ja tatsächlich nur bedingt zu verantworten.
Dagegen waren wenigstens die restlichen Nebensächlichkeiten wie Bremsen, Stoßdämpfer, Fahrwerk und Reifenzustand etc. verkehrstechnisch in unbedenklichem Zustand.
Und sogar was das kleine Ding hinten rausgeatmet hat, war leider wieder völlig im grünen Bereich. Das is ja heute ein wichtiger Aspekt, um die Wirtschaft anzukurbeln. Hat Frau Merkel erst neulich gesagt. Sie wollte angesichts der bösen Finanzkrise Anreize schaffen, daß sich ihre Bürger jede Menge neue Autos kaufen, die angeblich noch weniger schmutzige Luft hinten rauspusten. Die Frage, wie Autos, die unter Volllast reichlich mehr als 30 Liter
Ne das lassen wir jetzt mal bleiben.
Tut mir leid Frau Merkel, diese Runde geht an mich.
Dann muß ich nochmal ne Weile mit meinem Kleinen Roten Töff auskommen 
die wirklichkeit kann einen so hart überfallen. hinterrücks. mitten im träumen.