Neues vom Winterspocht
Da es hier den ganzen Tag ungebremst leichten Schneefall hatte, war das Programm für den Feierabend klar. Mittags gleich mal die Langlauf Schi ins Auto und nachm Gschäft sofort hoch auf den Heuberg. Die nächste erreichbare Loipe ist nur ein paar km weg und liegt gleich mal auf ca 950m Höhe, da liegt der Schnee fast immer etwas höher als hier unten im Tal.
Am Hirnbühl, so heißt der Hügel hier, ist sogar etwas gespurt. Für zwei flinke Runden reicht die Feierabendbeleuchtung, es läuft sich prima, da ich konditionell mit den vielen Nordic Walking Runden bestens vorgelegt hab.
Bei angenehmen -5°C frieren erstmal die Finger ein, aber nach einer halben Runde um den Hirnbühl ist ja der Körper auf angenehmer Drehzahl und ab da hab ich wie immer schöne warme Hände, auch wenn ich wie üblich die Handschuhe vergessen hab. Der Fotoapparat nimmts dagegen nicht so leicht und zeigt schon nach einer Runde an, daß ihm die Sache zu kalt ist und ihm der Strom im Akku ausgeht. Komische Sache, das hat er früher besser gekonnt.
Die Spur ist stellenweise nicht mehr erkennbar und sorgt für etwas akrobatische Einlagen, um nicht im Schnee zu landen, vor allem bergab. Die ganze Angelegenheit macht heute einen Mords Spaß und endet in der Dämmerung im wilden Schneetreiben. Und für den vollständigen Spaß sorgt ab jetzt meine Ar***heizung im Auto. Ein warmes Hinterteil sofort nach dem Losfahren, ne wirklich, sowas weiß man erst zu schätzen, wenn man es mal kennengelernt hat!
Warm und sonnig
Das außerirdisch schöne Wetter nutz ich pünktlich zum Feierabend für ein paar schnelle Runden auf den Schi am Hirnbühl. Für die genialen Schneeverhältnisse gibts eigentlich keine Beschreibung. Tagsüber gabs ein paar wenige faserige Wolken, die abends wieder verschwunden waren. Blauer Himmel, im Osten langsam ins Violett, im Westen ins Orange umkippend, sorgten für die passende Beleuchtung bei etwa null Grad, dazu ein Alpenpanorama vom Feinsten. Und das komplette Voralpenland abgesoffen im Nebel.
So ein schöner Feierabend 
Die Mondscheintour
Schon am Samstach nachmittach war ja klar, daß ich abends nochmal raus musste. Schifahren im Vollmondschein. Das Erlebnis ist leider nur alle paar Jahre mal zu haben, weil: optimale Schneebedingungen und dazu noch den richtigen Zeitpunkt mit Vollmond erwischen gibts nicht oft. Schon um 18 Uhr war es schön dunkel auf der Piste, die letzten Reste Tageslicht waren bald verschwunden, um dem aufgehenden Mondlicht Platz zu machen. Die Augen sind ja schnell an die Dunkelheit, in der man übrigens leicht Zeitung lesen könnte, gewöhnt, denn es ist nicht wirklich dunkel. Die Stimmung ist dann zunehmend außerirdisch. Der Schnee ist nach tagelangem Frost ziemlich grob kristallin und das Mondlicht spiegelt sich tausendfach sich im Schnee und glitzert wie der Traum schlechthin vom Winter- und Weihnachtsmärchen. Keine Kälte kommt gegen diese Stimmung an und die Erlebniswirkung hält noch lange nach der Tour an. Unglaublich
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Die sonnige Runde 
Samstag mittag um eins raus, endlich nur noch minus 6°C, und hoch aufn Heuberg zur nächsten Loipe. Endlich mal wieder Tageslicht in unkonsumierbaren Mengen geniessen nach der halben Bürohockerwoche. In der Sonne wirds so schnell warm, daß nach einer Viertelstunde die Jacke in den Rucksack kommt. Kaum zu glauben wie gut das klappt, Fernsicht ist fast so gut wie gestern abend, und, ne wirklich, überhaupt nix fehlt heute. Ich fahr meine paar Runden heute mal etwas im Schongang, dann hab ich länger was davon, und eventuell läßt sich ja heute abend ne Mondschein Skitour machen, da brauch ich noch kleines bisle Reserve. Mal sehen …
Bis hierher: alles perfekt heute, wenigstens was das Schifahren angeht.
Die Runde mit der Fernsicht.
Die Lust an der feierabendlichen Faulenzerei ist mir schnell vergangen, die ersten drei Tage im Büro in diesem Jahr haben mir so richtig zugesetzt. Gute Vorsätze hab ich mir keine gemacht, weil ich die sowieso nicht einhalt, aber daß ich mich nach nur drei Tagen Sesselfurzerei vor dem PC in der Firma schon wieder fast urlaubsreif fühl, damit hätt ich ja doch nicht gerechnet.
Weil es heute nachmittag mit minus 3°C richtig schön warm ist, beeil ich mich heimzukommen und die Schi ausm Keller zu holen, schnell mit dem roten Töff an die nächsterreichbare Spur hoch auf den Heuberg. Da ist schon tagelang Frost, klare Luft, blauer Himmel und keine Andeutung einer Wolke. So auch heute, und was dazukommt: Fernsicht, daß einem der Mund offenbleibt. Komplettes Alpenpanorama, so oft der Wald eine Lücke nach Süden hat.
Ich freu mich, einige Bekannte gleich wieder zu erkennen, zB. der Tödi sieht so nah aus, als könnt man draufspucken. Und das Besondere an der Situation: das komplette Voralpenland ist unter ner dicken Nebeldecke verschlossen. Die armen Bodenseebewohner hocken vielleicht schon wieder tagelang im Halbdunkeln.
Heut fahr ich nur zwei kleine Runden, weil heute die Koordination etwas zu wünschen übrig läßt, muß achtgeben, nicht über die eigenen Füße zu stolpern; statt Schnellfahren ist dann eben Zeit zum Fotos machen vorhanden. Macht nix, nächstes Mal wirds wieder besser. Dafür macht mir heute, am Abend noch, der Spur-Truck eine jungfräuliche Loipe in den Schnee, die ich heute als Erster befahren darf
…
Zu kalt.
Also ich würde ja gerne zur Zeit, wenn draußen schon so widerliche Radfahrbedingungen sind, zu gerne mal wieder Schifahren am Feierabend, die Möglichkeiten sind dazu alle vorhanden, Schnee ist reichlich da, auch zum Hinfahren nicht nur an die nächsterreichbare Spur hab ichs ja nicht weit mit dem kleinen roten Corsa; nur, wenn ich das tagsüber näher in meine Planung aufnehme, fällt mir auf, daß feierabends draußen nur minus fünf Grad sind, und da die Temperaturen leider nicht so bleiben, sondern ruckzuck, ja fast stündlich ein bis zwei Grad, weiter runter rutschen, um nach ein bis zwei Stunden auf den Schi bei beinahe minus zehn anzukommen, muß ich, zu schade eigentlich, feststellen: is mir echt zu kalt.
Momentan bin ich lieber Weichei, setz mich in die Bude und mach die Heizung auf. Asche auf mein Haupt, aber: wird sich ändern, schon bald wieder. Manchmal bin ich froh daß mir die Rumhockerei schnell wieder auf den Keks geht, ich wart gradezu drauf.
Dicke nasse Schneeflocken
Im Gegensatz zu gestern regnets ja heute deutlich mehr, was heißt oben aufm Heuberg schneits wahrscheinlich deutlich mehr als hier unten. Um vor dem nächsten Tauwetter noch was vom Schnee abzubekommen, laß ich mich mittags vom kleinen Corsa zur Böttinger Loipe hochbeamen.
Zum Einstieg erstmal wie gestern zum Klippeneck, wo sich heute tatsächlich der Flugplatz durch den Nebel erkennen läßt. Ich häng eine Runde dran und rutsch Richtung Gosheim weiter. Zurück gehts an Böttingen vorbei, und hier wirds ungemütlich, weil der Westwind mir die fetten Schneeflocken auf die Brille bläst. War die Sicht vorher schon nicht besonders, ist sie jetzt fast ganz weg und ich bin froh, nach der Hochebene dort oben den rettenden Wald zu erreichen.
Von dort aus isses nicht weit ins Birental und bei leichtem Schneefall schieb ich mich das Tal runterwärts. Die Schneemengen sind beachtlich, kein bischen Boden guckt raus, nur ist das Zeugs heute ziemlich nass und dementsprechend unrutschig. Der dicke Neuschnee in der Spur legt noch eins drauf und bremst zusätzlich. Aber so wollt ichs ja haben, sportlich und viel Sauerstoffdurchsatz. Beides ist heute drin, nur schnelles Fahren kann ich mir abschminken. Noch eine Steigung Richtung Parkplatz am Steinbruch, und das meiste ist erledigt.
Das hat wieder mal Spaß gemacht heute. Und weil die Runde schön lang und außerdem das Vorwärtskommen zäh war, bin ich auch mal richtig ausser Puste.
Schlechtwetterspaß
Die Schneeverhältnisse sind unverändert saugut hier. Zwar regnet es draußen schon am Morgen leicht bei Null Grad, aber der Heuberg liegt ja mal fast dreihundert Meter höher und dort oben krümelt das bisserl Regen schon längst als Schnee runter.
Keine Frage was heute ganz oben auf dem Programm steht: Schi fahren!
Mittlerweile hab ich mich in die völlig radfreie Saison eingefügt und mit den neuen Bretterln, die im Vergleich zu meinen alten Latten kaum Gewicht haben, macht die Sache so richtig Laune. Der Schnee is zwar etwas zu frisch in der Spur und rutscht nicht übermäßig gut, aber was solls? Die Landschaft drumherum und der Frischluftfaktor sind entscheidend.
Das Wetter gibt immer die Stimmung vor. Bei Sonnenschein und blauem Himmel isses ne komplett andere Situation als bei bedecktem Himmel oder Schneefall, oder bei sowas wie heute. Die Szenerie heute hätte jedem Gruselkrimi eine passende Kulisse abgeliefert.
Zur Abwechslung dreh ich nach der Hirnbühlrunde runter ins Birental, am Ende hoch ans Klippeneck, wo es sommers einen Segelflugplatz zu sehen gibt. Nicht so heute, im dichten Nebel war die Grenze zwischen oben und unten nicht mehr zu sehen. Ein Mordsgaudi. Die gleiche Strecke retour, weil auf direktem Weg zurück hätt ich wieder mal alles selber spuren dürfen.
Super Tour mit vergleichsweise wenig Aussicht 
Drei schnelle und einsame Runden auf den Langlaufski um den Hirnbuehl im teilweise dichten Schneetreiben vertreiben den Bodennebel wenigstens etwas aus dem Kopf und drehen den Gute-Laune Regler ein deutliches Stück in den grünen Bereich, während sich unten im Tal die Leut autoschlangenbildend in panischer Langsamkeit und schleichender Hektik durch den Feierabendverkehr in Richtung Weihnachtsrummeleinkauf bewegen.
Besser gehts nicht.
Die ganze Woche hats hier geschneit, und jetz ham wir den Salat. Überall liegt das kalte weiße Zeug rum. In der Gegend, wo ich wohn, ist es Brauch, aus diesem Notstand eine Tugend zu machen. Da ich schon lang hier wohn, beherrsch ich das auch ganz gut.
Am Mittag mit dem flinken Corsa hoch an den Dürbheimer Steinbruch, Langlaufski im Gepäck. Dort ist die erste erreichbare Loipe, eine von vielen, alle landschaftlich absolut super. Perfekt gespurt, schöner fester Schnee, und bei minus ein Grad isses auch schön warm. Heute hab ich meine neuen Bretterln dabei. Das sind nur Schuppenski, das reicht mir gut, ich brauch keine Wachs-Ski, ich bin ja auch immerhin kein Fachmann, der das so richtig kann, sondern nur ein sportlicher Spazierenfahrer. Nur Skaten tät ich zu gerne noch lernen; momentan hab ich nur etwas Muffe, den erst frisch angewachsenen Haxen unterwegs wieder zu verlieren.
Ich gönn mir eine herrliche Runde vom Parkplatz weg im Uhrzeigersinn, wieder zurück und nochmal wieder hin. Auch im Wald wäre es perfekt zum Loipen, aber heute brauch ich das viele Licht und die freie Sicht auf der Hochebene um den Hirnbühl, um den Kopf freizubekommen und durchzuleuchten. Was dann auch trefflich gelingt. Nach reichlich einer Stunde ist die Sache erledigt, fertig für heute. Nach der grad überstandenen Grippe ist das reichlich genug.
So ein herrlicher Nachmittag
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Die üblichen Schneebilder sehn ja alle gleich aus, aber ein paar konnt ich mir nicht verkneifen.
Heute sah das so und so und so aus dort oben.