Donnerstag, 4. Juni 2026 – Die rote Weigelie

Donnerstag, 4. Juni 2026 – Die rote Weigelie

Momentan ist wieder etwas Fotoflaute, Motivation für Bilder wäre ja vorhanden, aber dennoch scheinen sich die Motive zu verstecken oder beim Annähern davon zu laufen. Dabei ist völlig klar, dass sich so ein Mißstand nur im Kopf abspielt, man ist abgelenkt, nicht bei der Sache oder sonst irgendwas trübt den Blick – keine Chance zu sehen, was sich Schickes vor der Linse bewegt. 

Auf der heutigen Donnerstagstour gab es da noch diverse Gartensträucher zu sehen und dieser eine hier fällt durch seine fantastische Farbe auf, man kommt nicht dran vorbei ohne zu staunen. Laut der G* Bildersuche ist das eine Weigelie Bristol Ruby. Wussten wir bislang nicht. Das sind angeblich anspruchslose Pflanzen, leicht zu beschaffen und preiswert.

Hm, da kommt man auf den Geschmack, sowas für den Vorgarten? 

Der Waldtroll

Der Waldtroll

Mit so einem richtigen Waldtroll, da ist nicht zu spassen.
Das weiss jeder, der den Kleinen Hobbit von Tolkien gelesen hat.
Die mögen vielleicht etwas dumm sein, dafür aber sehr aufdringlich und sie haben ständig Kohldampf. 
Eine Begegnung nachts wäre also schon risikobehaftet, schnell landet man bei denen im Kochtopf.

Unser Waldtroll hier, wild mit den Armen fuchtelnd, hat leider verpasst, sich bei Sonnenaufgang rechtzeitig zu verkrümeln. Dann werden die üblicherweise zu Stein (im Hobbit nachzulesen), aber manchmal klappt das mit dem Versteinern nicht so richtig und es kommt dann, wie hier zu sehen, ein hölzernes Exemplar dabei raus; der hier scheint noch etwas überrascht von der Situation zu sein:

Die Zuckerwatte

Die Zuckerwatte

Ein Gedicht, das mir immer wieder durch den Kopf geht.

***
So schlimm sind wir noch nicht mal dran,
wie auf dem Rummelplatz die Zuckerwatte. 
Sie wird bestaunt und aufgegessen,
dass einer sie gesponnen hatte,
das ist im Handumdrehn vergessen. 
***

(Quellenangabe: Das ist leider nicht von mir geschrieben.
Von wem dann? Liess sich mit der G* Suche nicht feststellen.
Ich hatte bisher Herman van Veen im Vedacht, der Text würde zu ihm passen.)

Freitag, 22. Mai 2026 – Im Donautal

Freitag, 22. Mai 2026 – Im Donautal

Für die Chronik:

Sonnige Freitagswanderung von Fridingen hoch zur Ruine Kallenberg.
Besuch am Kaiserstand und dann durch ein verwachsenes Seitental runter zum Radweg an der Donau. 
Die Zecken sind derzeit in Hochform, daher immer wieder mal welche einfangen bevor die festsitzen.

Das Schloss Bronnen gibt’s heute nur aus der Ferne zu sehen.
Foto hatten wir schon? Stimmt, aber heute gibt’s das sogar in Farbe:

Maipilze – die Zweite.

Maipilze – die Zweite.

Nochmal Gelbstielige Nitrathelmlinge, sorry, aber die mussten hier rein, weil mich diese Kleingewächse komplett faszinieren.
Und der Name möchte einem weit gefährliche Pilze in Aussicht stellen als die freundlich dreinblickende Familie, die man dann vorfindet:

Erntefrische Pilze

Erntefrische Pilze

Gleich vorweg: der Titel täuscht wieder mal, hier wurde nichts geerntet. 

Auf der letzten Tour auf den Hausberg standen sie direkt in Griffhöhe am Weg, auf einem alten Baumstamm: Frische Pilze, Saison 2026.

Nach wenigen Tagen Regenwetter sind die also schon wieder unterwegs, schau an. Und fürs Foto nur das Händi am Start. Daher am nächsten Tag nochmal über denselben Weg hoch, Kamera dabei. Da so Pilze üblicherweise recht geduldig sind, war fürs Foto genügend Zeit. 

Wie heissen nun diese schicken geselligen Teile? Von Pilzbestimmung keine Ahnung, da musste also wieder die G* Bildersuche herhalten. Und die war der Ansicht, dass es sich um Gelbstielige Nitrathelmlinge handelt.

Hier also das freundliche Familienporträt:

Sonntag, 17. Mai 2026 – Neues vom Berg

Sonntag, 17. Mai 2026 – Neues vom Berg

Untertitel: Technik im Wald

Die kleine Sonntagnachmittagstour: über den steilen Otto-Schmid Weg auf den Hausberg und über den Helmut mit einigen Variationen durch den Wald wieder runter. Am Otto ist natürlich ein Besuch an der gemütlichen Aussichtsbank obligatorisch und dort die übliche Sucherei nach einem Fotomotiv ebenso. Letzteres fand sich in einem der schönen Spax Schraubenköpfe, direkt auf der Sitzfläche der vom Wetter ausgebleichten Bank. Die Spax war nebenbei noch aus Edelstahl und besass durch die vielen Hinterteile, die mit der Zeit auf ihr gesessen haben, eine top glänzend polierte Oberfläche. Was will man mehr. 

Aber nicht genug damit. Der neugierige Technikfan will tatsächlich mehr über so eine scheinbar einfache Schraube wissen. So stellt sich dann raus, dass dieser Schraubenkopf nicht eine normale Torx Innensechsrund Aufnahme für den zu verwendenden Bit zum Einschrauben besitzt, sondern dass es sich hier um eine T-Star Plus handelt, der dazu gehörige Bit besitzt am Ende der Klingen einen Führungszapfen, der in die runde Vertiefung im Schraubenkopf (kann man auf dem Bild sehen) eingreift. Damit erreicht man eine festere Verbindung zwischen Schraube und Bit. Darüber hinaus besitzen die Klingen am Bit nicht die gängigen konischen, sondern parallele Schneiden, was den Bit zusätzlich am Herausrutschen hindert. 

Meine Güte. Was man im Wald alles so dazu lernen kann. 

Samstag, 16. Mai 2026 – Unter dem Hummelsberg

Samstag, 16. Mai 2026 – Unter dem Hummelsberg

Warum steht da unter und nicht auf dem Hummelsberg? 
Weil wir gar nicht oben waren.

Der Hummelsberg ist eine der zehn unscheinbaren Erhöhungen hier am südlichen Albrand mit knapp über 1000 Metern. Da kommt man bei fast jedem Spaziergang oder jeder Mountainbike Radtour vorbei, eine kleine Tafel zeigt dem Besucher, dass er oben angekommen ist und von dort gibt’s dann eine feine Aussicht zum Schwarzwald oder bei klarem Wetter auch bis in die Vogesen.

Unterhalb des Hummelsberges befindet sich ein verlassener Steinbruch und dieser war das Ziel unserer Neugier auf der heutigen Wandertour. Alte Steinbrüche haben oft sowas von Lost Places und häufig kann man da was Interessantes aus der Vergangenheit finden, etwa ein paar Versteinerungen oder irgendein rostiges Stück Metall mit viel Geschichte und Geschichten an der Oberfläche. Die Ausbeute an solchen Fundstücken war diesesmal allerdings gleich Null, sowas kommt ja selten vor. Im Steinbruch selbst kann man weiter hinten reichlich hoch steigen oder klettern, bis man dann endlich bei jedem Schritt schneller wieder runter rutscht als man bergauf steigt. Für den Ausweg rettet man sich am besten seitlich in den Wald hinein, bis unter den Schuhen wieder gehbares Gelände zu fühlen ist. 

Als schöne Beute für zuhause gibt’s das aktuelle Tagesfoto: ein buntes Rohr, das einsam im Wald herum steht, scheint neugierig und einäugig wie Polyphem seine Umgebung zu beobachten, aber bedrohlich sieht es dennoch nicht aus. Schöne Installation zwischen dicken Tannen, weichem Moos und natürlich reichlich frischem Waldgrün:

Die Schachtabdeckung

Die Schachtabdeckung

An vielen Stellen am Panoramaweg hier oder auch weiter bergauf sickert Wasser aus dem Boden, die Bäche sind teilweise so klein, dass sie in keiner der verfügbaren Wanderkarten zu finden sind. Manche der Rinnsale werden weiter unten als richtiger Wasserlauf zusammengefasst. Und fast an jedem dieser Brunnen steht so ein Teil oben drauf. Die Primquelle weiter hinten im Wald besitzt eine ganze Anzahl dieser Deckel, die sind dort allerdings schick und blank aus Edelstahl oder Alu. 

Es war übrigens überhaupt nicht einfach, das richtige Wort für das Teil zu finden. Die G* Bildersuche lässt einen da weitgehend im Zweifel darüber, wie so ein Ding genannt wird. Nach einer Weile des Suchens landet man dann irgendwie bei Schachtabdeckung und mit diesem Wort als Suchbegriff, gibt man als Zusatz noch Entlüftung dazu, kommt in erster Näherung an so einen Gegenstand ran.

Auf dem Bild also eine rostige Schachtabdeckung unterhalb der Aussichtswiese: