Dienstag, 9. Dezember 2025 – Frisches Waldgemüse

Dienstag, 9. Dezember 2025 – Frisches Waldgemüse

Ungeachtet der fortgeschrittenen Jahreszeit wachsen hier die Jungpilze im nassen Moos nicht nur aus dem Boden, sondern auch noch senkrecht an Baumstämmen oder an allem anderen Gewächs, wo die sich nur irgendwie festhalten können. Die schönsten Exemplare stehen nicht am Wegrand, sondern die halten sich eher versteckt im Halbdunkel auf, dort wo das Moos am dicksten ist und die Flechten lang von den Zweigen herunter hängen. 

Das wilde Pilzleben

Das wilde Pilzleben

Die Schöne und das Biest

Allzuviele Pilzmotive gibt es derzeit so Anfang Dezember nicht mehr zu finden, aber die paar übrig gebliebenen Exemplare haben es in sich. Tapfer wie kriegsversehrte Veteranen scheinen sie einsam dem Verfall durch Fäulnis, Wetter und Insektenfraß zu trotzen, sie halten selbst umgekippt noch ihre Position und blicken entschlossen und mit bissigem Blick in die Kamera. Und, kaum zu glauben, ein junger Nachwuchspilz, der sich jetzt noch aus dem Moos heraus traut, sieht ihn bewundernd an, den alten Haudegen. 

Dienstag, 2. Dezember 2025 – Auf Pilzsuche

Dienstag, 2. Dezember 2025 – Auf Pilzsuche

Ein sonnig schöner und auch nachmittags noch etwas frostiger Dienstag. Was tun?
Im Spaichinger Wald Pilze suchen, von denen gibt es ja immer noch einige Spätstarter. 

Die meisten Pilze sind nach dem ersten Frost einfach umgekippt oder, noch schlimmer, sie schmelzen in halbflüssigem Matsch auf dem weichen Moos langsam dahin. Das machen aber längst nicht alle mit. Auf der Suche nach schicken Pilzen fürs Foto sind die Exemplare auf den abgesägten Baumstümpfen oft die erste Wahl. Die scheinen geradezu fürs Foto zu posen und außerdem muss der Fotograf nicht auf dem Bauch im Moos oder im Schlamm liegen. Und wenn doch, was solls, man freut sich über das Ergebnis 🙂 

 

Samstag, 29. November 2025 – Backtag

Samstag, 29. November 2025 – Backtag

Das jährlich Ende November stattfindende Projekt Weihnachtskekse backen hat wieder mal den kompletten Samstag in Anspruch genommen, und dabei ist der halbe Freitag mit Vorbereitungen und Teig herstellen noch nicht mal mit eingerechnet, da darf ich nämlich draussen die Weihnachtsbeleuchtung auf dem Balkon anbauen. 

Ein feierabendlicher Blick Richtung Fenster und nein, der Blick ist noch nicht vom Glühwein getrübt:

Waldwege

Waldwege

Waldwege? Was soll das nun wieder?

Wir haben hier in unserer Wahlheimat das unscheinbare und doch kaum bezahlbare Glück, eine tägliche Auswahl an breiten Waldwegen und schmalen Wanderpfaden zu haben, von der viele nur träumen können. Man muss die Wege allerdings nutzen und deren Wert unterwegs sehen und wahrnehmen. Auch hier bekommt man nix geschenkt. 

Die Stimmung wie im Märchen drängt sich geradezu auf:

Mittwoch, 26. November 2025 – Hausberg

Mittwoch, 26. November 2025 – Hausberg

Hier bei uns haben wir es gut, wenn unten im Tal der übelste Schneematsch runter regnet, findet die paar Hundert Meter weiter oben am Albrand schon der schönste Winter mit heute etwa zehn Zentimeter Neuschnee statt.

Die Aussicht dagegen ist eher mau, unter den Schuhen Schnee und oben dicker Nebel und selbst das Kunstwerk dort wirkt etwas ratlos:

Kunst im Wald

Kunst im Wald

Neulich am Plettenberg

Oben am Wanderweg entlang des Plettenberg Steinbruches, an einem verlassenen Betongebäude, in the middle of nowhere, wo der Winter momentan fast ausschliesslich in weiss und schwarz präsent zu sein scheint und die meisten Farben versagen, es hat etwas von Lost Places, gerade dort war dieses Stück Sprayerkunst nicht zu übersehen. Nicht mehr ganz frisch, aber gerade die etwas kratzige Patina an diesem Werk macht für mich den besonderen Reiz aus. Wer immer das Werk dort in der Einsamkeit angebracht hat oder wie alt es auch sein mag, mein Respekt vor diesem Werk ist dem Künstler sicher.

Und zu allem Überfluss – der frische Schnee auf dem spärlichen Grasresten vor diesem Kunstwerk – ich liebe es 🙂 

Mittwoch, 19. November 2025 – Plettenberg

Mittwoch, 19. November 2025 – Plettenberg

Besuch auf Raumstation Tauris 12

Hier am südlichen Albrand liegt inzwischen eine dünne Lage Schnee, der zwar an den sonnigen Hängen längst weggetaut ist, aber weiter oben im Wald und im Schatten sowieso noch unberührt den Waldboden bedeckt; dort ist auch überall noch Frost und die Wege sind daher gut zu gehen und kein bischen matschig wie sonst. 

Der steile Aufstieg von Dotternhausen auf den Plettenberg durch die kalte Winterluft macht daher viel Spass und oben auf dem Plettenberg angekommen hätte man auch fast Aussicht bis Panama, aber so klar ist es ja selten und so kann man heute süd- und westseitig in die Runde schauen und immerhin die Vogesen, den Schwarzwald und etwas von den Alpen erkennen.

Die Landschaft macht also zum Schauen richtig was her und dreht man sich nur um, so ist dort das glatte Gegenteil zu sehen, dort befindet sich hinter einigen Kiefern der grosse Steinbruch im Plettenberg, an dessen steiler Abbruchkante man direkt entlang laufen und runter schauen kann; der Gruselfaktor angesichts der Tiefe hält sich dank des Maschendrahtzaunes etwas in Grenzen und so steht man da gerne mal eine Weile da und lässt die Mond- und Kraterlandschaft auf sich wirken. Die künstliche Welt dort unten wird geschmückt durch Schaufelbagger in beachtlichen Grössen, die stehen dort aber nur herum und die ganze verlassene Szene wirkt etwas dystopisch wie in einem Endzeitfilm. 

Sonntag, 16. November 2025 – Regenspaziergang

Sonntag, 16. November 2025 – Regenspaziergang

So eine Tour im verregneten Herbstwald, die hat ihre eigene Stimmung.

Kaum Geräusche sind zu hören, nur das leise Regenrauschen und das Tropfen von den Bäumen. Es wieder ungewohnt hell so mitten im Wald, weil da kaum noch Blätter an den Bäumen hängen und die dicke Lage Laub unter den Wanderschuhen fühlt sich an wie ein Wohnzimmerteppich!

Beobachtet

Beobachtet

Radtour an der Donau entlang, Pause machen und sich umschauen. 
Siehe da, noch jemand unterwegs, man fühlt sich schnell beobachtet. 
Frau Mahlzahn (aus der Drachenstadt, Jim Knopf und Lukas) sitzt da im Gebüsch und lauert.
Schön, dass mir diese Geschichten noch im Kopf rumschwirren.