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andi's lustige abenteuer

Archiv: Dezember 2009

Silvesterlauf

Spaichinger Wald

Zum Jahresabschluß gibts noch eine feine Laufrunde mit den Nordic Walking Stäbchen im Spaichinger Wald. Da seit zwei Tagen glücklicherweise nur warmes Wasser statt kalter weißer Flocken vom Himmel fällt, sind die Wege fast durchgehend richtig gut begehbar, nur an manchen Stellen hat sich glattpoliertes blankes Eis gehalten. Dort ist aber dann auch wirklich nichts zu machen außer sich rechts oder links der Gletscher vorbei zu mogeln, denn direkt auf abschüssigen Eisplatten kann man fast nicht mal stehen. Gute zwei Stunden Frischluft über null Grad Celsius, zu schön!

Radfahren 2009

Radeln Jahresabschluß

Jetzt am 29. Dezember ist radfahrtechnisch so gut wie alles erledigt für dieses Jahr. Fast alles hat wie üblich einen Riesenspaß gemacht, und ich bin dieses mal auch nicht bei jedem erdenklichen Sauwetter auf einen meiner Drahtesel gestiegen, nur um Kilometer abzuspulen. In diesem Jahr sind es knapp 6000 Kilometer geworden, schön so! Im letzten Jahr waren es fast das Doppelte, du meine Güte, ich frag mich manchmal, wie das bloß ging, war ich doch mit Klinik, Reha etc  zwei Monate offline …

Der Schwerpunkt lag diesmal etwas anders als im letzten Jahr, weil ich nach dem Radunfall im Mai 2008 zwar wieder exzellent radeln gelernt hab, aber beim Gehen war immer noch Schlagseite zu bemerken. Um dem zu begegnen, war Laufen, Wandern und Nordic Walken das Rezept meiner Wahl. Mit reichlich Erfolg, muß ich feststellen. Joggen dagegen war nicht unbedingt die ideale Kur, weil das bei jedem Schritt zu hart in die Knie haut.

Die Räder haben grad wetterbedingte Winterpause, drei davon stehen oder hängen in der Garage rum. Das vierte, der Renner, steht im Keller auf der Rolle und wartet drauf, daß er benutzt wird. Aber dazu reicht der Winterfrust noch nicht ganz aus, weil das Wetter bisher immer noch erlaubt hat, rauszugehen und irgendwas draußen zu erledigen.

Nächstes Jahr gehts hoffentlich weiter. Schaumermal …

Schuhe kaufen

Ein Trauerspiel in zwei drei vielen Akten.

Heute war statt des üblichen Dauerwanderns bzw. Nordic Walkens ein Besuch beim LARCA in Schorndorf an der Reihe.

In den vergangenen Wochen hatte ich vergeblich erst ein Paar Wanderhalbschuhe bei Globetrotter Versand versucht. Erst war die Größe nüscht, viel zu klein. Das zweite Paar hatte scheinbar die passende Größe, leider hat auch das gezwickt, hinten, vorn, überall. Wirklich schade, ich hatte mich schon in die leichten Schlappen verguckt. Und jedesmal dieser Murks mit Versand hin, Versand her.

Bei LARCA gibts ja tatsächlich Auswahl ohne Ende, aber leider kam auch dort nicht der Reinsteigen- und Wohlfühlen Effekt zustande. Bei keinem der zig anprobierten und probegelaufenen Latschen. Marken werden hier nicht genannt, fast jede bekannte Marke hat was Exzellentes zu bieten.

Dann eben nicht. Zu schade auch, hatte mich nämlich nach den Fehlversuchen in letzter Zeit schon gefreut, meinen Besohlungspark erfolgreich zu erweitern.

Spaichinger Wald

Laufrunde am Sonntag

Heute am 27.12.2009 ist ja ein ganz normaler Sonntag, kaum zu glauben nach den vielen Feiertagen. Nach ausgiebigem Ausruhem am Morgen muß mittags noch eine Runde Nordic Walking her. Das schöne Wetter vom Vormittag hat sich auch rechtzeitig davon gemacht, es fängt pünktlich an zu schneien, als wir die Haustür verlassen haben und im Wald angekommen sind. Im Spaichinger Wald ist es größtenteils gut zu laufen, nur manche Stellen sind großflächig vereist und durch den frisch darauf fallenden Puderschnee eher zum Schlittschuh fahren geeignet. Trotzdem klappt auch heute alles und nach der Saukälte am letzten Wochenende füht sich der Winter momentan fast warm an. Zwischen dichten Schneeflocken hindurch macht die Sache zwei Stunden lang richtig Spaß. Gut so.

Laufrunde am Weilheimer Berg

Wanderung am zweiten Weihnachtstag

Das schöne Tauwetter ist leider schon wieder vorbei. Naja, hat ja etwas geschneit in der Nacht, die Sonne scheint und weil es nichts Schlimmeres gibt, als einen Feiertag mit Sofasitzen zu verbringen, gehts morgens um elf los auf dem Weilheimer Berg. Da kann das Auto zuhaus bleiben.

Erst mal querfeldein hoch über den frischen Schnee nach Hausen o.V. Danach versuchen wir, an der Sonnenseite des Berges zu bleiben, was auch größtenteils klappt. Oben sind die Waldwege komplett mit dickem Eis belegt, die dünne Puderschneedecke hilft noch dazu, daß man sich hier kaum auf den Füßen halten kann. Ich kenn einen feinen Singletrail an der Westseite des Berges oberhalb von Seitingen, da ist es stellenweise fast frühlingshaft. Prima, genau das suchen wir in dieser Jahreszeit. Oberhalb von Wurmlingen drehen wir um, der Rückweg verläuft ähnlich, immer schön an der Sonnenseite. Fünf Stunden Frischluft getankt, prima.

So muß man sich hier den Winter halt schönreden.

Weihnachtswanderung

Besuch am Höwenegg

Von den hier rumstehenden Hegauvulkanen hatten wir die meisten in den letzten Wochen schon besucht. Blieb fast nur noch der Höwenegg übrig. Im Gegensatz zu den anderen ragt dieser nicht auffällig in der Gegend in die Höhe, sondern besteht fast nur aus einem runden wassergefüllten Kraterloch. Und selbst das ist nicht mal vulkanischen Ursprungs, sondern nur noch der Rest eines großen Steinbruchs.

Den Höwenegg findet man nicht aus Versehen im Vorbeifahren, sondern muß gezielt auf der Karte suchen und hinfahren, weil er etwas abseits vom Rummel versteckt im Wald liegt. Hintendran ist nur noch eine Kaserne mit einem Truppenübungsplatz. Dementsprechend verlaufen sich kaum Touristen hierher und am Weihnachtstag ist schon garnichts los.

Der See selbst ist nur von einer Seite über einen Zaun zugänglich. Etwas unheimliche Atmosphäre ist dort, fast keine Geräusche zu hören und nur gelegentlich ein Vogel oder irgendwo fällt ein Stein aus der Steilwand ins Wasser. Beim Abstieg runterwärts stehen rechts und links Basaltwände herum, heute gibts dazu noch ein paar Tierspuren im Schnee.

Oben gibt es einen Rundweg, von dem man leider kaum runtergucken kann. Mit dem Wetter haben wir heute Glück, die Sonne zwängt sich durch die Wolken und überall drumherum scheints nur schwarze Wolken zu geben. Sicht zum Bodensee, naja geht so, die Alpen sind heute nicht zu sehen.

Bewertung: Nettes Nachmittagsprogramm ohne Anstrengung mit freundlicher Beleuchtung, so mitten im Dezember.

Wanderung im Ursental

Vier-Burgen Wanderung am Heiligabend

Heute am Heiligabend fällt das früher übliche Weihnachtsklettern mit Lebkuchen und Glühwein am Schreyfelsen aus. Es ist nass, regnet etwas und im Wald liegt noch jede Menge Schnee rum.

Die Eingeborenen hier beschäftigen sich überwiegend mit Einkaufen, so scheint es; ideale Bedingungen also für eine Wanderung abseits vom Trubel. Wir starten um die Mittagszeit bei düsterem Wetter ins Ursental. Die Lauferei strengt auf dem Pappschnee ordentlich an, gut daß wir die Nordic Walking Stäbchen dabei haben, nur so läßt sich verhindern, daß man bei jedem Schritt vorwärts einen halben wieder rückwärts rutscht. In Risiberg geht es runter ins Tal, an der Ruine Kraftstein wieder hoch auf die andere Talseite. Geht prima heute bei dem warmen Wetter! Oben an der Kante gibts gelegentlich schöne Ausblicke ins Tal runter.

Umkehrpunkt ist an der Ruine Bräunisberg, den Aussichtspunkt schenken wir uns dank des aufkommenden Regens und weil es bei der Schneelage etwas heikel ist, bis an die Kante vor zu klettern. Ab hier geht es lustig und rutschig über ein kleines Steiglein im Zickzack runter ins Ursental. Weiter auf der anderen Talseite wieder hoch zur Ruine Wallenburg. Fast geschafft, der Regen hat freundlicherweise aufgehört und nicht weit von der Ruine Altrietheim vorbei sind wir wieder am Ausgangspunkt.

Von den scheinbar reichlich vorhandenen Ruinen ist tatsächlich nur noch die Kraftstein als solche erkennbar. Dort stehen ein paar finstere mit Moos und Efeu überwachsene Mauern im Wald rum, die übrigen Burgen sind nur noch auf der Landkarte und auf den Beschilderungen vorhanden.

Klippeneck

Sonntag, 02.12.2009

Super sonniges Wetter, die morgentlichen minus wasweißich Grad sind schnell vergessen, jetzt nur raus aus der Bude. Fahren kommt nicht in Frage, wir machen eine Wanderung aufs Klippeneck, das sieht schon von weitem so einladend aus. Die Schwäbische Alb hat hier ihren Südrand; die Hügel entlang der Kante sind fast durchweg ca 1000m hoch und dementsprechend ist auch die Schneelage. Wir laufen erst übers Michelfeld, dann hoch nach Denkingen über weiße Wege und Felder, danach gibt es einen kleinen Waldpfad, erst flach, dann steiler und zuletzt zwischen Felsen hindurch aufs Klippeneck.

Hier oben ist im Sommer ein Segelflugplatz und jetzt jede Mende Schnee. Zum Schifahrn reicht es aber doch nicht so ganz. An der Albkante entlang gibts einen Wanderweg vorbei am Dreifaltigkeitsberg, wo wir einen einsamen Abstieg durch den Wald nach Balgheim nehmen. Lange Pausen gibts nicht, die Kälte kriecht schnell unerwünscht irgendwo rein und Ostwind ist auch noch. Also gibts nicht anderes als stramm durch marschieren nur um warm zu bleiben, was auf die Dauer und dem gefrorenen Boden doch ziemlich anstrengt. Der Spaß dauert etwa fünf Stunden und damit ham wir dem Winter wieder einen herrlichen Tag abgeluchst. Das muß man sich hier immer wieder einreden. Das ganze Winterdrama dauert hier in sonst ganz schönen Gegend fast ein halbes Jahr, Oktober bis April ist nicht selten. Sowas geht an die Nerven. Ob das auf die Dauer meine Heimat bleibt?

Gefrorene Finger

Laufrunde im Spaichinger Wald am Samstag, 19.12.2009

Das Wetter ist ja heute alles andere als einladend, um sich vor die Haustüre zu wagen, ich frag mich sowieso schon den ganzen Tag, wie es bei -12°C schneien kann. Ist ja völlig absurd und doch wahr. Der Frischluftdrang treibt mich nachmittags noch zu einer Laufrunde ins Freie, der Spaichinger Wald ist heute die Laufstrecke meiner Wahl, nach zehn Minuten spür ich die Finger nicht mehr. Aber es kommt noch schöner, ich lauf was ich kann, um warm zu werden, was dann auch prima gelingt. Nur die Finger quittieren das langsame Wiederauftauen mit herzhaftem Biss, das tut mal so richtig weh heute. Nach einer halbe Stunde ist das zweifelhafte Vergnügen überstanden und danach freu ich mich fast schwitzenderweise über die kalte und einsame Winterlandschaft.

Winterwanderung im Hegau

Freitag, 18.12.2009

Heute ist ja mal richtig schönes Wetter, gleich früh drängelt sich die Sonne durch den Morgennebel und scheint was sie kann. Das kann zwar nicht über die frischen -10°C hinwegtäuschen, aber wenigstens tut das der Laune gut. Ich will heute wandern, und zwar im Hegau, dort ist wenig Wald und viel freie Fläche um möglichst viel Sonne abzukriegen, was mir heute auch trefflich gelingen soll.

Start ist am Hegaublick, von dort aus nehm ich eine Runde bis Kirchen-Hausen und retour unter die Füße. Die Ruine Stetten liegt am Weg, ein Besuch in dem alten Gemäuer ist obligatorisch. Diese Ruinen in der Gegend sind zahlreich und ziehen mich magisch an. Diese hier ist wegen angeblicher Baufälligkeit und Einsturzgefahr seit ca. zwei Jahren komplett abgeriegelt. Das war zu schön, einmal die Treppen innen bis oben zu steigen und den Rundblick über den Bodensee und die Alpen mitzunehmen. Ich glaub den Schildern kein Wort, es sollen lediglich Touristen rausgehalten werden.

Weiter gehts über verschneite Wege, schmale Pfade durch den Wald bergab und auf der anderen Talseite wieder hoch bis in die Nähe der auffälligen drei Windräder bei Leipferdingen. Ich hab die Nordic Walking Stäbchen dabei und laufe was diese Dinger hergeben. Die Kälte ist nicht vorhanden und die Sache macht so richtig Spaß heute. Die sichtbare Tierwelt besteht heute aus ein paar Meisen, zwei Bussarden und sieben Rehen. Die tiefgefrorenen Pilze am Waldrand passen überhaupt nicht in die Winterlandschaft. Unten im Tal plätschert ein lustiger Bach, der sich offensichtlich von der Kälte noch nicht zum völligen Einfrieren hat bringen lassen. So ein Optimist!

Meine Winterrunde endet wieder am Hegaublick mit Kaffi und Kuchen.
Du meine Güte. So ein sonniger Tag!

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