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andi's lustige abenteuer

Abends auf dem Radweg

Der Feierabend verlangt ja geradezu nach ein paar extra Kilometern mit dem Radl, weil es draussen endlich wieder schick und freundlich ist zu sein scheint. Die Luft auf dem normalerweise schönen Umweg um den Berg rum ist komplett kontaminiert mit Giftgas, jauchefahrende Bauern fahren um die Wette, wer hat das größte Fass? Kleine Schilder an den Äckern weisen den Besucher drauf hin, daß das Hundi beim Gassigehen hier nicht scheißen darf, weil Lebensmittel angebaut werden. Kubikmeterweise versprühte Gülle macht das Korn dagegen lecker, aber das ist am Ende doch nur für die Biogasanlage vorgesehen. Was auf den Tisch kommen soll, wird dann eben aus Holland importiert, von dort ist es jedenfalls schadstoff- und vitaminfrei, oder Südamerika, das ist soweit weg daß niemand mehr nach der Herkunft fragt.

3 Kommentare

  1. Träumerle Kerstin:

    Wow – was für ein grauer Himmel! Es schaut richtig mystisch aus.
    Lachen muss ich über das verbotene Hundehäufchen. Echt, wer macht schon in freier Natur das Häufchen weg? Ich kaufe jedenfalls keine Holland-Tomaten, wir essen viel Bio. Warum soll ich einen spanischen Apfel essen, wenn daneben im Regal einer aus Deutschland liegt? Der schaut zwar nicht so prächtig aus, muss aber nicht erst geflogen werden.
    Liebe Grüße von Kerstin.

  2. andi:

    Hi Kerstin,
    Holland Gemüse und Obst sind bei uns tabu. Äpfel haben wir vor der Haustür, am Bodensee können wir uns die Radltaschen voll kaufen, allein der Transport heeme ist dann unsere Sache. Nur was an der Strasse als „frisch“ verkauft wird, stellt sich schnell mal als alte Kühlhausware raus. Der Kunde kommt ja eh nie wieder. So geht das hier.
    Viele Grüße Andi

  3. Mike:

    Würde manch ein Leser dieses eigentlich netten Blogs seinem Spontanempfinden angesichts der Schwaben und „so ist das hier“-Äußerungen nachgeben, müsste dieser Leser sagen: „Warum bist du dann hier?“.
    Konjunktiv. Man ist ja gut erzogen als Schwabe.

    Gruß eines Ex-Schwaben, der jetzt am Bodensee wohnt. Und selbst hier wären die Äpfel nur bis November essbar, würde man sie nicht enstprechend (im „Kühlhaus“) lagern.

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