Zeitung lesen bildet

Zeitung lesen bildet

Seit Jahren lese ich aus verschiedenen Gründen keine Zeitungen mehr, weder die Tageszeitung noch das Wochenblatt, nicht den Stadtspiegel, den Südfinder oder wie das auch immer je nach örtlichen Präferenzen genannt wird. 

Mein Nachbar im Haus trägt nun regelmässig irgendwelche der oben genannten Blättchen aus. Sind mal welche übrig, dann ist er grosszügig und ich bekomme ein paar Gratisexemplare in den Briefkasten gesteckt. 

Was tun damit? Die verwende ich sehr gerne, um mit dem Papier, in kleine Portionen zerrissen, meinen Biomüllbehälter auszukleiden; damit werde ich, so denke ich mir jedesmal, auch gleich dem literarischen Wert der geschriebenen Artikel in diesen Machwerken gerecht. 

Es gibt erfreuliche Ausnahmen, die nur zufällig an die Oberfläche kommen, manchmal beim Zerreissen der Blättchen oder erst bei der Anwendung in der Biotonne, so ein Glück, da erscheint plötzlich ein wissenschaftlicher Artikel, der sich gewaschen hat. Nicht so ein gewöhnlicher Journalistenkram. 

Seien wir ehrlich, die Überschrift alleine verführt auch den abgebrühtesten Nichtleser, dabei zu sein: 

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