Im Hochseilgarten
Ein Hochseilgarten? Was ist denn das nun wieder?
Im Sprachgebrauch haben sich verschiedene Bezeichnungen für fast dasselbe Dingsda etabliert:
Seilgarten, Waldseilgarten, Kletterpark, Abenteuerpark oder ähnliche Bezeichnungen.
Kennt vermutlich fast jeder, solche Anlagen gibt’s überall.
Auch hier, nur wenige Kilometer von zuhause weg, gibts einen solchen Seilgarten. Der gehört einer in der Nähe ansässigen Brauerei und deshalb ist auch direkt unter dem Seilgarten ein urgemütlicher Biergarten mit der dazu passenden Kneipe angesiedelt. Wer nicht zwischen den Bäumen rumhangeln mag, der findet vielleicht in dem ebenfalls schick angelegten Minigolfplatz seine Herausforderung.
Wir wollten also vor einigen Tagen unsere nigelnagelneuen Kletterhelme probeweise auf dem Kopf ausführen und sind dazu in eben diesen Seilpark gegangen. Das war nun komplett neues Terrain für uns. Gleich vorweg: mit Klettern hat das Ganze überhaupt nichts zu tun. Das ist ein spannendes Spiel mit der körperlichen Geschicklichkeit, gefordert sind etwas Kraft in den Armen und vor allem viel Gleichgewichtsgefühl. Hat man sich anfangs mal an die ziemlich störrischen Sicherungsgurte gewöhnt, kommt schon nach einem einzigen Parcours die Erleuchtung: das macht ja Laune!
Die Herausforderungen bestehen überwiegend darin, etliche Meter über dem Boden auf total wackelig angelegten Tritten, Seilen, Stufen und sogar Slacklines zwischen den Bäumen von einer festen Plattform auf die nächste rüber zu wechseln. Versucht man, korrekt rüber zu kommen, dann spürt man kribbelig in den Füssen und unterm Helm (auf der Kopfhaut!) die unterschiedlichen Schwierigkeitsgrade. Passieren kann nichts, die Sicherungskette ist durchgehend und zwingend einzuhängen. Wer dabei komplett versagen sollte, der semmelt gerade mal einen halben Meter tiefer in den Gurt rein und kann sich dann an einem Führungsseil zur nächsten Plattform vorhangeln. Wer es rüber geschafft hat, dem winkt eine flotte hängende Seilabfahrt ins Tal runter und zum Einstieg in den nächsten Parcours, von denen hier sich ca. sieben oder sinds acht (? sorry I hab’s net zählt) in verschiedenen Schwierigkeitsstufen aneinander reihen.
Bewertung: Des is a mords Gaudi, mit dem ich nie gerechnet hätte.
Deutlich besser als erwartet – und die nächste Runde ist eingeplant.
Für den nächsten Besuch nehmen wir uns die anspruchsvollere Variante für Fortgeschrittene vor: