Fototechnisch

Alles ums Foto

Am Eichhof

Am Eichhof

Meine Methode zur Ablenkung von lauter Zeugs, was in einen klaren Kopf nicht reingehört, ist üblicherweise, das Fahrrad oder auch die Wanderschuhe und einen Fotoapparat zu schnappen, um damit neue Ecken in unserer schönen Gegend zu erkunden, die ich bisher noch nie gesehen hab oder in denen ich vielleicht schon hundert Mal unterwegs war, aber leider oft Wesentliches oder auch Kleinigkeiten übersehen hab. Wanderschuhe sind aus Gründen momentan leider tabu. Wird hoffentlich bald wieder.

Der Eichhof liegt irgendwo oben bei Aixheim, man kommt da nicht aus Versehen hin, sondern muss schon mit dem Radl nacheinander in mehrere Sackgassen hinein und wieder heraus fahren, um dort mit freundlicher Einsamkeit begrüsst zu werden. Dann das Fahrrad abstellen, Foto rausholen und die Gegend auf sich wirken lassen und versuchen, abzuschalten. Anschliessend versuchen, zu sehen, was man denn da so auf dem Bild eingefangen hat. 

Ein einfacher Holzschuppen mit geknicktem Dach, ein alter Anhänger davor, ein rostiges Emailleschild, das einem sagt: hier ist der Eichhof, eine Eiche rechts, ein vertrockneter Baum links, ein Dachgeschoss, an dem die Tür fehlt, eine trockene Wiese im Vordergrund, eine Teerstrasse rechts, die irgendwo hinführt, ein Tannenwald im Hintergrund, blauer Himmel mit Wolken, die man an einer Hand abzählen kann und 35 Grad Celsius, die man auf dem Bild nicht sieht.

Wie einfach kann die Welt aussehen. 

Hier der Schopf vom Eichhof, wobei Schopf ist eher Schwäbisch und das ist so etwas Ähnliches wie ein Schuppen auf Normaldeutsch. 

Freitag, 14. August 2026 – Der Aixheimer Fuchs

Freitag, 14. August 2026 – Der Aixheimer Fuchs

Aha, jetzt gibt es was über den Fuchs zu lesen?
Die Überschrift  suggeriert möglicherweise eine abenteuerliche Fuchsjagd oder sonst was.

Nun ja, heute leider kein Fuchsfoto. Schade. Dabei hatte ich mich wirklich um ein Foto bemüht, hatte den Fuchs in einem Maisfeld hinter Aixheim schon seit einer ganzen Weile beobachtet, der war komplett ohne Scheu und stand regelmässig am Weg, der sah halb verhungert und verdurstet aus und schien auf der letzten Rille zu laufen. Aber so einen alten Fuchs, den überlistet man nicht, indem man sich neben das Maisfeld hockt und auf eine Gelegenheit für ein Foto wartet, der ist inzwischen lange auf der anderen Seite aus dem Maisfeld raus und beobachtet seinerseits den wartenden Fotografen.

Stattdessen gibt es ein Foto von dieser schönen Malve auf dem Michelfeld. Eine Grasfläche von mehr als einem Hektar, auf der nahezu alles braun vertrocknet war und mittendrin einsam diese rosa Wunderblume, die sich anscheinend um Trockenheit oder Sommerwärme nicht schert. Na sowas!

Sommer am Obstbaumweg

Sommer am Obstbaumweg

Für die Chronik

Ein Sommerfoto vom Obstbaumweg, dort ist von zuhause aus der kürzeste Aufstieg zum Dreifaltigkeitsberg auf etwa 980 Meter hoch. Der Apfelbaum winkt mit seinen wenigen noch vorhandenen Ästen zum Gruss, so scheint es, aber da sind wir nie so ganz sicher. Im Hintergrund links geht es am Balgheimer Panoramaweg entlang zum Dreifaltigkeitsberg hoch, in der Mitte ganz hinten sieht man Russberg und Risiberg und rechts steht der Zundelberg. 

Landkärtchen

Landkärtchen

Landkärtchen? Was soll das denn bitte sein? 

Landkärtchen sind Schmetterlinge, hab ich bisher auch nicht gewusst. Auf der letzten Tour war mir das Glück hold, dass diese Viecher, sonst immer hippelig unterwegs und offensichtlich nur damit beschäftigt, dem Fotografen das Leben schwer zu machen, endlich mal kurz still gehalten haben. Also gleich knipsen was geht, um wenigstens etwas Erinnerung von der Tour konservieren zu können. 

Die Landkärtchen, so ist im Web zu lesen, gibt es in einer Frühlings- und einer Sommergeneration, die sich farblich deutlich unterscheiden. Beide haben auffällige und, subjektiv bewertet, richtig schöne Farbmuster auf den Flügeln. Zusammengefaltet sehen sie ziemlich unscheinbar aus, aber aufgeklappt, da machen die echt was her. 

Und hier sehen wir also Landkärtchen aus der Sommergeneration:

 
Turu der Regenmacher

Turu der Regenmacher

Wer Hermann Hesse gelesen hat, kennt auch Turu den Regenmacher. 

Passend zur Lage ein aktuelles Foto von Turu, gerade beschäftigt mit Regenmachen vor einem Wasserfass im Hintergrund:

Donnerstag, 18. Juni 2026 – Neue Giesskannen

Donnerstag, 18. Juni 2026 – Neue Giesskannen

Neue Giesskannen? Wie bitte? 

Eine kurze Episode aus dem wahren Leben.

Balkonpflanzen giessen kann schwierig werden, wenn die dazu benötigte Giesskanne streikt. In diesem aktuellen Fall hat unsere Lieblingskanne (in herzhaftem Dunkelblau übrigens) ihren Dienst quittiert, indem sie das Wasser schon während der Befüllung unten am Boden hat rauslaufen lassen, anstatt, wie es sich für so ein einfaches Gerät gehört, den Inhalt bis zum Bestimmungsort in sich zu behalten. 

Ein Spaziergang zum Baumarkt hat uns gleich zwei farbenfrohe und formschöne neue Giesskannen beschert.
Die Auswahl war nicht gerade einfach, es gab alle Grössen und Farben, meine Güte, wie schick sehen die alle aus! 
Am liebsten hätte ich von jeder Grösse in allen Farben eine mitgenommen. 

Diese zwei Exemplare hier konnten uns am Ende überzeugen.
Können Giesskannen schöner sein als diese hier? 

 

Der Glatte Dickrüssler

Der Glatte Dickrüssler

Unterwegs auf den verschiedenen Wegen zum Hausberg hoch trifft man üblicherweise auf allerlei buntes Getier, wenn man sich die Zeit dazu nimmt und die Augen aufmacht. So gab es auf der Tour gestern mal wieder was Neues zu bewundern. Ein dicker runder Käfer in schickem mattschwarz, dazu noch eine seidige Textur auf dem Panzer, wackelte auf dem Steig herum. 

Erstmal paar Fotos machen, bestimmen kann man das ja zuhause mit der Bildersuche.
Die war dann der Meinung, es handle sich um einen Glatten Dickrüssler – bisher nie davon gehört. 
Wieder was dazugelernt 🙂 

Donnerstag, 11. Juni – Der einsame Baumstumpf

Donnerstag, 11. Juni – Der einsame Baumstumpf

Das aktuelle Schwarzweiss Foto

Dieser einsame Baumstumpf am Wanderweg auf den Hausberg wird in jedem Jahr um einige Äste kleiner und inzwischen ist nicht mehr viel übrig vom ehemals grossen Apfelbaum. 

Der gefleckte Schmalbock

Der gefleckte Schmalbock

Der was bitte? 

Ein Gefleckter Schmalbock. Was denn sonst 🙂  

Das sagt jedenfalls die G* Bildersuche, die Übereinstimmung mit meinem Foto ist eindeutig. Ich hatte neulich unterwegs einfach die tollen Blüten der wilden Heckenrosen im Visier, da waren allerhand bunte und flugfähige Kerbtiere unterwegs. Keines von denen war gewillt, auch nur kurz für ein Foto still zu halten. Der Schmalbock war nicht ganz so zappelig und deshalb gibt es hier ein Foto von dem schicken Käfer. 

(Ganz nebenbei bemerkt ist der Käfer vermutlich Borussia Dortmund Fan)