Kurioses

Allerlei Seltsamkeiten

Freitag, 14. August 2026 – Der Aixheimer Fuchs

Freitag, 14. August 2026 – Der Aixheimer Fuchs

Aha, jetzt gibt es was über den Fuchs zu lesen?
Die Überschrift  suggeriert möglicherweise eine abenteuerliche Fuchsjagd oder sonst was.

Nun ja, heute leider kein Fuchsfoto. Schade. Dabei hatte ich mich wirklich um ein Foto bemüht, hatte den Fuchs in einem Maisfeld hinter Aixheim schon seit einer ganzen Weile beobachtet, der war komplett ohne Scheu und stand regelmässig am Weg, der sah halb verhungert und verdurstet aus und schien auf der letzten Rille zu laufen. Aber so einen alten Fuchs, den überlistet man nicht, indem man sich neben das Maisfeld hockt und auf eine Gelegenheit für ein Foto wartet, der ist inzwischen lange auf der anderen Seite aus dem Maisfeld raus und beobachtet seinerseits den wartenden Fotografen.

Stattdessen gibt es ein Foto von dieser schönen Malve auf dem Michelfeld. Eine Grasfläche von mehr als einem Hektar, auf der nahezu alles braun vertrocknet war und mittendrin einsam diese rosa Wunderblume, die sich anscheinend um Trockenheit oder Sommerwärme nicht schert. Na sowas!

Mittwoch, 12. August 2026 – Sonnenfinsternis

Mittwoch, 12. August 2026 – Sonnenfinsternis

So etwas gab es schon lange nicht mehr: die Sonnenfinsternis 2026.
Gegen dieses aktuelle Event war die von 1999 ja beinahe nur Kindergeburtstag. 
Weshalb?

Es ging schon los am späten Abend, erst nur langsam, dann wurde es ganz offensichtlich immer schneller dunkel. Gegen 22 Uhr war dann draussen kaum noch was zu sehen, die Strassenlaternen halfen, draussen das Nötigste zu erkennen und etwas später war der Himmel fast rabenschwarz, wären da nicht eine Handvoll Sterne zu erkennen gewesen. Eine abenteuerliche Stimmung! Die Finsternis hielt sich geschlagene sieben Stunden, dann, so etwa gegen Morgen um 5 Uhr, hellte es sich wieder auf und anschliessend tauchte die Sonnenscheibe langsam am Osthimmel wieder auf.

Ein denkwürdiges Ereignis, an das man sich lange erinnern wird!

Der Sonnenblumenwender

Der Sonnenblumenwender

Irgendwann im Leben hat mir jemand den Floh ins Ohr gesetzt, als Beruf Sonnenblumenwender zu werden. Das ist jemand, der die überall vorhandenenen vielen Sonnenblumen tagsüber je nach Sonnenstand, der sich ja, wie bekannt ist, ständig ändert, immer in die richtige Richtung zur Sonne hin dreht. Klar, das ist ein Beruf mit Zukunft, Sonnenblumen wachsen immer und die wollen ja auch immer in die korrekte Richtung schauen und dazu muss sie einer dorthin drehen. Aber etwas Zweifel an der Berufswahl blieb immer, das Bauchgefühl war der Meinung „da stimmt was nicht“. 

Unsere momentan schönen und gut bestückten Sonnenblumenfelder, die hier fast hinterm Haus wachsen, die zeigen, daß es auch ohne den Sonnenblumenwender funktioniert. Die vielen Sonnenblumen zeigen auch fast alle gleichzeitig in eine bestimmte Richtung, aber komplett anders als erwartet. Die haben, so scheint es, ihren eigenen Kopf, die zeigen überhaupt nicht in die Richtung, wo die Sonne gerade scheint. Die drehen sich tagsüber nach irgendwo, gerne nach Norden oder Osten. Und nun? Wie kommt das denn? Hä?

Heute haben wir das schlaue Internet, da kann man ja alles fragen. Und da hab ich mal nachgehakt „Warum drehen sich Sonnenblumen von der Sonne weg anstatt hin“. Die Antwort, schneller und ausführlicher als erwartet, ist eindeutig und verständlich. Die Kurzfassung:

Junge Sonnenblumen drehen sich tagsüber von Osten nach Westen zur Sonne hin. Nachts wachsen sie an der Westseite schneller und biegen sich dadurch wieder nach Osten zurück, um den nächsten Sonnenaufgang zu erwarten. Ausgewachsene Pflanzen stoppen diese Bewegung und blicken dauerhaft nach Osten, um sich morgens schnell aufzuwärmen und Insekten anzulocken. 

Wow. Beeindruckend, was die Sonnenblumen so beherrschen, ohne daß ihnen das jemand erklären musste. 

Regen machen

Regen machen

Regen machen, so einfach aus dem Nichts heraus, das ist eine seltene Kunst.

Dabei ist das gar nicht so schwierig, wir haben inzwischen den Dreh heraus. Einfach aufs Fahrrad setzen und los fahren. Spätestens eine halbe Stunde von zuhause weg kommt ein Guss runter, der in keiner der Seiten wie wettermärchen.de oder sonstwo angezeigt wurde. Wieder zuhause, sind nicht nur die Räder sauber, auch die verschwitzten Radelklamotten sind mal wieder gut durchgespült. 

Das neue Hotel

Das neue Hotel

Wie setzt man 280 Millionen Euro Steuergelder in den Sand, oder sagen wir besser, in die ehemals schöne grüne Landschaft?

Nicht schwer zu beantworten, das kann man sich auf einer kurzen Radtour hier in der näheren Umgebung anschauen.

Nach den üblichen langen und heftigen Bürgerprotesten dagegen (die sind ja in der Planung mit enthalten) wird das Ding gebaut, mitten in die schöne Schwäbische Grüne Landschaft (Schöne Grüne Landschaft, ja die haben wir wieder hier im Ländle, wenn auch seit kurzem etwas anatolisch angehaucht). Das neue schöne Hotel bietet 506 Gästen Platz zum Wohlfühlen, für jeden eine warme Stube wenn’s draussen kalt ist, Vollpension inclusive, Sportanlagen und Gemeinschaftsräume, naheliegende Autobahnanbindung ist auch vorhanden, falls jemand schnell mal weg muss. Jedes Zimmer kostet den Steuerzahler 550.000 Euro, laut Planung. Und weil in der Wirklichkeit ja nichts so läuft wie geplant, gehen die vorsichtigen Prognosen auch mal vom Doppelten aus. Weiss man ja nicht so genau, die Millionen purzeln schnell mal so dahin, wenn es nicht um die eigenen geht. 

Falls Sie mal einen Job als Mitarbeiter beim Hotelpersonal brauchen, die suchen noch Leute. 

Schön ist es bisher auf jeden Fall, schon jetzt eine Augenweide in der ehemals freien Landschaft:

Der Spatz vom Nachbardach

Der Spatz vom Nachbardach

Den Spatz vom Wallraffplatz kennt sicher jeder, der in den Siebzigern aufgewachsen ist und damals einen Fernseher besass. 

Für unseren persönlichen Spatz hier brauchen wir nicht mal einen Fernseher. Den Vogel können wir täglich an die zwölf Stunden lautstark und live erleben. Schaut man früh morgens aus dem Fenster, hockt er schon lange dort an seinem Lieblingsplatz und macht Radau. Abends draussen auf dem Balkon sitzen – ebenfalls mit Unterhaltung. Und den ganzen Tag über hat der auch nichts anderes zu tun, als dort zu sitzen und zu meckern. Dabei passt ihm das überhaupt nicht, wenn jemand rauskommt und ihm auf dem Balkon gegenüber sitzt. Dann hupft er sofort die Dachpfannen hoch bis zum First, meckert energisch vor sich hin und drückt sein offensichtliches Missfallen an der unerwünschten Gesellschaft schon mit der ganzen Haltung aus. Oben wird dann so lange gelauert, bis die Luft wieder rein ist und er ungestört auf seinen Stammplatz runter kann. 

Was der da energisch und lauthals zu erzählen hat, ist unklar. Wir dachten anfangs, der verteidigt dort sein Revier oder er wartet auf eine Spatzenfrau, die ihm ein paar Eier legt. Wenn jedoch ein Weibchen Interesse zeigt, ist er verschwunden. Auch hier, sobald die Dame weg ist, hockt er wieder da und macht Lärm. Vielleicht ist der ja andersrum und hat es nicht so mit Frauen, dachten wir manchmal, aber auch die Theorie lässt sich nach weiterem Beobachten nicht halten. 

Auf jeden Fall sorgt das Vieh ständig für Unterhaltung und man kann nicht anders, als seine Beharrlichkeit und sein Durchhaltevermögen zu bewundern:

Der Waldtroll

Der Waldtroll

Mit so einem richtigen Waldtroll, da ist nicht zu spassen.
Das weiss jeder, der den Kleinen Hobbit von Tolkien gelesen hat.
Die mögen vielleicht etwas dumm sein, dafür aber sehr aufdringlich und sie haben ständig Kohldampf. 
Eine Begegnung nachts wäre also schon risikobehaftet, schnell landet man bei denen im Kochtopf.

Unser Waldtroll hier, wild mit den Armen fuchtelnd, hat leider verpasst, sich bei Sonnenaufgang rechtzeitig zu verkrümeln. Dann werden die üblicherweise zu Stein (im Hobbit nachzulesen), aber manchmal klappt das mit dem Versteinern nicht so richtig und es kommt dann, wie hier zu sehen, ein hölzernes Exemplar dabei raus; der hier scheint noch etwas überrascht von der Situation zu sein:

Zweimal Strammer Max bitte.

Zweimal Strammer Max bitte.

Kategorie Sachen suchen, wie bei Pippi Langstrumpf.

Würde ich mir mal vornehmen, in den Wald zu laufen und statt immer nur Zigarettenkippen oder Bierflaschendeckel einen Zettel mit der Aufschrift Zweimal Schitzel mit Pommes zu suchen, dann wäre der Plan schon zum Scheitern verurteilt. Wer wirft im Wald sowas weg? Völlig utopisch.

Doch das Glück ist bekanntlich unberechenbar und es war heute auf der Tour mit unterwegs; völlig unverhofft fand sich die Botschaft Strammer Max 2x auf kleinem rechteckigen gelben Papier. Kaum zu glauben, der Tag war gerettet!

The real taste

The real taste

Ist da was im Sonderangebot?

Aktuell finden sich fast überall auffällig viele dieser Blechbüchsen im Stadtpark, am Busbahnhof und, wie hier, im Wald. Leergetrunken und weg damit, was sonst. Dass die Dosen überall rumliegen, damit kann ich leben. Weiterlaufen und ignorieren, vielleicht noch ein Foto machen, das ist ein dankbares Motiv.  Die Frage dahinter ist nur „Wer gibt für so einen Bullshit Geld aus“ ?  

Kurze Recherche also, woher diese derzeit invasiv auftretenden leeren Dosen kommen. Die Supermarktkette dahinter macht hier bei uns im Allgemeinen eher auf heimatliche Produkte und Bio. Doch es geht anscheinend auch anders, je nachdem, welche Zielgruppe anvisiert wird. Das Zeug ist in der Produktpalette weniger zum Trinken, sondern mehr um die soziale Position des Konsumenten orten zu können.

Zitat aus der Werbung:
Die Dosis Real Monkey-Feeling
Wer Mut zum Inner Monkey hat, hat Lust auf The Real Taste! Softdrinks, die gemacht sind für alle, die das Leben immer und überall voll auskosten. Voller Energie, voller Frucht und voller Lebensfreude. Jede stylische 0,33 l Dose von The Real Taste ist ein persönliches Statement für den Auftritt abseits des Mainstreams. 
Zitat Ende. 

Die Überbleibsel des persönlichen Statements und des gewagten Auftrittes abseits des Mainstreams liegen dann im Wald rum. 

Das einsame Osterei

Das einsame Osterei

Inzwischen ist Ostern ja schon eine Weile vorbei, wie ein Blick in den Kalender verrät. Um so verwunderlicher war dieser Fund im Wald, da hatte wohl jemand beim Ostereier suchen nicht genau genug hingeschaut und schon war es passiert: ein vergessenes Ei im Wald, seltsam vor dem Holzstapel aufgestellt und es schaut sich um als würde es auf den Bus warten.