Kurioses

Allerlei Seltsamkeiten

Der Apfelbaum am Radweg

Der Apfelbaum am Radweg

Nachmittags am Radweg entlang der Prim.
Ein schöner Apfelbaum mit breit ausladender Krone.
Finde den Fehler!

An fast jedem kleinen Wasserlauf hier in der Gegend sind sie unterwegs. 
Kleine Bäche bauen sie schnell zu grösseren Seen um. 
Kleinholz am Wasser dient nur als Snack für zwischendurch.
Für den grossen Appetit, da muss schon was Richtiges zwischen die Zähne.
Sie haben null Respekt auch vor Bäumen mit einem Meter Durchmesser.

Die allgegenwärtigen Biber hier haben ihre eigene Vorstellung von Garten- und Landschaftsgestaltung:

Maria und Josef im Wald

Maria und Josef im Wald

Für Anne

Hab mich nochmal auf den Weg für ein Foto gemacht; hier sehen wir eine weitere Krippe, die so unverhofft am Treppenaufstieg zum Hausberg steht, die ist mal mehr oder weniger gepflegt, die hat gelegentlich gar keine Bewohner oder im Frühling ist die Hütte auch schnell mal von etlichen Osterhasen besetzt, es kommt immer darauf an, wer sich momentan zuständig fühlt, das Dach zu reparieren und das Interieur zu erneuern. 

Diese beiden hier, Maria und Josef, die übrigens, ohne dass das respektlos klingen soll, von weitem eher aussehen wie zwei zu gross geratene Chillischoten oder sogar Salz- und Pfefferstreuer, wohnen schon eine ganze Weile darin und weil ausser ihnen sonst niemand weilt, scheint Maria doch ein etwas trauriges Gesicht zu machen. Da fehlt das bekannte Umfeld in Form einiger Stalltiere wie Esel, Ziege und etwas mehr Stroh wäre auch wünschenswert. Dafür macht der steinige Aufbau in einer mächtigen Buchenwurzel ordentlich was her; dieser und die darumliegende Waldlandschaft lassen das Ganze wie eine Burg erscheinen und die zwei sehen von hoher Warte auf ihre nähere Umgebung herunter. 

p.s. Nachtrag – Hier *klick* hab ich tatsächlich noch eine gefunden 🙂 

Donnerstag, 8. Januar 2026 – An der Krippe

Donnerstag, 8. Januar 2026 – An der Krippe

Hier ein aktuelles Foto der ehemaligen Krippe in einem Baumstumpf am Helmut Schmid Weg: die Krippe wirkt zeitweise etwas verloddert, manchmal muss man im Vorbeigehen deshalb ein wenig aufräumen oder, wie vor ein paar Wochen erledigt, eine Erneuerung an der Palisade, die das Gebilde einzäunt, vornehmen, um das Erscheinungsbild wieder etwas zurecht zu rücken, denn gerade eine Krippe – da erwarten die Besucher ein einigermassen gepflegtes romantisch angehauchtes Ambiente für Ochs, Esel und Inhaber einer solchen Einrichtung.

Das Interieur der Wohnstätte ist schnell wieder in Ordnung gebracht, die wenigen Möbel, bestehend überwiegend aus ein paar Kalksteinbrocken, ein paar Zweigen, als Teppichboden etwas Moos und ein wenig Laub, mehr braucht es nicht, denn gerade in eine Krippe gehört per se eine eher spartanische Ausstattung und als extra Schmankerl finden sich schnell ein paar Tannenzapfen als Deko, die sorgen für eine gemütliche Waldstimmung. 

Trotz gelegentlicher Pflege wirken die wenigen derzeitigen Bewohner dennoch etwas derangiert, das kann vielleicht daran liegen, dass Silvester noch nicht allzu lange her ist, der Schneemann sieht jedenfalls aus als hätte er einen Mordsrausch vom Punsch und er scheint sich noch bester Feierlaune zu erfreuen, die Eule hat offensichtlich zu viel Gras geraucht und hängt etwas auf halb sieben auf ihrem Ausguck und das Krokodil, nun ja, die haben ja immer einen etwas stoischen Gesichtsausdruck, den möge man ihm mal verzeihen, dem sieht man nie an, wie es um die Laune bestellt ist. Nur das Känguruh – es ist wirklich eins und kein Reh – wirkt mit der Gesamtsituation recht zufrieden, schaut interessiert den Besucher aus seiner Schneehöhle an und man ist froh, es dort zu entdecken, dann hat es immerhin noch niemand, wie üblich, im Vorbeigehen gemopst und in die Tasche gesteckt. 

Gute Vorsätze für 2026

Gute Vorsätze für 2026

Also gute Vorsätze fürs neue Jahr fassen ist wichtig.
Wenn das alle machen dann mach ich das auch.

So hab ich mir also gleich mal fest vorgenommen, nur noch Wasser statt Bier trinken, Müll reduzieren, Plastik vermeiden, mehr schlafen, weniger Zeit am Händi und am Computer verplempern, endlich mal das Rauchen aufgeben, Ökostrom bestellen (am besten gleich jetzt), mehr Fahrrad statt Auto fahren, weniger Fleisch essen oder am besten gleich vegan futtern, mein Gewicht reduzieren, Müll vermeiden, bewusster konsumieren, nur noch Treppen statt Aufzug nutzen, nachhaltiger leben (was bitte soll das sein?), Fast fashion vermeiden und Second hand kaufen, mehr Geld sparen statt ausgeben,  kein Fast food mehr essen, Abnehmen (wie denn bei meinem Gewicht), weniger Süsskram futtern, meine Familie wieder einbeziehen, Konsum überdenken, mein Geld der Kirche spenden (die braucht’s), endlich was Lesen statt Fernsehen. 

Wie hab ich bisher nur überlebt. 

Fällt mir nur eins zu ein.

(Bildquelle: irgendwo aus dem Web)

Dienstag, 23. Dezember 2025 – Drei Haselnüsse

Dienstag, 23. Dezember 2025 – Drei Haselnüsse

Für Kerstin

Hab neulich erst auf das Foto mit den Eichelkappen hin die Idee mit in den Wald genommen, drei Haselnüsse für Aschenbrödel zu suchen. Was passiert? Heute auf der fast täglichen Waldrunde lagen sie, weil da immer wieder jemand für Eichhörnchen oder sonstwelche Tiere was Leckeres auslegt. Also wirklich!

Die Szene ist übrigens nicht gestellt 🙂 

Das rote Herz

Das rote Herz

Da hatte ich im Wald neulich endlich wieder so ein Fotomotiv entdeckt an dem ich nicht vorbei konnte, irgendwo an der Rückseite eines Bunkers, von denen hier noch etliche rumstehen, die Fenster sind grösstenteils zugemauert und die wollen etwas abweisend und finster aussehen. Ideales Terrain also für Sprayer, die noch üben und mal gross rauskommen wollen, wozu m.E. aber noch etwas Übung erforderlich ist.

Egal, hier ist das Foto, ein schickes rotes Herz, leider entzwei und da trauert offensichtlich jemand oder hat Liebeskummer, das ist wohl die Botschaft in diesem Werk. Mir ging es nur um das Motiv, aber den Spruch musste ich dann doch in der G* Suche nachschlagen und siehe da, die Antwort war sofort und vielfältig da, es geht wohl um einen bekannten Rapper, der sich vor einigen Jahren aus dem Leben verabschiedet hat und von dem ich, weil mich kaum irgendwas weniger als Rapper und deren Musik interessiert, bislang überhaupt nichts wusste. 

Also das ist ja im Prinzip ganz einfach, in den Wald gehen, Augen aufhalten und dabei was Neues über die Rapperszene lernen. 

Matjesbrötchen

Matjesbrötchen

Trotz Küstenferne haben wir das Glück, am Samstag in der Früh hier bei uns auf dem Markt einen relativ gut sortierten Fischstand antreffen zu können.
Daher gibts Samstags zum Frühstück oft ein deftiges Matjesbrötchen. Ein Traum! 

Die obligatorische Zwiebel dazu findet das nicht so toll:

Sprayer unterwegs

Sprayer unterwegs

Wir haben Mitte Dezember, schönstes Wanderwetter und mir gehen die Motive für ein Foto aus, zu abgelenkt, nicht bei der Sache, was weiss ich. Es kommt nix Sehenswertes aus der Kamera raus, wenn abends die Speicherkarte im PC steckt. 

Also dann gibt es heute was aus dem Archiv. Als Trostpreis für mich selbst, sozusagen. Februar 2024, mit dem Fahrrad in Rottweil unterwegs. Irgendwo dort haben die Sprayer vom Dienst wieder ihre Spuren hinterlassen. Die Antwort auf die Frage, ob die Kunstwerke dort, wo sie sind, auch hingehören, bleibt offen. Ungeachtet dessen muss ich neidlos anerkennen, dass mir solche Bilder nie gelingen würden und die Künstler daher meinen Respekt haben. 

Und, seien wir ehrlich, wir sind alle im Umfeld irgendwelcher Comics aufgewachsen, welche immer das auch waren, und haben uns einen nicht geringen Teil der Sprache angeeignet und verinnerlicht. Was man als Kind so nebenbei gelernt hat, das ist einem als Erwachsener mehr präsent als alles später Hinzugelernte. 

Diese Ausdruckskraft in der Rhetorik – herrlich, nicht wahr?
Man spürt förmlich, wie es klatscht. 

Kunst im Wald

Kunst im Wald

Neulich am Plettenberg

Oben am Wanderweg entlang des Plettenberg Steinbruches, an einem verlassenen Betongebäude, in the middle of nowhere, wo der Winter momentan fast ausschliesslich in weiss und schwarz präsent zu sein scheint und die meisten Farben versagen, es hat etwas von Lost Places, gerade dort war dieses Stück Sprayerkunst nicht zu übersehen. Nicht mehr ganz frisch, aber gerade die etwas kratzige Patina an diesem Werk macht für mich den besonderen Reiz aus. Wer immer das Werk dort in der Einsamkeit angebracht hat oder wie alt es auch sein mag, mein Respekt vor diesem Werk ist dem Künstler sicher.

Und zu allem Überfluss – der frische Schnee auf dem spärlichen Grasresten vor diesem Kunstwerk – ich liebe es 🙂