Montag, 21. September 2026 – Lhasa Kathmandu
Für die Chronik:
Kurz vorweg: wir waren heute weder in Tibet noch in Nepal, egal was der Titel vorgibt.
Wir waren nur bis Rottweil, und das auch noch mit dem Auto.
Morgens war ewig Arztbesuch, umso dringender war der Frischluftbedarf am Mittag.
Das Kleine Schwarze darf heute raus. Was ist das? Das Kleine Schwarze ist eines der ersten damals in den späten 80’ern und 90’ern neu erfundenen Mountainbikes und die haben es mir angetan. Das Centurion Lhasa Kathmandu ist so ein Klassiker, (wie neulich das Rockhopper) deren Langlebigkeit und Qualität immer unterschätzt werden. Diese Räder blieben auch einige Jahre so schön, handlich und klein, bis man mit den ersten klobigen Federgabeln die schlanke Optik und das elegante Erscheinungsbild komplett begraben hat.
Und das Beste kommt wie üblich zum Schluss: Diese Räder fahren genau so schnell oder auch so langsam, wie der Fahrer bereit ist, in die Pedale zu treten – davon kann die täglich grösser werdende Fraktion der Elektrobiker nur noch träumen.
Eine kurze Tour, nur eben schnell auf den Hausberg und die restliche Nachmittagssonne geniessen.
Dann wieder runter und sich wundern, wie schnell das inzwischen kalt wird!
Die Ente vorne auf dem Spoiler heisst stilgerecht, wie könnte es anders sein, Anna Purna 🙂
Donnerstag, 17. September 2026 – Rockhopper gelb
Für die Chronik:
Die Tagesform ist heute früh ziemlich lala, aber bei etwas Gartenarbeit am Vormittag läuft der Motor doch einigermassen an und am Mittag kommt schon wieder genug Abenteuerlust zu einer Kurztour auf den Heimatberg auf.
Das Kleine Gelbe, ein Specialized Rockhopper, ist heute an der Reihe und oben angekommen tut die frische Luft der Laune gut. Dank genügend Wind sind sogar Gleitschirmflieger unterwegs und für die schnelle Abfahrt zur Garage runter ist sogar schon eine winddichte Weste sehr willkommen.
Am Eichhof
Meine Methode zur Ablenkung von lauter Zeugs, was in einen klaren Kopf nicht reingehört, ist üblicherweise, das Fahrrad oder auch die Wanderschuhe und einen Fotoapparat zu schnappen, um damit neue Ecken in unserer schönen Gegend zu erkunden, die ich bisher noch nie gesehen hab oder in denen ich vielleicht schon hundert Mal unterwegs war, aber leider oft Wesentliches oder auch Kleinigkeiten übersehen hab. Wanderschuhe sind aus Gründen momentan leider tabu. Wird hoffentlich bald wieder.
Der Eichhof liegt irgendwo oben bei Aixheim, man kommt da nicht aus Versehen hin, sondern muss schon mit dem Radl nacheinander in mehrere Sackgassen hinein und wieder heraus fahren, um dort mit freundlicher Einsamkeit begrüsst zu werden. Dann das Fahrrad abstellen, Foto rausholen und die Gegend auf sich wirken lassen und versuchen, abzuschalten. Anschliessend versuchen, zu sehen, was man denn da so auf dem Bild eingefangen hat.
Ein einfacher Holzschuppen mit geknicktem Dach, ein alter Anhänger davor, ein rostiges Emailleschild, das einem sagt: hier ist der Eichhof, eine Eiche rechts, ein vertrockneter Baum links, ein Dachgeschoss, an dem die Tür fehlt, eine trockene Wiese im Vordergrund, eine Teerstrasse rechts, die irgendwo hinführt, ein Tannenwald im Hintergrund, blauer Himmel mit Wolken, die man an einer Hand abzählen kann und 35 Grad Celsius, die man auf dem Bild nicht sieht.
Wie einfach kann die Welt aussehen.
Hier der Schopf vom Eichhof, wobei Schopf ist eher Schwäbisch und das ist so etwas Ähnliches wie ein Schuppen auf Normaldeutsch.
Freitag, 14. August 2026 – Der Aixheimer Fuchs
Aha, jetzt gibt es was über den Fuchs zu lesen?
Die Überschrift suggeriert möglicherweise eine abenteuerliche Fuchsjagd oder sonst was.
Nun ja, heute leider kein Fuchsfoto. Schade. Dabei hatte ich mich wirklich um ein Foto bemüht, hatte den Fuchs in einem Maisfeld hinter Aixheim schon seit einer ganzen Weile beobachtet, der war komplett ohne Scheu und stand regelmässig am Weg, der sah halb verhungert und verdurstet aus und schien auf der letzten Rille zu laufen. Aber so einen alten Fuchs, den überlistet man nicht, indem man sich neben das Maisfeld hockt und auf eine Gelegenheit für ein Foto wartet, der ist inzwischen lange auf der anderen Seite aus dem Maisfeld raus und beobachtet seinerseits den wartenden Fotografen.
Stattdessen gibt es ein Foto von dieser schönen Malve auf dem Michelfeld. Eine Grasfläche von mehr als einem Hektar, auf der nahezu alles braun vertrocknet war und mittendrin einsam diese rosa Wunderblume, die sich anscheinend um Trockenheit oder Sommerwärme nicht schert. Na sowas!
Sommer am Obstbaumweg
Für die Chronik
Ein Sommerfoto vom Obstbaumweg, dort ist von zuhause aus der kürzeste Aufstieg zum Dreifaltigkeitsberg auf etwa 980 Meter hoch. Der Apfelbaum winkt mit seinen wenigen noch vorhandenen Ästen zum Gruss, so scheint es, aber da sind wir nie so ganz sicher. Im Hintergrund links geht es am Balgheimer Panoramaweg entlang zum Dreifaltigkeitsberg hoch, in der Mitte ganz hinten sieht man Russberg und Risiberg und rechts steht der Zundelberg.
Freitag, 10. Juli 2026 – Immendingen
Es ist Freitag und schönes warmes Wetter, da machen wir doch gerne eine Fahrradtour nach Immendingen und hocken gemütlich zum Kaffeetrinken in Nina’s Biergarten ab. Das ständig wechselnde ebenfalls zweirädrige Publikum ist sehenswert, die unterhaltsame Show der allgegenwärtigen Elektroradler ist komplett umsonst und man kommt leicht in die Versuchung, auf den Grad der Adipositas der schönsten Exemplare Wetten abschliessen zu wollen. Die Beantwortung der Frage, was bestellen die heute wieder alles zum Futtern und wer bekommt diese Mengen in der kürzesten Zeit in seinen Ballon rein, dürfen wir live mit erleben und somit ist das ein wirklich gelungener Ausflug.
Die Fotoausbeute unterwegs ist eher mager, aber dem schönen Räumungsverkauf in Möhringen konnte ich nicht widerstehen:
Montag, 6. Juli 2026 – Trafo 122
Untertitel: Das aktuelle Technikfoto.
Komischer Titel ist das, was für ein Trafo?
Den Montag hatte ich für eine Radtour mit reichlich Gegenwind nach Geisingen genutzt, dort war erstmal lecker Kaffi trinken und Butterbrezel futtern beim Bäcker neben dem Supermarkt angesagt, um anschliessend etwas umständlicher wieder heimwärts zu radeln. In Geisingen gibts ein kleines Umspannwerk mit grosser Technik direkt am Radweg zu sehen. Der Technikfan wie ich kommt selten an solchen Geräten vorbei, ohne eine fotografische Erinnerung davon mit heim zu bringen:
Aldingen
Schön warm draussen ist es zur Zeit, damit muss man allerdings erst mal wieder mit umgehen lernen, sonst plagt einen soviel Wärme auf einmal. Besonders geeignet finde ich dazu eine kleine Radeltour ohne grosse Ambitionen und ohne Ziel, mehr so dahinrollen lassen und den Sommer bewundern. Dabei hat man dann den seichten Fahrtwind um sich herum und der Kreislauf bleibt in Gang.
In Aldingen am Tipi schein kein einziges Pferd mehr zu wohnen, da hatte immer ein Schimmel seinen Alterswohnsitz und ich glaube, ab und an war noch ein anderer Gaul mit auf der Wiese. Dort ist jetzt komplett Ruhe und das Wilder Westen Ambiente muss ohne die dazu gehörigen Pferde auskommen:
Sonntag, 22. März 2026 – Kirschblüte
Heute mit dem Scotty Mountainbike unterwegs, eine kleine und feine Runde über die Breite Steige auf die Alb hoch, durchs Birental zur Böttinger Ebene, am Flugplatz Klippeneck entlang zum Dreifaltigkeitsberg. Dort ist heute, trotz Sonntagstourismus und utopischem Blauhimmelwetter, noch eine Bank frei, die sofort zum Ausruhen und Chillen genutzt wird.
Unterwegs am Radweg fängt es langsam an zu blühen: