Dienstag, 11. November 2025 – Bad Dürrheim
Aus gegebenem Anlass steht heute am Dienstag eine Radtour nach Bad Dürrheim auf dem Plan.
Die Strecke dorthin, mal allein als Radtour bewertet, stellt eine besondere Herausforderung dar, da muss man sich nämlich auf den paar wenigen Kilometern, es sind nur fünfundzwanzig, durch sechs viel befahrene Ortschaften, das sind Spaichingen, Aldingen, Schura, Tuningen, Hochemmingen und Bad Dürrheim auf seinen zwei schmalen und verletzlich wirkenden Rädern durch den allgegenwärtigen Berufs- und Freizeitverkehr hindurch wurschteln, das ist nicht immer einfach, weil im aktuellen Strassenverkehr keine für gültig erachtete Regeln mehr, sondern nur noch die Ellenbogenmentalität die Vorfahrt bestimmt, der Stärkere hat selbstverständlich Vorfahrt, wer denn sonst? Immerhin gibt es zwischen den o.a. Ortschaften beschilderte sogenannte Radwege, die haben allerdings die landwirtschaftlichen Nutzfahrzeuge voll im Griff und man muss sich begnügen mit dem bischen festen Untergrund, der zwischen den Schlammlöchern im ehemaligen Asphalt noch übrig ist.
Nun ja. Radfahren an der frischen Luft, das soll ja gesund sein.
Samstag, 8. November 2025 – Das aktuelle Schwarzweiss Foto
„Das abgebildete Objekt ist ein Kanonenrohr, das als Denkmal für die Schlacht von Franklin dient. Es befindet sich am Natchez Trace Parkway in Tennessee, USA. Die Schlacht von Franklin fand am 30. November 1864 während des Amerikanischen Bürgerkriegs statt. Der Natchez Trace Parkway ist eine historische Route, die sich über 440 Meilen durch Mississippi, Alabama und Tennessee erstreckt. Entlang des Parkways gibt es mehrere Gedenkstätten, die an den Bürgerkrieg erinnern, darunter auch Gräber von konföderierten Soldaten. Das Gebiet um den Natchez Trace war Schauplatz mehrerer wichtiger Schlachten und militärischer Manöver während des Krieges.“
Mit der obigen Erklärung, was das auf dem Foto denn wohl sein möge, hat die KI von Tante G*s Bildersuche etwas daneben gelangt. Ich fahr ja kaum mit dem Fahrrad mitten in der Woche mal eben an den Natchez Parkway, um alte Kanonenrohre zu fotografieren.
Freitag, 7. November 2025 – Geisingen
Untertitel: Das aktuelle Technikfoto
Eine Radtour nach Geisingen, der Donauradweg gibt die Richung vor, unterwegs haben wir Gegenwind, erst moderat, dann kalt, war doch so nicht geplant? Die Eisenbahnunterführung in Immendingen steht immer noch unter Wasser, also müssen wir einen Umweg fahren, ist ja nicht weit. In Geisingen atemlos angekommen, Kafi trinken und Butterbrezel futtern beim Edeka, es hätte gemütlich sein können, aber leider, nun ja, da waren Hindernisse. Der Rückweg ist kaum gemütlicher und schon unterwegs schwappt der berüchtigte Hegaunebel über den Berg an die Donau runter und es wird im Schatten augenblicklich saukalt. Wollten wir ja so haben, oder?
Für ein Technikfoto unterwegs hat es gereicht:
Die einsame Birne
Faszination Klette
Neulich auf der Wanderung hab ich sie endlich mal fotografiert, man läuft ja dauernd dran vorbei, im Herbst auch gerne mal im respektvollen Abstand, weil man sie ansonsten mühsam aus den Klamotten rausfriemeln muss. Die Kletten sind unter dem vielen Gewächs am Waldrand was Besonderes, nicht allein durch ihre Grösse, die Dinger wachsen hier gerne mal bis über den Kopf hoch, auch die dicken violetten Blüten machen fürs Auge richtig was her und man kann staunen, welche Mengen an Hummeln und Faltern sich darauf vergnügen. Ihren wahren Charakter zeigen sie dann im Herbst, dann entstehen diese hakeligen Kugeln, die wir schon als Kinder gerne dem Nachbarn an die Jacke geheftet haben oder, noch schlimmer, die sich an der gestrickten Pudelmütze festgesetzt haben und die sich dann kaum rückstandsfrei wieder daraus befreien haben lassen.
Und noch was Besonderes:
Wiki meint, ein Schweizer Erfinder hat sich durch die hakeligen Kugeln zur Erfindung des Klettverschlusses, damals Velcro genannt, inspirieren lassen.
Das aktuelle Schwarzweiss Foto
Pilze am Holzstapel
Früh morgens
Jeden Morgen beim Aufwachen dasselbe.
Würde mich jemand in genau diesem Moment fragen, worauf ich mich jetzt am meisten freue, die Antwort wäre, ohne zu zögern, „auf heute abend, hinlegen und wieder Einschlafen“.
Freitag, 31. Oktober 2025 – Das Schlammbad
Eigentlich wollten wir nur eine gemässigte Freitagsrunde mit dem Mountainbikes erledigen, das Wetter passte ja und sowieso, eine Herbstrunde im Wald, die ist doch immer ganz nett, oder? Uneigentlich sieht das schnell mal anders aus. und sowieso, eigentlich ist ja das Unwort schlechthin. Konnte also eh schon nur wenig Gutes dabei rauskommen.
Im Ursental ist derzeit schönste Holzerntezeit, nicht mal eben so mit der kleinen Säge, sondern da sind die richtigen Harvester unterwegs, die auch mal eben einen 30 Grad steilen Hang hoch und runter fahren, dabei nebenbei jede Menge Wald niedermachen und diesen dann unten auf den normalerweise befahrbaren Wegen ablegen. Das obere Ursental ist aus diesem Grund abgesperrt, da kann man nicht durch, aber leider ist der untere Teil frei überhaupt nicht befahrbar und es gibt unten keinerlei Hinweise, was da oben los ist.
Mit den Rädern fahren wir im Ursental zunächst nur durch etwas Pampe, die wird zwar immer tiefer, aber man glaubt ja anfangs immer noch, es wird schon irgendwie gehen, mit jedem gefahrenen Kilometer wird der Schlamm dicker, bis die Räder fast steckenbleiben, jetzt nur nicht aus Versehen absteigen, dann läuft nämlich die Brühe oben in die Schuhe rein, umdrehen und zurück, das geht schon lange nicht mehr, also am besten einfach nur durchhalten und weiterkurbeln. Die Abzweigung zum Risiberg nach ein paar Kilometern in der Sauerei ist dann die Erlösung, es geht bergauf, es wird trockener und der Boden unter den Reifen ist wieder fühlbar. Bei zunehmendem Tempo fliegen die Schlammbrocken an den Ohren vorbei. Nun ja, Ursental hatten wir uns ja ausgesucht.
Die Jungs im Harvester machen nur ihre Arbeit, ist ja OK so. Und das bischen Dreck am Fahrrad, das sind doch Luxusprobleme, nun habt euch mal nicht so. Doch diese endgültige Sauerei, die hätten wir uns gerne erspart. Rücksicht auf die Arbeit der Holzwürmer nehmen ist sicher kein Problem, wenn man vorher davon was wüsste – dann fährt man einfach anderswo entlang, Wege gibts hier ja genug.
Die lokalen Webseiten, die hier das schöne Donaubergland und die sonnige Alb aufwendig vermarkten, sind anscheinend eher profitorientiert, da ist nur wichtig, dass die Kneipen, wo man sein Geld loswerden kann, farbenfroh beworben werden. Ein kleiner Hinweis am Taleingang auf die zu erwartende Sauerei wäre willkommen gewesen, doch dafür ist dann wieder mal niemand zuständig oder sonstwas – wie mit den Versicherungen.
So lernt man hier den ganzen forcierten Premium Wanderwege Rummel auf seine eigene und unverfälschte Weise kennen.