Möhringer Wildgehege
Der sonnige Nachmittag bietet sich an, was für die Wiederherstellung der Gesundheit zu tun, dazu bin ich ja verpflichtet. Ein Spaziergang im Möhringer Wald ist da ideal, die Südwestseite mit dem Wildgehege liegt nämlich weitgehend in der Sonne und danach verlangt der Körper. Die Luft ist kalt und trocken und fühlt sich nahezu viren- und staubfrei an, wogegen der Aufenthalt an weniger geeigneten Plätzen wie zum Beispiel meist recht schnell Erstickungsanfälle bei mir hervorruft.
Zwei Stunden in der sonnigen Winterluft ohne es zu übertreiben tun der Gesundheit einen größeren Gefallen als ein Koffer voller Antibiotika.
Soeben hab ich mein Erkältungstee angewendet und dem geht so: drei bis fünf Knoblauchzehen (je nach Größe) in eine grosse Tasse pressen, ein Teelöffel Bouillon oder Gemüsebrühe drüber, kochendes Wasser drauf, paar Minuten ziehen lassen (dann isses nich mehr scharf) und ein Schuss Sahne reinkippen, umrühren und genießen. Du meine Güte! Die Atemwege freuen sich und das is oberlecker!
Wochenende im Spaichinger Wald
Schon wieder Schnee, bald ist Mitte März und es kommt hier immer noch dicker runter und wird täglich kälter. Naja, do kaschd halt nix mache. Dann gehn wir eben wieder wie üblich schneewandern, das ham wir ja schon reichlich geübt in dieser Saison. Und tatsächlich ist es jedesmal so, daß die Sache zunehmend Spaß macht, je mehr man sich warmgelaufen hat. Diesesmal gibts gleich zwei Herausforderungen: 1. die bösartigen Grippeviren, die mich angefallen haben, in der Kälte draußen abtöten und 2. unfallfrei wieder heimkommen, was angesichts der schneebedeckten blanken Eisplatten auf den steilen Waldwegen gar nicht so leicht ist.
Am Samstag erwischen wir mal eine Stunde ohne Schneefall, gleich raus und was heute besonders schön ist: Die Waldwege sind völlig frisch mit reichlich Schnee bedeckt, niemand unterwegs, eine Märchenlandschaft. Der Rückweg im dichten Schneetreiben ist eine Sache für sich, naja, gelegentlich die Klamotten abklopfen, damit nicht allzuviel auf der Mütze stehenbleibt oder in den Kragen der Jacke reinrieselt. Aber alles halb so schlimm, ist ja nicht kalt.
Der Sonntag dagegen hats in sich. Bei schönstem verführerischen und blaubehimmelten Winterwetter gehen wir auf Entdeckungstour und finden nach ein paar kleinen Umwegen wieder bekannte Waldwege vor. Der aufkommende kalte Ostwind sorgt auf seine Weise für Stimmung, immer wieder fliegen dichte Schneewolken von den Bäumen und in manchen Wegschneisen kommt pures Windkanalfeeling auf. Es wird stündlich kälter und windiger und am späten Nachmittag sind wir froh, die Tour erledigt zu haben.
Bewertung auf der Zehnpunkte-Skala: Frischluft 10, Abenteuer 8, Spaß auch 8 und Wohlfühlpunkte gibts stellenweise 5 aber mehr sind hier nicht drin. Und ohne die Leki-Wanderstäbchen hätt ich mit meinem Haxen alt ausgesehen. Alles zusammen wieder ein Super Wochenende draußen.
Erste Laufrunde im März
Dem kurzen Frühling heut am Montag will ich unbedingt was abgewinnen, also wirklich. Pünktlich Feierabend machen und los mit den Nordic Walking Stäbchen. Der Wald kommt noch nicht in Frage, da ist momentan noch alles komplett vermatscht und außerdem will ich ja Sonne abkriegen.
An der Elta entlang ist sowas zu haben, das ist ein Tal von Westen nach Osten und hat auch abends noch bisle Licht. Klappt einwandfrei, der Haxen macht keine Probleme und nach dem Tag im Büro ist die Ruhe dort am Waldrand entlang unbezahlbar.
Von Kirchen-Hausen zum Hegaublick
Betreutes Reha-Wandern, die zweite. Es wird täglich besser.
Um nach der OP wieder auf den eigenen Füßen laufen zu lernen, war ich ja bisher schon richtig fleißig. Als willkommene Abwechslung zur abendlichen nervtötenden Kurbelei auf der Trainingsrolle mit dem Rennrad gibts am Samstag passend zum versprochenen Frühlingswetter mal endlich wieder ne schöne Wanderung.
Start in Kirchen-Hausen, über teilweise vereiste Wege oder durch dicke auftauende Schneepampe laufen wir hoch zum Hegaublick, kurze Pause und weiter. Die Latscherei strengt doch ziemlich an, vor allem bergrunter muß ich mich ordentlich zusammenreißen. In Aulfingen finden wir unglaublicherweise einen Biergarten in der Sonne. Erstmal Kaffee und Apfelkuchen mit Sahne ordern, der Kuchen ist hier besonders lecker, ich war schon auf früheren Radtouren paarmal hier.
Alles klappt wie vorgesehen, nur den Rückweg kürzen wir etwas ab und nehmen den direkten Radweg nach Kirchen-Hausen. Die Wanderung durchs Längental sparen wir uns für später, wenn der Schnee mal weg ist.
Na fein, ging doch ganz gut, Gehzeit fast wie üblich vier 1/2 Stunden.
Saubere Sache
Die Schwaben sind halt doch ordentlich. Und wenn nun langsam das Frühjahr kommt, wird auch der Wald sauber gemacht, selbst wenn woanders noch reichlich Schnee liegt. Aber sobald dieser weg ist kann man mit dem Staubsaugen anfangen, wie hier im Trossinger Wald. Und: ein kleines bisle früher als der Nachbar muß man dran sein.
Supportanfrage
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Was auch gekauft wird, nach der Bezahlung durch den Kunden ist für den Hersteller oder Lieferanten das Thema vom Tisch. Keine Chance, eine Frage zum Produkt beantwortet zu bekommen. Fragen stellen gerne, nur darf man nicht mit einer Antwort rechnen. Einreihen in die Telefonqueue in irgendeinem Callcenter und dann warten warten warten ist der übliche Ablauf. Sollte sich unerwartet jemand melden, ist er/sie nicht zuständig und stellt an die Fachabteilung durch und der Telefonkreislauf fängt vorn wieder an. Minutenlang, stundenlang, die Zeit läuft, der Kunde ist beschäftigt.
Antwort auf Mail Anfragen? Aber Nein, wie denn auch, für Antworten sind die Supportcenter nicht zuständig, nur fürs Fragestellen. Damit ist der Kunde zunächst mal ruhiggestellt und glaubt sich manchmal noch in guten Händen. Das wars dann auch in den meisten Fällen. Die mittlerweile weit verbreitete Unkultur, erstmal überhaupt nicht zu antworten, ist ja auch viel einfacher und vor allem billiger als qualifiziertes Personal für Fragen zu dem leicht verkauften und vom Kunden bezahlten Murks zur Verfügung zu stellen.
Gelegentlich ereilt einen das unerwartete Glück, nach der einer der nächsten genervten Rückfragen eine Antwort auf die Mail zu erhalten, ob damit die Fragen zum Thema beantwortet sind, steht noch immer auf einem anderen Blatt.
Sonntagsspaziergang
Heute auf dem Programm: Reha-Wandern. Ich muß ja schließlich wieder auf die Beine kommen.
Bei dem herrlichen Wetter mit viel Februarsonne und immer noch reichlich Schnee wollen wir wieder mal ins Donautal, das wird eigentlich nie langweilig. Start ist heute am Knopfmacherfelsen, von dort runter nach Beuron und einmal die komplette Runde um den Ort herum. Da ist alles geboten von bergab und wieder bergauf, an der Donau entlang, durch Felsentunnel und über Eisenbahnbrücken. Für mich heute besonders interessant: der Bodenbelag, teils weicher Schnee, stellenweise Eis oder auch schon mal brauner Waldboden, wo der Schnee schon weggetaut ist. Eine Herausforderung nach der anderen für meine derzeitige Form. Hat alles prima geklappt, die Wanderstöcke sind momentan das wichtigste Hilfsmittel und ohne die wärs schon eine heikle Rutscherei.
Oben am Knopfmacher wieder angekommen gibts zur Belohnung Kaffi und heute mal leckeren Käsekuchen mit Aprikosen und Sahne drauf, wurd auch höchste Zeit.
Gehzeit vier 1/2 Stunden, nicht schlecht für den Anfang.
Alles nach Vorschrift
Das Wichtigste an den vorm Haus aufgestellten Flaschencontainern sind, bewertet man nach der Gösse der aufgedruckten Lettern, die Vorschriften, Wann und Wie diese Kübel zu befüllen sind. Die zulässigen Einwurfzeiten sind, schön nach deutscher Ordnung, aufgeteilt in werktags, samstags und sonntags und detailliert in Uhrzeiten von 7 bis12 und von 15 bis 19 Uhr. Jeder Kunde wird in Kenntnis gesetzt, daß er sich bei Benutzung der Container dieser Regelung unterwirft.
Für den, der es wagt, sich diesem ausgeklügeltem Regelwerk zu widersetzen, indem er Flaschen ausserhalb dieser vorgeschriebenen Zeiten einwirft, gibts obendrein gleich die rechtlichen Folgen seines verwerflichen Tuns nachzulesen. Das wär aber nicht nötig, denn traut sich jemand fünf Minuten nach Dienstschluß der Glastonne was reinzuwerfen, reagiert stante pede die Nachbarschaftspolizei und klärt den Täter lautstark über sein Vergehen auf. [Das stört nämlich abends bei der Sportschau ...]
Das Ausleeren der Container fällt im Gegensatz zum Befüllen nicht unter diese Regelung.
Einmal wöchentlich morgens um halb sechs fährt ein Großtransporter der städtischen Müllentsorgung vor, fasst sich nacheinander die Container am Schopf und lässt aus jedem Kübel aus mehreren Metern Höhe gefühlte 10.000 Flaschen auf die Ladefläche runter rasseln. Das indes scheint niemanden zu stören, aber is ja klar, die Entleerungszeiten sind ja nicht geregelt, somit rechtsfreie Zone und ergo besteht für den Anwohner kein Anlass zum Meckern. Man hört aber auch kaum was davon, ne wirklich nicht.
Im OP
Die Teilnarkose machts möglich: Endlich mal erleben was so in einem OP passiert, ohne mittendrin den geplanten Filmriss verabreicht zu bekommen. Die freundliche Anästhesistin hat sich dauernd mit mir unterhalten, die anderen waren durchweg gut drauf. Ein gut eingespieltes Team mit guter Laune, so schien es. Und ohne den Eindruck zu erwecken, sie wollen nur den Patienten bei Laune halten. Wozu auch? Ich bin den Eindruck nicht losgeworden denen macht ihre Arbeit Spaß und das, obwohl auch da Patienten reihenweise verarztet werden.
Das Gefühl hat mich beim Einkaufen nur selten überkommen. Im Gegenteil, bei den häufig griesgrämigen Gesichtern hinter der Ladentheke oder an der Supermarktkasse hab ich oft überlegt, ob ich mich für meinen Einkauf entschuldigen soll. Ich bin Kunde, sorry tut mir leid Sie zu stören.