caramalz

andi's lustige abenteuer

Kategorie: Ärgerlich

Es kommt immer schlimmer …

… als frau denkt. Die denkt oft eigentlich überhaupt nichts.

Ich stell ja ungern meine eigene manchmal unschlagbare Blödheit zur Schau, aber sieh mal an, ich hab ja noch mehr gute Eigenschaften. Zum Beispiel Schizophrenie. Die kommt mir in solchen Fällen wie heute wie gerufen. Dann bin ichs nich immer selber gewesen.

Da stand nämlich neulich so ein Typ mit nem roten Auto am Waldrand und hat sich offensichtlich in der Nachmittagssonne gelangweilt oder irgendwas ausgeheckt und nebenbei Weihnachtsdekoration in seinem Auto aufgehängt. So einer is ja eh nich ganz sauber. Find ich.
Nebenbei hatter seine alten Wandergaloschen aufm Autodach zum Sonnen hingestellt [damit der Mief entweichen kann?]. Hab schon geahnt was dann passiert. Fährt der weg, und nach 200m fliegen die vergessenen Schuhe vom Dach in den Straßengraben. Der Trottel merkt aber auch garnix. Kommt er nach ner halben Stunde zurück und sucht den Straßenrand nach seinen verfaulten Wanderschlappen ab; diese hatte indes sicher schon die im sauberen Ländle patrouillierende Straßensauberkeitskolonne entfernt.
Do kennt jo jeder komme und sei aldes Zeig ablade, wisset se ….

Dieser Kerl ist aber auch wirklich zu blöd.

Naja. Weg waren die Dinger. Zwar schon lange alt genug gewesen für die Tonne, aber immer noch ans Herz oder sagen wir mal an die Füße gewachsen. Das Problem kenn ich selber zu gut.

Also dann mal mit nem dicken Hals .. echter Schadenfreude über soviel Blöd .. Vorfreude auf ein Paar neuer Gehhilfen durch den gemütlichen Tuttlinger Feierabendverkehr gewühlt, rein in den Sportladen, neue Leichtwanderschuhe ausgesucht. Herrlich. Leider hielt die Freude nur bis anner Kasse, der Geldbeutel räkelte sich nämlich gelangweilt zuhause im annern Rucksack. *Gnagnagna*

Also nochmal durchn Feierabendverkehr, Kohle holen, wieder durchn Feierabendverkehr. Und endlich: die neuen Schlappen sind ich meine eigenen. Schließlich kann ich den Winter nich völlig mit offenen Birkenstock überbrücken, und nächstes Barfußlaufen dauert noch mindestens fünf Monate.

Wer weiß was ich aus dieser Lektion lernen soll? Altes loslassen. Neues hat auch seinen Reiz und seine Vorteile. Vermutlich mehr als mir bewußt ist. In meinem verschmorten Hirn.

Wetter am 22.11.2008

Ne, wirklich. Richtig nett 🙁

Mit dem Gedanken, so ne Sch* Woche im Büro wie die soeben vergangene auszugleichen mit exzessivem Frischluft-Tanken draußen, meinetwegen auch ausnahmsweise aufm Rad, könnt ich mich ja anfreunden. [Angefreundet damit hab ich mich natürlich schon, ganz heimlich, während er Woche]. Nur isses feierabends zu schnell dunkel für irgendwelche Ausdaueraktivitäten. Also mindestens fünf Tage mit Warten vor mir herschieben.

Wochenends hätte ich dann ja zwei Tage Zeit, die mit zähem Büroschleim verklebten Hirnwindungen freizuspülen und den gesammelten Ärger, der diesmal reichlich vorhanden ist, unten zum Abfluss rauszuschwitzen. Leider war die Vorfreude diesmal vergeblich. Ein Blick ausm Fenster beschert mir diesen Anblick und beseitigt jede Hoffnung auf Outdoor Aktivitäten.
Bleibt wohl nur noch Power-Relaxen in der Fitness Bude oder was Vergleichbares.

Und die Aussichten?
Der Winter dauert in dieser Gegend gerne mal fünf Monate. Du meine Güte.

shit.

die wirklichkeit kann einen so hart überfallen. hinterrücks. mitten im träumen.

kurze nächte

abends ruckzuck eingeschlafen wie immer, noch eben freuen auf ne gut durchpennte nacht und weg. zwei oder drei oder vier uhr, auf die uhr schauen, is die nacht etwa schon rum, was is jetz wieder los? die nacht is noch lange nich rum, aber der schlaf. die müdigkeit is schwer und zäh und kämpft mit der nervösigen wachheit, die ich tagsüber nötiger hätte als jetzt, ich lieg mittendrin und seh die beiden gegeneinander ringen. vergebliche versuche, das heimkino im kopf abzuschalten, in dem reichlich filmausschnitte vorbeifliegen, die ich nich bestellt hab und in denen ich mich manchmal selber seh. was tun? keine chance zum jetzt wieder einschlafen, steh mal auf und guck ausm offenen fenster bis es zu kalt wird. die warterei auf die nötige bettschwere kann anstrengend sein. im kopf läuft der zähler bedrohlich rückwärts für die stunden und minuten die noch bleiben bis der wecker losgeht. diese rückwärts zählerei gibt mir meistens den rest. manchmal gewinnt die müdigkeit und mit bisle halblebigem rumdösen gelingt es, mir selbst etwas schlaf vorzutäuschen. und dann morgens um halb sechs, wenn wieder eine weitere runde in der täglichen tretmühle losgehen muß, kommt erst die rechnung für die nicht geschlafenen stunden, und ich merk mit schweren augendeckeln, das war wieder richtig teuer, die preise steigen ja überall. aber auch diese sauerei ist steigerungsfähig, machmal fang ich mir ein abo ein, dann geht das eine zwei oder vier wochen lang so. oder länger.

we are not amused.

Nervige Ausfahrt …

… im Berufsverkehr nach Villingen

Heute mittag mit dem Tourer nach Tuttlingen, Eisdiele ist geplant, aber siehe da: die Karre fährt ja seit dem letzten Rums der letzten Reparatur unmöglich, Schaltung tut sowieso schon länger, was sie will, der Vorderreifen ist unrund montiert und außerdem wackelt das Lenkkopflager seit neuestem. Gegen sowas bin ich ja nun völlig allergisch, sofort paar Ersatzteile holen, nur hat mein Dealer leider Urlaub und der andere Radladen ist Mittwoch nachmittags geschlossen. GnaGna Ärger, Grüßgottle im Schwabenland. Mir kennets uns halt leiste, wisset se …

Bleibt nur noch: Mit dem Renner nach Villingen zu Tour, die ham was ich brauch. Leider ne blöde Strecke und die falsche Uhrzeit, das tobt der Feierabendverkehr. Egal, nächste Woche will ich ja den Tourer fit haben, daher Helm auf und durch. Die Wirklichkeit am Feierabend ist noch schlimmer als erwartet, aber ich fighte mich durch bis zum Radladen. Freundliche Bedienung mit anschließenden Tips, wo ich mich um das Schwenninger Verkehrsgewühl rumdrücken kann. Nachm Weizenbier in Dauchingen wurschtel ich mich durch bis Spaichingen zum Döner. Noch fünf km zum Abschalten und endlich Feierabend …

Meckern darf ich nicht, hab ja gewußt worauf ich mich einlass, aber mit relaxtem Radln hat das nichts zu tun. Dieser Feierabendverkehr ist Krieg, jeder gegen jeden. Die dicksten Schiffe haben Vorfahrt, jede zweite Karre ist ein SUV, Hauptsache noch etwas mehr Blech als der Nachbar. Geld spielt keine Rolle, Spritpreise sind bestenfalls willkommen als Anlass zum Motzen über die Politiker am Stammtisch oder inner Frühstückspause.

Herrje 🙁
Andere fahren jeden Tag in diesem gequirlten Schßdrck rum und finden es am Ende völlig normal. [81 km].

Gute Laune auf Schwäbisch

Wenn die hier ansässigen Eingeborenen mal zum ausnahmsweisen Lachen nicht in den Keller runter gehen müssen, schaun sie üblicherweise soo aus.
Mir lasset ons die Freid an dr schlechten Laun net verderbe. Von Ihne net!

Gesehen auf ner Radtour am letzten WE in diesem unserem Ländle.

Hach, so schön, ein Zuzogner [aka Rei’gschmeckter] sein zu dürfen.

Dia spinnet, dia Schwoba.

Wenn ihnen keiner auf die Schulter klopft, um damit zu dokumentieren, was sie fürn tolles Volk sie sind, dann erfinden die Schwaben eben was Eigenes dazu und klopfen sich selber auf die Schultern. So gibts seit einigen Jahren als Alternative zur Tour de France auch die Tour de Ländle. Für jedermann und jedefrau.

Seit gestern sind wir auch Opfer dieser Tour de Ländle, unfreiwillig, nur für eine Viertelstunde. Und für nie nie wieder, auch nicht aus Versehen, das is jetz schon klar. Tour de Ländle ist erfunden worden für alle Fußkranken und sonstwie Behinderten, die ihr Radl dreimal im Jahr ausm Keller ziehen [Hano, d’Reife aufbumpe muß i jetzet au no?] und sich trotzdem Beklatschen und Feiern lassen wollen wie Lance Armstrong. Klar, für Gepäcktransport und des leibliche Wohl ist gesorgt, bloß nicht überanstrengen.

Dummerweise wollten wir nachm Vogesen Radeln noch ne kleine Runde touren, und siehe da, in Unkenntnis der Lage gradwegs auf der Hauptstrecke der Ländle gelandet. Das Straßenrandpublikum stand bereits in Spaichingen Spalier, mit Hupen und Fahnen und Anfeuerungen. Schlimm schlimm. Aber es kam schlimmer, die standen wirklich in jedem Pupsdorf und ham Fahnen geschwungen und rumgebrüllt und Vorschußlorbeeren ausgeschüttet!

In Wurmlingen ist dann die Flucht geglückt [He, Sie fahret jo falsch dohane …] und endlich war Ruhe aufm Radweg. Nie bin ich mir so bescheuert vorgekommen wie bei dieser Beklatscherei.

Das Rezept funktioniert seit Julius Caesar. Brot und Spiele sind Opium fürs Volk. Mit so nem Unfug hat man die Massen im Griff. Und jede(r) mit dem passenden einfachen Strickmuster will dabei sein. [s’geit au an Orden zom an’d Wand beppe]

Schön, daß es Alternativen gibt. Noch schöner, daß fast alle dem Mainstream nachrennen.

Fotoapparillo

Ärger gna gna. Heut auf dieser leckeren Radtour hat dieses Miststück von Fotoapparat schon wieder gestreikt, aber darin war er immerhin mal konsequent und hat nach dem dritten Foto den Dienst quittiert. Er tut so als täte er noch, Einschalten, Zoom und Bedienung alles ok, aber der Autofokus stellt scharf was ihm gefällt, und das unterscheidet sich deutlich von dem was mir gefällt. Mann hatte ich wieder dicke Backen, es waren so nette Motive heute, ich hätt das Teil bis in den Bodensee schmeißen können. Das ist nicht das erste Mal daß ich mich über dieses Ding ärgere, aber heut sicher das letzte Mal. Paarmal hat er mir schon meine scheinbar nettesten Tourenfotos auf Ansicht „Brille, minus zehn Dioptrieen“ fokussiert. Dabei hatten wir uns anfangs ganz gut verstanden. Das Teil namens Traveler Slimline kam von Aldi für immerhin nicht grad schlappe 199 Öre, hat 6MPixel und passt in jedes Radtäschle rein. Macht sogar einen stabilen Eindruck, nur die magere Akkuleistung nervt total. Das war mein dritter und letzter Anlauf mit einer Billig Discounter Digikamera. Einzig meine Nikon SLR hat mich noch nicht enttäuscht [wie meine ganz alte Canon A1]. Die Nikon hat aber richtig was gekostet, und dank ihrer Größe kann sie leider leider leider nicht auf jeder Radtour dabei sein.

Also Schluß jetzt mit dem Theater. Morgen wird gegoogelt, Zielrichtung heißt Canon Ixus, oder was Vergleichbares. Montag geh ich entweder in den Laden, oder das neue Schätzchen meiner Wahl wird her amazonisiert. Ohne Fotoapparillo fühl ich mich einfach nicht komplett angezogen …

Feierabendrunde Nr. 5

Kopf durchlüften

Beim Heimgehen ausm Gschäft bin ich trotz strahlendem Wintersonnenschein der schlechtgelaunteste Mensch der Welt, weil ich morgen wieder mal eine meiner Standardschulungen halten soll, die ich liebe wie Zahnschmerzen. Tut auch genausolange weh, tagelang schwanger zu sein mit der Vorstellung, die Vorbereitungen auf diesen Schßdrck  Kurs reichen nicht aus, um alle Fragen zu beantworten. Das ist aber ein anderes Thema und ich werd es noch angehen müssen, weil es mich auf Dauer kaputt macht. Besuch in der Fitness-Bude fällt heute aus, stattdessen hol ich mir eilig das Blaue Rad aus dem Stall und bei gemütlich warmen 2° plus [heut morgen waren es noch 8° minus …] geht es los, Richtung Donau abwärts. Dort erhoff ich mir für das frisch geputzte Rad am wenigsten Sauerei auf den Wegen, klappt natürlich leider nur bedingt, aber ich hab immerhin die Wahl zwischen Salz auf der Strasse oder Glasscherben aufm Radweg. Die Praxis zeigt kurz darauf, daß mein Bike von beiden Vergnügen die Highlights mitnehmen muß, weil es keine Ausweichmöglichkeiten gibt. Es geht da aber fast auf ebener Strecke immer schön an der Donau lang, ich möcht ohne viel zu denken Kilometer spulen, um die Birne frei zu bekommen. So gehts vorbei an Tuttlingen, Möhringen, Immendingen, Kirchen-Hausen bis nach Blumberg, wo ich eilig umdrehen muß, weil mir sonst das Tageslicht am Ende der Tour ausgehen wird. So schön es draußen auch ist, sonnig, trocken, das Blaue läuft wie von selbst, gelingt mir trotzdem nicht, einen positiven Gedanken zu fassen und daran wenigstens eine Weile dran rumzudenken. Dieses schmutzige Schulungsthema verstopft alle Gehirnwindungen. Eigentlich müßte ich mir die Zeit aufm Rad zahlen lassen, ich arbeite ja quasi die ganze Zeit für die Firma oder hab zumindest keine erholsame freie Zeit. Also versuch ich mein Bestes, mir die Laune nicht vollständig verderben zu lassen, und so lass ich die herrliche Landschaft mit sanfter Sonnenuntergangsbeleuchtung an mir vorbeifliegen. Nach knapp drei Stunden bin ich wieder zuhaus, wurd auch höchste Zeit, um sieben ist es fast dunkel und die Kälte wird schon richtig aufdringlich. Abgesehen von der mentalen Verfassung eine herrliche Abendausfahrt! [77 km] .

Licht an!!

Die Deutschen sind geborene Schulmeister.

Neulich in der Halbdämmerung aufm Radweg: 50m vor mir zwei Fußgänger, ich seh sie ausgezeichnet, denke ich: klingle mal ausnahmsweise höflichkeitshalber. Er, mit Cowboyhut, bekommt einen Brüllanfall „Licht an, machs Licht an, da fehlts Licht Du *#&?*!!!“ ….

Im Vorbeizischen biete ich ihm im Affekt freundlicherweise an, er könne mich mal a.A.l. Seinen anschließenden Tobsuchtsanfall höre ich noch fast 500m weit.

Was bildet sich dieser Dreckbär ein? Hatte er Licht an seinem Schei Cowboyhut?? Meine normale Reaktion wäre gewesen, ohne Ankündigung dran vorbeizuzischen und das übliche Gemecker zu ignorieren. Nun fahre ich schon mangels Licht nicht auf der Straße, sondern aufm einsamen Radweg, es ist lediglich dämmerig, ich melde mein Kommen endlich mal zu beiderseitigen Rücksicht rechtzeitig mit der Klingel an. Und dann sowas. Wie mans macht, is es verkehrt. Hätte ihm im Vorbeifahren in seinen A. treten sollen, er hatte schließlich kein Licht.

Schlimm daß dies kein Einzelfall ist. Diese typisch deutsche großkotzige Rechthaberei, worin selbstherrlich ausschließlich das Verhalten anderer in allen unmöglichen Kleinigkeiten bekrittelt wird, sie hängt mir sowas von zum Hals raus.

caramalz läuft unter Wordpress 6.0.2
Anpassung und Design: Gabis Wordpress-Templates